(David Berger) Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin bleibt auf einem erschreckend hohen Niveau. Nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) wurden im Jahr 2025 insgesamt 2197 Fälle dokumentiert – durchschnittlich sechs pro Tag. Damit liegt die Zahl weiterhin deutlich über dem Niveau der Jahre vor dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023.
Der aktuelle Jahresbericht beschreibt eine zunehmende Verrohung antisemitischer Äußerungen im öffentlichen Raum. Während zwischen 2018 und 2022 meist weniger als 1000 Vorfälle pro Jahr erfasst wurden, stiegen die Zahlen seit 2023 massiv an. Besonders häufig registrierte RIAS Vorfälle, bei denen Terror verherrlicht oder Gewalt gegen Juden gerechtfertigt wurde.
Beleidigt, bespuckt, niedergestochen
Zu den schwersten Fällen gehörte 2025 ein Messerangriff am Holocaust-Mahnmal in Berlin. Ein Tourist wurde dabei lebensgefährlich verletzt, nachdem ihn der Täter aus antisemitischen Motiven attackiert hatte. Der Angreifer wurde später unter anderem wegen versuchten Mordes verurteilt.
Neben dieser extremen Gewalttat dokumentierte RIAS zahlreiche weitere Übergriffe. Betroffene wurden beleidigt, bespuckt oder körperlich angegriffen. Auch Vorfälle im Alltag nahmen laut Bericht zu – etwa in Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln oder an Hochschulen. Viele jüdische Menschen berichteten, dass sie aus Angst auf sichtbare jüdische Symbole verzichten oder in der Öffentlichkeit kein Hebräisch mehr sprechen.
Besonders häufig traten antisemitische Vorfälle bei Hamas-Demonstrationen auf. Laut RIAS wurden 239 Kundgebungen mit antisemitischen Äußerungen oder Parolen registriert – mehr als je zuvor. Dabei seien oftmals israelfeindliche und terrorverherrlichende Aussagen miteinander verbunden gewesen. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass antisemitische Feindbilder zunehmend über den Begriff „Zionismus“ transportiert würden. Juden würden pauschal mit Israel gleichgesetzt, zudem komme es immer häufiger zu Vergleichen Israels mit dem Nationalsozialismus. Auch klassische antijüdische Stereotype seien wieder stärker sichtbar.
Vertreter jüdischer Organisationen und Berliner Behörden sehen darin eine dauerhafte Verschärfung der Lage. Sie fordern mehr gesellschaftliche Sensibilität und besseren Schutz für jüdisches Leben in Deutschland.
Islamisierung Deutschlands als Hauptursache
Ein wichtiger Aspekt scheint in der Debatte weiter sträflich vernachlässigt. Und zwar, welche gesellschaftlichen Entwicklungen den Anstieg antisemitischer Vorfälle begünstigen. Schon 2017 sorgte der Modedesigner Karl Lagerfeld mit klaren Äußerungen zur Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel international für Aufsehen. In einer französischen Fernsehsendung sagte Lagerfeld, Deutschland habe nach dem Holocaust nicht „Millionen der schlimmsten Feinde der Juden“ ins Land holen dürfen. Damit bezog er sich auf die Aufnahme vieler muslimischer Flüchtlinge seit 2015. Lagerfeld warf Merkel vor, zu viele Muslime aufgenommen zu haben, obwohl Deutschland bereits viele integrierte Einwanderer habe. Er vermutete außerdem, die Kanzlerin habe mit ihrer Flüchtlingspolitik ihr internationales Ansehen nach der Griechenlandkrise verbessern wollen.
Aber auch Constantin Schreiber kam in seinem Buch „Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“ nach Besuchen und Übersetzungen von Freitagspredigten in 13 deutschen Moscheen zu dem Schluss, dass dort antidemokratische, integrationsfeindliche und auch antisemitische Inhalte nichts Ungewöhnliches seien. Er berichtete von Predigten, in denen vor dem „westlichen“ Leben gewarnt, Juden und Jesiden diffamiert oder Demokratie und islamischer Glaube als unvereinbar dargestellt wurden.
Doch in Deutschland blieben diese Warnungen ungehört, Spiegel & Co betonten unaufhörlich, dass Antisemitismus weiterhin vor allem auch aus dem rechtsextremen Milieu komme… Eine folgenschwere Täuschung, die spätestens seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die darauf folgenden Reaktionen von Muslimen in aller Welt, endgültig nicht mehr haltbar war. Seither rückt auch die Rolle bestimmter migrantischer und islamistisch geprägter Milieus stärker in den Fokus. Bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Berlin wurden wiederholt antisemitische Parolen dokumentiert. Ermittlungsbehörden registrierten dabei Fälle von Judenhass, der mit dem Islam oder politisch mit dem Nahostkonflikt begründet wurde. Wer aber den in Deutschland immer mehr um sich greifenden Antisemitismus wirklich bekämpfen will, der muss sich dem Problem der Islamisierung unseres Landes endlich mutig stellen. Und möglichst rasch Abhilfe schaffen.
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