Wird Saskia Esken Bundesbeauftragte für die „Omas gegen rechts“?

Im gewohnt elegant-scharfen Ton rechnet Frank Wahlig mit der politischen Elite in Deutschland ab. Im Mittelpunkt stehen Selbstversorgung, Machtarroganz und politische Abschottung, wie wir sie bei Joschka Fischer, Angela Merkel und Olaf Scholz finden. Besonders die geplante Kommission für Scholz ist Symbol eines Systems, das den eigenen Funktionären sichere Posten verschafft. So entsteht in Wahligs aktuellem Kontrafunkkommentar das Bild einer politischen Klasse, die mehr um ihre Privilegien als um die Probleme des Landes besorgt ist.

Die Not „unserer Demokraten“ ist groß. Jetzt tauchen sie wieder auf aus dem Nebel des Vergessens. Joschka Fischer, grantelnder Politrentner, mischt sich wieder ein. Früher kämpfte er um politische Teilhabe seiner Grünen und für sich selbst. Trotz Dachlattendrohung eines SPD-Politikers wurde er Minister. Jetzt kämpft Fischer gegen die politische Teilhabe der anderen, der AfD. Politische Verantwortung der AfD würde die CDU zerreißen, so Fischer. Das Land steht am Abgrund, und der feiste Fischer sorgt sich um eine Partei. Er sorgt sich um die Pfründe. Erst die Partei, dann ich, dann das Land. Fischer ist einer von „unseren Demokraten“. Gut im Geschäft mit Konzernen, reiche Politversorgung und Haus im besten Viertel Berlins. Er ähnelt einigen dieser Kirchenkapaune, die um ihre Pfründe fürchten, sollte die AfD Einfluss bekommen. Sie sind Elite und wollen diesen Status an Günstlinge weitergeben. Sie werden zur Predigt gebeten von ihresgleichen an den Schalthebeln der voll versorgten Medien. Diese Kapaune im Talar und Politiker im feinsten Tuch, sie wirken grotesk. Jeder auf seine Weise. Angela Merkel, wie sie einen EU-Fantasieorden entgegennimmt. Das Klatschpublikum herbeigeschafft. Man sieht ihre Fettleber, ihre Staatsrechnung für das, was sie für Schönheit hält. Das alles steht ihr zu. Scham und Peinlichkeit ist für diese Politelite eine wesensfremde Kategorie.

Jetzt ist Kurzzeitkanzler Olaf Scholz mit einem Versorgungsposten dran. Der große Rest seines Kabinetts ist bereits untergebracht. Scholz soll einer Kommission vorstehen. Diese Kommission soll sich mit dem globalen Süden und vor allem mit seinen Eliten befassen. Sie ist überflüssig und teuer. Auf diese Millionen kommt es bei der Abfindung des 67-Jährigen aber nicht mehr an. Das Land ist so klamm, da kann es auch Scholz and Friends noch aushalten. Aushalten – es gibt frische Posten für verdiente Leute. Scholz ist nur der glänzende Kopf an der Spitze. In Berlin leuchten bereits die Augen derjenigen, die hoffen, von Scholz mitgenommen zu werden. Eine Kommission ist ein krisensicherer Ort, wenn die Regierung zerbricht. Eine Kommission kann mit Aufträgen und Studien und Gutachten ganz viele politische Freunde versorgen. Es gibt bereits ein Entwicklungsministerium, es gibt ein Außenministerium, das Innenministerium befasst sich mit der Causa Migration, es gibt die Parteistiftungen, es gibt einen Bundesbeauftragten samt Entourage: Alle befassen sich mit dem globalen Süden. Aus der Regierung heißt es: Eine solche Nord-Süd-Kommission sei im Koalitionsvertrag vereinbart. Zumindest die lukrativen Beuteteile dieses Papiers lassen sich ohne Streit, ohne Bullshit umsetzen. Nur ein Auseinanderbrechen dieser Koalition könnte Scholz noch die Nobilitierung verhageln. Eine Minderheitsregierung auch unter einem Kanzler Merz hätte andere Sorgen. Deshalb die Eile. Deshalb noch Fakten schaffen. Es nützt nicht dem Land, es dient ausschließlich der Person des Rentners Scholz.

Es ist dieselbe Hybris wie die Verleihung von Fantasieorden für Merkel. Sie sieht mittlerweile aus wie ein KGB-Oberst auf der Empore des Lenin-Mausoleums: Blech vor dem Busen. Deutlicher kann dieser Raubzug der Eliten an Deutschland nicht ausgeleuchtet werden. Eine öffentliche Debatte wird nicht geführt. Auch das wirft ein Schlaglicht auf die Verfasstheit einer rot-grünen Presse. Wie wacklig es um die Koalition bestellt ist, macht ein Videoschnipsel von Scholz deutlich. Er lobt die Meinungsfreiheit in Deutschland. Die AfD werde aber für eine freie Debatte gar nicht gebraucht. Verstörend sei, so Scholz, wenn über eine Minderheitsregierung gesprochen werde. Die wäre dann von der AfD abhängig. Mit der AfD sei aber kein Staat zu machen. Was Scholz eigentlich meint, ist: Mit der AfD bekäme er diesen Superjob nicht. Während bei Rentnern gespart wird, schwelgen Scholz und Merkel, diese Politrentner, in ihrem demokratischen Feudalismus. Da redet jemand, der genau weiß, wie es um diese Regierung bestellt ist. Da schwingt Torschlusspanik mit. Und das zu Recht. Das Timing steht. Inthronisiert wird der Politrentner Scholz in Hamburg, während der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Land schaut dann woanders hin. Nicht auf die Superjobs von Scholz and Friends. War der UN-Job der feministischen Politikern Baerbock schon unverschämt, so ist der Job für Scholz der gelungene Raubzug. Wer fehlt noch in der Vollversorgung? Natürlich Saskia Esken, ehemals begabte Stimmensammlerin für die SPD. In Berlin wird davon gesprochen, dass Saskia Esken gute Chancen hat als Bundesbeauftragte für die „Omas gegen rechts“.

Frank Wahlig kommentiert heute deutsche Politrentner und deren bemerkenswerte Karriere nach der Karriere: https://t.co/d03cnrKER6 pic.twitter.com/OcuPAUT7aB

— kontrafunk (@kontrafunk) May 26, 2026


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PP-Redaktion
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