Abdallah, Hamza, Mohammed: Wer sind unsere Intensivtäter?

Abdallah, Meddina, Alaa, Hamza: So beginnt die von NIUS veröffentlichte Liste der 71 Bremer Intensivtäter. Die auffällige Häufung von Namen mit ausländischen Wurzeln wirft Fragen auf, denen sich die Politik stellen muss. Acht der Erfassten sind minderjährig, der Jüngste ist gerade einmal 15 Jahre alt.

Die Liste von Polizei und Staatsanwaltschaft datiert laut NIUS vom 29. Oktober. Das Portal nennt folgende Vornamen:

Abdallah, Meddina, Alaa, Hamza, Abdi Hassan, Mahmoud, Baldusani, Marvin, Miroslav, Brij Bhusan, Kadir, Leonid, Jason, Kilian Cedrik, Ibrahim, Louay, Elmedin, Igor, Esayas, Salamu, Tombong, Jerome Alexander, Ashkan, Khalil, Abdi Rahman, Xhejms, Omar, Yaser, Bashkan, Ramzan, Mutlu, Hussein Ali, Mert, Ibrahim, Sadiq, Khaled, Moses, Mohammed, Denislav, Borislav, Ramadan, Farhad, Qasem, Mohamed Hedi, Mourad, Mohammad Hussain, Jayson, Melih, Victor, Prijanth, Mohamed Alaa Eddine, Aslan, Adama, Andreas, Tim, Kevin, Florian, Özkan, Ousman, Alpha, Marco, Hossein, Abdullah, Ievgen, Hamza, Ibrahim, Patrick, Helmut, Ibragim, Pascal, Adnan und Samir.

Vornamen ersetzen selbstvertsändlich keine Herkunftsstatistik, sie werden aber in Zeiten praktisch verschenkter deutscher Staatsangehörigkeiten zu einem wichtigen Indiz. Sie sollte Anlass genug sein, von den Behörden belastbare Zahlen zu verlangen: zu Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund und Aufenthaltsstatus. Transparenz ist keine Zumutung. Wiederholte Kriminalität ist eine Zumutung für die Opfer. Dabei bezeichnet „Intensivtäter“ keine bloße Bagatelle: Nach einer Bremer Senatsauskunft werden grundsätzlich Personen erfasst, denen mindestens fünf Gewalt-, Rohheits- oder Eigentumsdelikte innerhalb eines Jahres vorgeworfen werden; weitere Kriterien kommen hinzu. Die Einstufung bedeutet nicht, dass sämtliche Vorwürfe rechtskräftig abgeurteilt sind.

Nicht nur Bremen braucht Konsequenzen: schnelle Verfahren, wirksame Sanktionen und bei ausländischen Straftätern die konsequente Durchsetzung rechtlich möglicher Abschiebungen. Wo Integration scheitert und Menschen wiederholt straffällig werden, helfen keine beschönigenden Sprachregelungen. Begriff und Sache Remigration müssten zu dem werden, was in anderen Zusammenhängen immer wieder als Staatsraison bezeichnet wird.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie und Theologie des Mittelalters. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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