„Pride“- in der brandenburgischen Provinz

Der freie Journalist Björn Winter (aka Björn Banane) war am Freitag in der brandenburgischen Stadt Hohen Neuendorf, ca 25 km nördlich von Berlin, um über das Hissen der modifizierten Regenbogenfahne vor dem Rathaus zu berichten. Anlass für den Bericht war der „Pride“- Day, an dem plötzlich der gesamten „guten“ Welt einfällt, dass man doch Vielfalt leben und Toleranz für andere Mitmenschen aufbringen sollte. – Natürlich nur, wenn diese Menschen in das Weltbild der „Guten“ passen. Gastbeitrag von Kerstin Hohenstein.

Ich wurde in dieser Stadt geboren, wohne jetzt wieder dort und bin mir sicher, dass die meisten Leute hier keine Ahnung haben von der Bedeutung der neu zugesetzten Farben und Muster auf der Flagge bzw., es wissen wollen oder so etwas vor ihrem Rathaus sehen möchten. Auch die schwulen Männer aus meinem Bekanntenkreis nicht.
In der Stadtverordnetenversammlung sitzen zwei offen schwule Männer. Was diese dazu sagen, weiß ich leider nicht.

Warum hängt da eine Regenbogenfahne?

Natürlich stehen Minderheiten unter besonderem Schutz – aber ein Fahnenmast vor dem Rathaus vermag das wohl kaum zu schaffen.

Im Bericht geht es genau darum:

WARUM muss eine Stadt demonstrieren, dass sie zehn Prozent der Bevölkerung an diesem Tag hochleben lassen möchte, den Rest der Zeit sich aber den Teufel darum schert, ob „queere“ Menschen tätlich angegriffen oder beleidigt werden? Es sei denn, die Täter sind „Rechte“ und passen dann wieder in ihr verque(e)res Weltbild.

WARUM hängt dort die Regenbogenfahne, aber keine Flagge der Stadt, des Bundeslandes oder des Landes?
WAS will man uns damit sagen?

Der Bericht hat seine Längen zwischenzeitlich. Besonders interessant sind aber die Reaktionen im Rathaus (also, es GAB keine!!).

Vor dem Gebäude eine Aktivisten-Gruppe der Formation „Oberhavel ist bunt“, die gleich das Ordnungsamt oder die Polizei rufen wollte, als man ihnen eine Frage stellte…..
Ein Fahrzeug des Ordnungsamtes fuhr dann auf, parkte auf dem Behinderten-Parkplatz und man stellte infrage, ob Björn Winter sich auf öffentlichem Gelände befand und die dortigen Menschen filmen dürfe.

Die Ehre der Einwohner gerettet

Passanten haben sich kaum getraut, dazu etwas zu sagen. Eine junge Frau (wie sie selbst sagte mit Migrationshintergrund) fand es schlimm, dass keine Deutschlandflagge gehisst war. Danke, Sie haben die Ehre der Einwohner gerettet!

Nebenbei: Wie man im Video sehen kann, steht unser altes Rathaus noch. Daneben wurde ein hässlicher neuer Kasten für jede Menge Geld hin fabriziert. Der gesamte Vorplatz wurde betoniert und mit Steinen versehen. Früher gab es dort Blumenbeete, Sträucher und kleinere Bäume……Tja, so kommt es, wenn immer mehr „Grüne“ aus Berlin ins Umland auswandern und von anderen verlangen, ihre Sichtweisen zu übernehmen.

Übrigens, wer das Restaurant „Himmelspagode“ hier gleich neben dem Rathaus noch kannte: Es wird abgerissen und eine „schöne neue Wohnwelt“ mit mehrstöckigen Blöcken wird künftig die Stadt „verschönern“.

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PP-Redaktion
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