(David Berger) Zwei Wochen bevor diejenigen, die schon länger da sind, die jetzige Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder zu ihrer Bundeskanzlerin wählen sollen, scheint nun der Wahlausgang wieder offen.

Der Grund ist eine E-mail der DDR-Musterschülerin, die damals noch den Nachnamen Kasner trug. Vermutlich war auch dieser Name der Grund dafür, dass die Email nie für Aufsehen sorgte.

Denn die Wissenschaftler aus dem ehemaligen Stasi-Archiv konnten den Namen Kasner verständlicherweise nicht mit dem heutigen Nachnamen der Bundeskanzlerin, der von einem ihrer Männer stammt, zusammen bringen.

Vielleicht liegt es auch an der Sprache, denn die email ist auf russisch gehalten. Was nicht verwundert, denn Angela Kasner konnte mehrere Russisch-Olympiaden bis hin zur DDR-Ebene gewinnen.

In der E-Mail, die nachweislich von einem volkseigenen I-phone im Großraum Leipzig abgeschickt wurde, verweist Merkel auf ihre Mitgliedschaft in der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ), bedankt sich für ihren Studienplatz und versichert, dass sie sich auch nach der Zuteilung des Studienplatzes für Kernphysik als politisch zuverlässig erweisen wird.

Auch sichert sie zu, dass sie während ihres Studiums ihre Kenntnisse des Marxismus-Leninismus („ML“) wesentlich vertiefen und erweitern will. Zur Zeit arbeite sie an einer Schrift mit dem Titel

„Warum die antifaschistische sozialistische Lebensweise dem faschistischen System der BRD weit überlegen ist“ .

Inwiefern diese Schrift jemals erschienen ist, konnte ich nicht eruieren. Es soll aber auch Twittereinträge aus dem Zeitraum, in dem die mail verschickt wurde, geben, die Rückschlüsse auf diese Schrift erlauben.

Fraglich ist außerdem, ob die E-Mail wirklich, wie nun behauptet, das sozialistische Glaubensbekenntnis war, mit dem Kasner bzw. Merkel sich für ihre mehr als zehn Jahre währende Arbeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR für tauglich erklärte.

Wie Fachleute erklärten, könne man mit großer Sicherheit von einer Echtheit des Schreibens ausgehen, da es zwei Lach-Smileys mit Herzchen enthalte. Erst vor kurzem hatte die Kanzlerin in einer eigens einberufenen Pressekonferenz bekannt gegeben, welche ihre Lieblingssmileys sind.

Bei der CDU herrscht nun hellste Aufregung, zahlreiche Bundestagsabgeordnete bangen um einen Wiedereinzug in den Bundestag. Eine Freundin einer Grünenabgeordneten soll im Privatgespräch mit dieser gesagt haben:

„Wir haben doch nichts anderes gelernt, was sollen wir denn jetzt ohne einen Sitz im Bundestag machen?“

Größer ist freilich die Überraschung – besonders bei der CDU -, dass die Kanzlerin mit einem sozialistischen, antidemokratischen, der Bundesrepublik und ihrer Demokratie feindlich gesinnten System zusammen gearbeitet haben könnte.

Ist Merkel doch über die CDU hinaus für ihre klare Abgrenzung gegen linke Abweichler und für ihren konservativen, um die Glaubwürdigkeit unseres Rechtsstaates penibel besorgten Kurs bekannt.