Donnerstag, 18. April 2024

Wie die Amadeu Antonio Stiftung Falschinformationen verbreitet

(David Berger) Eine Borschüre der Amadeu Antonio Stiftung, die diese in Kooperation mit dem Else-Frenkel-Brunswick-Institut herausbringt, erweist sich als schlecht recherchiert bzw. eine deutliche Falschinformation fällt bereits in den ersten Abschnitten auf.

Die Seite Belltower.News wäre aufgrund ihrer sehr eingeschränkten Reichweite eigentlich nicht weiter der Erwähnung wert, wäre sie nicht Teil der Amadeu Antonio Stiftung. Wie man dort arbeitet, zeigt ein neuer im Netz erschienener Artikel, der ein Auszug aus der Broschüre „Radikalisierung oder Pubertät? Warum Jugendliche an Verschwörungen glauben“ der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit dem Else-Frenkel-Brunswick-Institut ist.

Gefördert wurde die Finanzierung der Broschüre vom Bundesfamilienministerium und dem Freistaat Sachsen. Das heißt, hier werden mit Steuergeldern Falschinformationen verbreitet.

Fakenews: „Berger sitzt im Vorstand der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung“

Ein Beispiel, wie hier fehlinformiert wird. Dort heißt es, wo es um „Neverforgetniki“ geht:

„Lotz, selbsternannter „freier Journalist, der für selbstständiges Denken und Meinungsfreiheit auftritt“, ist auf Twitter, YouTube und dem Kurznachrichtendienst Telegram tätig. Auf Twitter verzeichnet er 20.000, auf Telegram 65.000 und auf YouTube sogar 280.000 Abonnent*innen. Politisch sichtbar ist er seit ca. 2019, den ersten Artikel veröffentlichte er auf dem in den letzten Jahren zunehmend rechtsradikalen Blog Philosophia Perennis, der von dem ehemaligen Theologen David Berger betrieben wird. Berger sitzt im Vorstand der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.“

Quelle: Belltower.News

Broschüre mit Fehlinformationen einstampfen?

Ein klein wenig Recherche hätte ergeben, dass ich niemals im Vorstand der Stiftung saß, ja das Kuratorium, dessen einfaches Mitglied ich war, schon vor vielen Jahren verlassen habe. Kurzum, eine Fehlinformation. Auch was das „ehemaliger Theologe“ bedeuten soll, scheint mir rätselhaft (ich bin nach wie vor habilitierte Dogmatiker), während die Charakterisierung als „rechtsradikal“ durch diese Stiftung eher als Auszeichnung zu werten ist.

Soll ich nun die Stiftung, wie sie das bei mir einmal tat, auf Unterlassung verklagen? Das würde u.U. doch auch bedeuten, dass sie die ganze Auflage ihrer Broschüre nicht mehr vertreiben dürfte bzw, das Machwerk einstampfen müsste? Ratschläge von Juristen nehme ich gerne entgegen…

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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