Mamdani: Lachen am Ground Zero

Während am Ground Zero die Namen der fast 3.000 Opfer des islamistischen Terrors vom 11. September verlesen werden, Angehörige trauern und ein Mann weinend über dem Memorial zusammenbricht, zeigt die Kamera New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani und Alexandria Ocasio-Cortez lachend miteinander.

Es sind Bilder von einer kaum erträglichen Geschmacklosigkeit. Niemand verlangt von Politikern, während einer mehrstündigen Zeremonie eine Trauermiene zu inszenieren. Aber es gibt Augenblicke, in denen Haltung, Selbstbeherrschung und ein elementares Gespür für die Würde des Ortes selbstverständlich sein sollten. Ground Zero am Jahrestag von 9/11 ist ein solcher Ort.

„Hey, at least he didn’t yell ‘Allahu Akbar’ while he was at it“

Besonders bitter wirkt die Szene vor dem Hintergrund dessen, woran dort erinnert wird: Fast 3.000 Menschen wurden von islamistischen Terroristen ermordet. Während ihre Namen verlesen werden, sollte für politische Selbstdarstellung, Smalltalk und fröhliche Begegnungen schlicht kein Raum sein. Dass die Bilder in den USA Empörung auslösen, überrascht deshalb nicht. Sie werden zum Symbol einer politischen Klasse, die selbst dort noch erschreckend selbstbezogen wirkt, wo Schweigen und Respekt die einzig angemessene Sprache wären.

Gerade bei Mamdani bekommt die Szene eine zusätzliche politische Brisanz. Ein Bürgermeister, dessen politische Karriere immer wieder von demonstrativer Nähe zu islamistischen Milieus und einer auffälligen Nachsicht gegenüber deren Ideologie begleitet wird, hätte am Ground Zero besonderen Anlass zu äußerster Zurückhaltung. Ausgerechnet dort lachend von den Kameras eingefangen zu werden, ist daher mehr als eine Frage schlechter Manieren: Es ist ein Bild von geradezu grotesker Symbolkraft.

Ein New Yorker, der regelmäßig PP liest, hat mir gestern dazu geschrieben: „Hey, at least he didn’t yell ‘Allahu Akbar’ while he was at it: Wir sind ja schon froh, dass er nicht auch noch ‚Allahu akbar geschrien hat“ – In solch dunklen Zeiten wird man halt bescheiden.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie und Theologie des Mittelalters. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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