(David Berger) Nein, das ist kein Jahresrückblick, wie sie ihn von unserem Staatsfernsehen kennen. Nicht von der politischen Ausrichtung her und auch nicht mit dem Anspruch, möglichst alles, was deutschland-, europa- und weltweit relevant war, zu referieren.

Es ist der Philosophia Perennis (PP)-Jahresrückblick, der unvollständig und von der Perspektive dieser Tage aus, noch einmal einige Highlights des Blogs erwähnen möchte, berichten, was aus der einen oder anderen Sache wurde.

jc3bcrgen-fritz-19-10Der Januar begann mit einem medialen Paukenschlag: Jürgen Fritz, einer der wichtigsten Gastautoren von PP hatte bei „Tichys Einblick“ den Beitrag „Warum Sie mit psychopathologisch gestörten grün-linken Gutmenschen nicht diskutieren sollten“ veröffentlicht. Dass er nicht zu Tichy passt, bemerkte die Schriftleitung allerdings erst, als sich Widerstand von außen, von eben jenen getroffenen Hunden, regte. Ich kannte solch unprofessionelles Vorgehen schon von eigenen Erfahrungen mit dem Online-Magazin – mein Beitrag zum „Diplomatischen Wetter“ war in der Redaktion auch erst unangenehm aufgefallen, nachdem es Kritik von Linksaußen gegeben hatte. Diesmal war Tichy, der zudem um einen Posten bei Xing bangte, fest entschlossen zu handeln – und löschte den Beitrag kurzerhand von der Seite, ohne den Autor darüber zu informieren. Dass Tichy den Posten dann trotzdem verlor, ist nur eine Episode dieses Lehrstücks zum Thema „Einknicken vor Linken“. PP sprang sofort ein und publizierte den Text von Fritz erneut. Was wiederum dazu führte, dass ich der tichyschen Sippenhaft zum Opfer fiel und als Autor bei Tichy auf einmal verschwand, während meine klickträchtigen Beiträge noch lange Zeit online gehalten wurden. Klickte man auf „Autor“ wurde man auf das Autorenprofil von Tichy weiter geleitet. Seit jener Zeit spricht man in Insiderkreisen scherzhaft von „Tichys-Einknick“. Und Jürgen Fritz kann voll Stolz auf seinen in diesen Zeiten geborenen Blog schauen, der – mir, der Fritz immer zu diesem Schritt geraten hat, sei diese Bemerkung erlaubt – noch als kleiner Bruder von PP gelten kann.

soros-buchIm Februar fand der Artikel „Der Malta-Plan: Plant George Soros die Zerstörung Deutschlands?“  die meisten Leser. Verfasst war er von einem Insider aus dem akademischen Leben, der Interna öffentlich machte und deshalb anonym bleiben wollte.

Im März zog eine außergewöhnliche Aktion eine knappe Million Leser an: der Aufruf des Polizisten Sven Kleuckling: „Marcel Heße: melde Dich!“. Er richtete sich an jenen 19-jährigen jungen Mann, der wenige Tage zuvor einen 9-jährigen Nachbarsjungen erstochen hatte. Nach ihm wurde zu dieser Zeit bundesweit mit größter Energie gefahndet. Kleuckling und alle, die den Aufruf verbreiteten, wollten damit verhindern, dass noch mehr Blut vergossen wird.

Imad_Karim_

„Jordanischer TV-Kanal diskutiert: Wie wird Europa nach der Machtübernahme durch den Islam aussehen?“, war der Titel, der im April die meisten Leser fand. Gleichzeitig startete ich mit Prikk.World eine Solidaritätsaktion für den Ex-Muslim und Islamkritiker Imad Karim, dessen Profil von Facebook kommentarlos gelöscht worden war. Überhaupt war mir der Einsatz für Meinungsfreiheit und damit gegen die Zensur bei Facebook, das Agieren der Amadeu Antonio-Stiftung und das Maas-Gesetz weiterhin ein zentrales Anliegen, das die Arbeit von PP das ganze Jahr über prägte. Dabei ging es mir auch immer darum, die Meinungsfreiheit der Andersdenkenden zu verteidigen, zum Beispiel auch dann, wenn Infostände der Linken gewalttätig angegriffen wurde. Oder wenn die Queeriban, oder netter ausgedrückt linke Homoaktivisten, nach der Einführung der Homoehe zur faschistoide Formen annehmenden Treibjagd gegen Kritiker der Öffnung der Ehe bliesen. Dass ich damals als schwuler Mann die Meinungsfreiheit der Gegner von Homoehe und Adoptionsrecht für Homopaare in Schutz nahm, war für die gedanklich längst in einer Diktatur ohne Meinungsfreiheit lebenden Journalisten völlig unverständlich.

Mit den Zuständen bei den Tafeln für bedürftige Menschen beschäftigte ich mich erstmals im Mai. Der Beitrag „Tafelladen“ Nidda: Asylanten werden vorrangig bedient, Deutsche bekommen, was übrig bleibt“ sorgte für Aufsehen. Interessanterweise mussten alle Verantwortlichen die von uns berichteten Fakten eingestehen, waren aber bemüht sie schön – und PP schlecht zu reden. Einen ganz üblen Höhepunkt erreichte meine Berichterstattung zu den Tafeln kurz vor Jahresende noch einmal mit der Weigerung der Diakonie eine Spende der AfD an Bedürftige weiterzugeben.

isisi foto

„ISIS: ‚Wir haben Deinen Sohn gekocht. Das ist es, was Du gerade gegessen hast!“. war der Titel des Beitrags, der im Juni die meisten Leser fand und wohl auch schockierte. Weil an der Echtheit des Berichts nicht zu rütteln war, wurde PP von diesem Monat an verstärkt immer wieder -ohne Begründungen zu liefern- mit dem Vorwurf konfrontiert, wir würden rechtsradikale Stimmung machen.

Im Juli konnte PP zum ersten mal mehr als 2 Millionen Klicks erreichen, bei 689.000 Lesern. Was dafür spricht, dass es kaum Zufallsklicks gibt, sondern die Leser ganz bewusst und immer wieder zu PP kommen – und dann immer auch gleich mehrere Artikel lesen. Fachleute würden hier von einer extrem hohen Leserbindung sprechen: adam elnakhalDas freut uns natürlich, zumal es PP von Anfang an wichtig war, sich von den weithin gleich geschalteten sozialen Netzwerken unabhängig zu machen. Die meist gelesenen Beiträge in diesem Monat waren übrigens „Inschallah: Was uns bald ganz konkret bevorsteht“ von der renommierten Islamkritikerin Barbara Köster (über 200 mal -sehr oft ohne das PP vorher um Erlaubnis gefragt wurde- auf anderen Blogs und Online-Magazinen veröffentlicht) und „Offener Brief: „Ihr Verhalten ekelt mich an, Herr Lammert!“ von Adam Elnakhal (Foto rechts), einem der wichtigsten und verdiendesten Gastautoren auf PP in diesem Jahr.

Würzburg randaleIm August war einer der meist gelesenen Beiträge eine Reportage aus meiner fränkischen Heimat Würzburg, genauer vom Hauptbahnhof der Stadt, an dem ich mich notgedrungen in jener Zeit öfter aufhalten musste: „Ihr Nazis habt gar keine Rechte!“ (siehe Bild links) A propos Würzburg: Das erste Halbjahr des PP-Jahres war auch bestimmt von der Tatsache, dass ich meiner Mutter bei der Pflege meiner sterbenden Großmutter (100) in Würzburg half. So mancher Kommentar wurde in dieser Zeit lange nicht frei geschaltet, dringende Mails viel zu spät beantwortet, auch mal ein Gastbeitrag aus Versehen zur Veröffentlichung vergessen. In diesem Zusammenhang bitte ich alle, die unter meiner anderweitigen Beanspruchung zu leiden hatten, um Nachsicht.

Votebuddy

Im September war der große Aufreger, die Enthüllung des VoteBuddy-Skandals durch PP. Mit dem Artikel „Illegale Aktionen zur Bundestagswahl: Wie Migranten ohne Wahlrecht doch wählen können…“, berichtete PP über den eindeutig strafbaren Versuch, nicht Wahlberechtigten in Deutschland über die Hintertür doch die Möglichkeit zum Wählen zu geben (Foto: (c) Screenshot Youtube). Nachdem der Artikel eine weite Runde machte, sah sich der Bundeswahlleiter genötigt einzuschreiten. Ich gewann den Endruck, dass er dies ungern und nur aufgrund des entstandenen Drucks machte. Er verband dann auch sein Eingreifen mit einer ärgerlichen Bemerkung – nicht über die illegale Aktion, sondern über diejenigen, die darauf hingewiesen hatten. Der Bundeswahlleiter versprach alles dafür zu tun, dass die zu kriminellen Aktionen aufrufende Seite vom Netz geht. Sie war aber noch lange Zeit bis nach der Bundestagswahl online. Wie viele Stimmen darüber illegal abgegeben wurden, ist unklar; dass dadurch viel Vertrauen in unsere Demokratie verspielt wurde, umso deutlicher. Und noch etwas Pikantes: Wenige Tage nachdem der enthüllende Artikel erschienen war, wurde PP von Facebook unter einen Shadowban gestellt. Trotz dieser traurigen Entwicklung hat der Ausgang der Bundestagswahl doch wieder Hoffnung auf die dringend notwendige Wende gemacht: Die AfD konnte als die stärkste echte Oppositionspartei in den Bundestag einziehen. Obgleich kein Mitglied der Partei, war ich hoch erfreut, dass Alice Weidel wenige Tage vor der Bundestagswahl ein Exklusiv-Interview mit mir geführt hat. In ganz Europa, aber auch in den USA und Lateinamerika wurde über dieses Interview berichtet. Ebenfalls habe ich ganz unzweideutig zur Wahl der AfD aufgerufen – zum Unverständnis vieler ehemaliger „Freunde“.

Dass wir bis heute – gut 100 Tage nach der Wahl! – noch  keine neue Regierung haben, zeigt in welch tiefer Krise wir uns befinden.

Der Shadowban durch Facebook führte dazu, dass die Klickzahlen im Oktober wieder leicht unter die 2 Mio-Grenze sanken, die Leserzahlen aber fast gleich blieben. Der am meisten gelesene Beitrag handelte von „neuen Einfamilienhäusern für Asylanten in NRW kurz vor Fertigstellung“. Mit mir geschockt zeigten sich aber auch die Leser des zweithäufig gelesenen Beitrags Schwerer Sexismusübergriff: Berliner Politikerin Sawsan Chebli unter Schock“.

Eisern von den Mainstreammedien verschwiegen, berichtete ich im November über die Migranten-Unruhen in Brüssel und anderen belgischen Städten: „Bürgerkriegsähnliche Unruhen erschüttern Brüssel“ hieß der am häufigsten im November gelesene Bericht, der sich auf Informationen von Freunden aus Brüssel und auf zwei Videos aus den sozialen Netzwerken bezog. Beide sind inzwischen gelöscht: auch das war Deutschland 2017! Bei all dem Traurigen, über das ich mich – aufgrund der Schweigespirale in den Nannymedien- zu berichten berufen fühlte und mich dafür als Rechtsradikalen, Hetzer und Fakenewsmacher beschimpfen lasen musste, gab es im November aber auch eine großartige Überraschung. Mit den enorm angestiegenen Klickzahlen hatte auch ein erbitterter Kampf gegen PP eingesetzt: Auf dem üblichen Zensurweg, dem der Verleumdung und Beschimpfung (Augstein: „rechtsradikal“), und schließlich dem des über juristische Auseinandersetzung finanziell in die Knie Zwingens und psychisch Zermürbens. Ganz vorne dabei war hier die für solche Aktionen bekannte Amadeu Antonio-Stiftung. So war ich gezwungen, die PP-Leser zu fragen: „Wird die Amadeu Antonio Stiftung „Philosophia Perennis“ zum Schweigen bringen? Die Antwort, die mir die Leser gaben, war ein großartiges, mich tief berührendes, ja fast beschämendes eindeutiges NEIN. Danke für all die Solidarität, die ich erfahren durfte – und die bis zur Stunde anhält!

„Alles was Sie uns zumuten, sollten Sie millionenfach zurückbekommen!“  Diese Botschaft, die im Dezember an die Protagonisten des System Merkels gerichtet war, sprach offensichtlich Tausenden aus dem Herzen (genauer knapp 26.000 Menschen – jedenfalls wurde der Beitrag so oft gelesen). Fast genau so viele Leser klickten im letzten Monat des Jahres den Beitrag an, der den Tübinger Oberbürgermeister von den Grünen, Boris Palmer, zitierte: „Ich bin rechtlich verpflichtet für Flüchtlinge eine Wohnung zu bauen, nicht für Sie!“

Neben all diesen Klick-Highlights gab es natürlich viele weitere Nachrichten, pointierte Kommentare, spannende Fundstück, nicht immer als solche verstandene Satiren und Ironie. Sie alle waren mehr oder weniger…

  • …immer darum bemüht, das zu veröffentlichen, was die großen Mainstreammedien krampfhaft zu verschweigen bemüht sind; jene Menschen zu Wort kommen zu lassen, die die Meinungsdiktatur des Staatsrundfunks mit der damnatio memoriae bestrafen möchte.
  • …stets unabhängig von Parteien, Werbekunden, Investoren, Großsponsoren, Kirchen usw.,
  • …immer ohne Angst davor, gegen politische Korrektheit zu verstoßen,
  • … stattdessen darum bemüht, den Linksrutsch der Republik und damit den Abbau von Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtsstaat, für den das System Merkel im wesentlichen verantwortlich zeichnet, aufzuhalten.

Zu den mir teilweise persönlich sehr nahe gehenden Berichten von vor Ort werde ich morgen in einem eigenen Artikel berichten.

Schon jetzt steht fest, dass PP auch im Dezember (trotz meiner Facebooksperre) wieder mehr als 2 Millionen Klicks verzeichnen wird. Auf das ganze Jahr gesehen zeigt die WordPress-Statistik für PP knapp 21 Millionen Aufrufe, bei gut 6,3 Millionen Lesern. Es wurden knapp 40.000 Leserbriefe im Kommentarbereich veröffentlicht.

pp-danksagung

In diesem Sinne möchte ich allen Gastautoren, Lesern, Kommentatoren, Informationslieferanten, Verteilern von PP-Beiträge in sozialen Netzwerken, über Mail, aber auch in ausgedruckter Form zu allererst herzlich danken.

Danken möchte ich weiterhin allen, die mir – in welcher Form auch immer Ihre Solidarität ausdrücken und mich ermutigen, den manchmal schwierigen Weg von PP weiterzugehen: Durch ein gutes Wort per Brief, Mail oder persönlich – und natürlich auch durch ihre Spenden. 

Zu wissen, dass die Leser jederzeit bereit sind, nicht nur im Notfall für PP einzuspringen, erleichtert die Arbeit ungemein. Kurz und gut: DANKE!

Und fürs neue Jahr wünsche ich uns allen vor allem eines. Dass uns – auch aufgrund unserer Erfolge – immer mehr klar wird: Gemeinsam sind wir stark!

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