(David Berger) Wer gestern die Pressemeldungen zu dem „Terrorakt“ bzw. „Vorfall“ in Münster verfolgte, der blieb am Endes des Tages schockiert zurück, schockiert über die Fahrlässigkeit, mit der Gerüchte verbreitet und dann von Linkspopulisten auf dem Rücken der Opfer instrumentalisiert wurden.

Auch nach dem heutigen Auftritt von NRW-Landesvater Armin Laschet und Innenminister Horst Seehofer in Münster wissen wir nur sehr Vages über den bzw. die angeblichen Täter des gestrigen Massakers.

Zunächst wurden von den beiden Unionspolitikern erst einmal die inzwischen schon bekannten Episteln der Betroffenheit über die Opfer und dann gleich über die, die angeblich den Vorfall instrumentalisieren wollten, aufgesagt.

Wer mit letzteren genau gemeint ist, blieb unklar. Vielleicht jene, die als der Name Jens gefallen war, in ihrer Häme über die AfD gar nicht mehr zu bremsen waren und der AfD unterstellten, sie habe vergeblich auf einen islamistischen Täter gehofft? Es waren jedenfalls diejenigen, die gestern am offensichtlichsten aus dem deutschen Pass des angeblichen Täters – unterstützt von ARD & Co – politisches Kapital schlagen wollten.

Um die Freude dann noch voll zu machen, ging der linkspopulistische „Tagesspiegel“ gleich noch mit dem Gerücht hausieren, der Täter habe Verbindungen in die rechte Szene gehabt.

Böse Zungen behaupteten daraufhin in den sozialen Netzwerken, dass ab diesem Zeitpunkt nicht gleich Feierstimmung, aber doch Gefühle der Genugtuung im politischen Lager aufkamen, das in Münster die Politik bestimmt.

Den Vogel schoss heute in diesem Zusammenhang aber NRW-Innenminister Herbert Reul ab, als er den Pressevertretern für die objektive, von jeder Gerüchtemacherei freie Berichterstattung dankte.

Es ist anzunehmen, dass das keine Ironie war, die zum intellektuellen Profil von Reul kaum passen dürfte.

Der Facebook-Blog „Ohne Umschweife“ konstatierte dazu gestern Abend treffend: „Heute gab es zur Thematik des Anschlages in Münster ein mediales Totalversagen! Wir nennen nur Aussagen von sogenannten seriösen Massenmedien:

Der Täter sei 26, 27, 46, 48, 49 Jahre alt und stamme aus dem Sauerland, dem Saarland, Niedersachsen und Münster.

Es handele sich um eine Beziehungstat oder eine rechtsradikale Tat und der Täter sei ein polizeibekannter Kleinkrimineller, der drogenabhängig war und daher Autoradios stahl. Davor und danach war er dann doch nicht vorbestraft. All diese Aussagen wurden getroffen, als weder Polizei noch Innenministerium irgendetwas davon bestätigt hatten.“

Und das ist für den Innenminister von NRW dann eine vorbildliche Berichterstattung? Alleine mit der Tatsache, dass sein Haussender der WDR ist, wird man solch eine Einschätzung nicht erklären können.

Was blieb von den Nachrichten der Mainstreammedien wenige Stunden später? Es gebe trotz akribischer Suche, so der Münsteraner Polizeipräsident Kuhlisch heute Vormittag „keinerlei Hinweise auf einen politischen Hintergrund“ der Tat, man müsse vielmehr davon ausgehen, „dass die Motive und Ursachen in dem Täter selber liegen“, ergänzte er reichlich kryptisch.

Also ein Einzeltäter, im übrigen ein bisschen polizeibekannt; aber alle Verfahren, die gegen ihn geführt wurden, wurden irgendwann eingestellt. Von psychischer Erkrankung ist nun auch nicht mehr die Rede, sondern nur noch von „Auffälligkeiten“ – was immer das heißen mag. Auch ein sehr dicker Mann mit Hasenscharte oder ein dünner mit hoher Stimme hat „Aufälligkeiten“. Eine solch schreckliche, angeblich geplante Tat, wie gestern begangen, dürfte das kaum erklären.

Achso, die verschiedenen Herkunftsangaben des  angeblichenTäters, die uns gestern von der ARD bis zur FAZ präsentiert wurden, werden nun damit erklärt, dass er gleichzeitig vier Wohungen (!) hatte: Zwei in Ostdeutschland und zwei weitere in Münster.

Kurzum, es soll sich bei dem vermutlichen Täter von Münster um einen „auffälligen Einzeltäter“ mit außergewöhnlich vielen Wohnungen ohne Vorstrafen und politische Motive gehandelt haben. Falls sich noch jemanden an den Namen erinnern kann, zeigt Jens R. doch auffällige Ähnlichkeiten mit dem angeblich rechtsextremen, nun wieder auf freiem Fuß befindlichen Bundeswehrmann Franco A.

Oder um doch noch die Reul fremde Ironie hier etwas zur Geltung kommen zu lassen: Bis auf das im Internet kursierende Video von der Festnahme eines lebenden Nichtdeutschen kurz nach dem „Vorfall“ in Münster, erklärt das, was uns heute präsentiert wurde, ja eigentlich alles völlig zureichend, was gestern passierte…

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