Ein Gastbeitrag von Matthias Rahrbach

Viele Menschen wissen meiner Erfahrung nach nicht, wie der Büchermarkt funktioniert und wie viele Verteidigungslinien er zusammen mit der übrigen Medienlandschaft gegen unbequeme Schriften aufgebaut hat. Bücher, die gegen den Strom geschrieben sind, erscheinen oft gar nicht erst, denn kein Verlag will sie haben. Ob sich ein Buch verkauft, hängt ganz stark von der Werbung ab, die dafür gemacht wird. Doch um ein Buch zu bewerben, braucht man Medien, die mitspielen, die darüber berichten, die nichts totschweigen und auch keine Bestsellerlisten manipulieren. Man braucht Buchhandlungen, die keine unbequemen Schriften boykottieren. Ebenfalls kann es hilfreich sein, an Buchmessen teilzunehmen, wo nicht die Polizei für Ordnung sorgen muss und wo keine Verleger zusammengeschlagen werden.

Falls ich Sie gerade schockiere: Ja, ich spreche von Deutschland, von dem Land, in dem Begriffe wie „Einigkeit“, „Recht“ und „Freiheit“ in der Nationalhymne vorkommen. Und ich spreche wirklich von der Bücherbranche, die doch eher einen guten Ruf hat, als seriös gilt. Schließlich ist doch das Buch ein „Kulturgut“ und hat etwas mit „Bildung“ zu tun, deshalb werden auf Printbücher ja auch nur 7% Mehrwertsteuer erhoben.

Zu tätlichen Angriffen auf Verleger am Rande einer Buchmesse, zu manipulierten Bestsellerlisten und Buchhandlungen, die bestimmte Bücher boykottieren, brauchen Sie nur täglich die alternativen Medien zu lesen. Ich möchte Ihnen nun meine eigenen Erfahrungen als Buchautor und Selbstverleger vorstellen.

Als ich anfing, mein feminismuskritisches Buch zu schreiben, in dem ich auch die Genderideologie ganz offen kritisiere, wusste ich bereits, dass andere feminismuskritische Autoren sehr große Probleme hatten, überhaupt einen Verlag zu finden. Das ist kein Wunder: Verlage lehnen ein bestimmtes Buch nicht nur deshalb ab, weil sie keine Gewinnerwartung haben und nicht damit rechnen, dass es die nötigen Investitionen wieder einbringt, sondern auch aus politischen Gründen. Verlage sind nämlich nicht nur kommerzielle, sondern de facto auch politische Einrichtungen; es sind Meinungsmacher.

Meinungsfreiheit ist bekanntlich die Freiheit von vielleicht 200 größeren Verlagen, ihre Meinung zu publizieren. Und natürlich gehören Verlage mit zur Medienlandschaft, und die ist größtenteils fest in der Hand von „denen da oben“, also von den eigentlichen Machtinhabern in Politik und Wirtschaft. Und die wollen nicht ein gut informiertes, selbstständig denkendes Volk, in dem mündige Mitbürger sich aktiv in die öffentliche Meinungsbildung einbringen, sondern sie wollen Untertanen, die das denken, was man ihnen zu denken vorgibt, gleich einer Schafherde, die in die „richtige“ Richtung läuft und dabei ja nicht rebellisch blökend auf „Abwege“ gerät. Und damit die „Schäfchen“ schön brav im vorgegebenen Meinungskorridor bleiben, sollen sie vieles besser erst gar nicht wissen – außer natürlich, wie man beim Geschoren- und Geschlachtetwerden schön stillhält.

Da jedenfalls Selfpublishing ohnehin „in“ ist und ich damit die erste Verteidigungslinie der Branche umgehen konnte, entschloss ich mich, mein Buch im Selbstverlag herauszubringen. Ich bot es erst gar keinem Verlag an, zumal Verlage bei Neulingen unter den Autoren ohnehin schon aus rein kommerziellen Gründen eher ablehnend sind. Schließlich kann man das Buch eines Promis viel besser bewerben als das Buch eines Unbekannten. Mit dem „Kulturgut Buch“ hat die Branche es eher nicht so, sie gleicht vielmehr der Musikbranche, mit „Charts“, die hier „Bestsellerlisten“ heißen, und dem „Wer-hat-dem-wird-gegeben“-Prinzip bei der medialen Aufmerksamkeit.

Jedenfalls brachte ich 2016 mein Buch erst einmal nur als Printbuch heraus und musste es nun bewerben, denn wer nicht wirbt, stirbt. Ich wusste durch meine Recherchen zum Buch, dass mich die (Mainstream-)Medien totschweigen würden. Also konzentrierte ich mich auf die Bloggerszene und die alternativen Medien. Da das alleine aber kaum reicht, um ein Buch erfolgreich zu bewerben, ist man manches Mal darauf angewiesen, Werbung in etablierten Einrichtungen zu buchen. Immerhin konnte ich zum Beispiel eine Anzeige im bekannten „Buchjournal“ buchen. Als ich jedoch zusätzlich auch auf deren Facebookseite Werbung buchen wollte, teilte man mir mit, dass dies nur für Wohlfühlbücher in Frage käme.

Ich machte ein Marketingexperiment nach dem anderen. 2016 warb ich auch auf Facebook, also richtig mit dem Werbeanzeigenmanager und für Geld. Eine meiner Anzeigen wurde dort nicht freigeschaltet, da der biologische Fachbegriff „Sexuelle Selektion“ darin vorkam. Pornographie (!) und sexuelle Inhalte (!) seien in der Werbung nicht erlaubt, hieß es. Also tilgte ich diesen Begriff und durfte werben. Man halte davon, was man will.

Auf Facebook warb ich auch durch Postings, und zwar rund ein Jahr später. Doch leider war nun das Netzwerkdurchsetzungsgesetz beschlossene Sache. Dass dieses Gesetz nicht ehrlicherweise „Zensurgesetz“ heißt und direkt nach dem „Ehe-für-alle“-Ablenkungsfeuerwerk beschlossen wurde, spricht nicht gerade für die etablierten Parteien.

Als dort zum ersten Mal ein Posting von mir im Spamordner verschwand, hatte ich einen Vertreter der Genderideologie kritisiert, nämlich Herrn Heinz-Jürgen Voss. Dieser hatte in einem Interview für das Online-Magazin Chrismon u.a. Folgendes zu den Geschlechtern geäußert:

„Bis in die 1920er Jahre sprach man von Geschlechtervielfalt. Mit den Nazis kam die Theorie einer weitgehend klaren biologischen Zweiteilung, die auch immer noch im Biologiestudium vermittelt wird, obwohl die aktuelle Forschung längst weiter ist.“

Ich garantiere Ihnen, ich habe dort nichts Hasserfülltes dazu geschrieben, ich war sachlich und berief mich nur auf die angeblich diesbezüglich noch nicht entnazifizierte Biologie. Eine Falschmeldung war es auch nicht, denn ich kann mich auf mehrere Biologieprofessoren und namhafte Fachliteratur berufen. „Fake News“ stellen meines Erachtens eher die Ausführungen von Herrn Voss da. Immerhin behauptet er hier allen Ernstes, man habe vor dem Nationalsozialismus an Geschlechtervielfalt geglaubt, also auch z.B. in der Kaiserzeit unter Wilhelm dem II. oder im Mittelalter.

An diesem Beispiel sieht man gut, dass „Hate Speech“ und „Fake News“ nichts weiter als Ausreden unserer Eliten sind, um zensieren zu können. Denn offen von „Zensur“ sprechen geht natürlich nicht, weil besagten „Schafen“ sich dann ja der „Pansen“ umdrehen würde und die Herde anschließend lauthals blökend unkontrollierbar durch die Gegend rennen würde, anstatt weiter brav ins Schlachthaus zu trotten.

Offenbar brauchen die Vertreter der Genderideologie die Zensur, um ihre Ideologie und ihre gutbezahlten Posten zu retten. Wer schon beim Begriff der Zweigeschlechtlichkeit im Geiste die braunen Bataillone aufmarschieren sieht, wird in einer freien Diskussion nicht bestehen können. Es kann natürlich sein, dass Herr Voss selbst weiß, dass die Zweigeschlechtlichkeit nichts mit Nationalsozialismus zu tun hat – aber dann auch, dass er die Nazikeule braucht, um seine Weltanschauung zu verteidigen. Denn stichhaltige Argumente hat er offenbar keine.

Jedenfalls warb ich auf Facebook weiter, und immer wieder verschwanden Postings von mir im Spamordner. Auf einmal konnte ich mich in Facebook nicht mehr einloggen, da mein Account gesperrt sei; von „Gemeinschaftsstandards“ war die Rede.

Ich warb vor allem weiter in den alternativen Medien. Neulich habe ich die E-Book-Version meines Buches herausgebracht, um meinem Buch eine weitere Verbreitung zu ermöglichen.

Als ich GMX fragte, ob ich bei Ihnen werben könnte, schienen sie erst einverstanden zu sein. Als ich das Werbematerial fertig erstellt hatte, kam dann im letzten Moment noch eine Absage. Für Bücher zu solchen Themen könne ich nicht bei ihnen werben. Die entsprechende Richtlinie sei neulich noch verschärft worden. Fragen zur Richtlinie wurden mir nicht beantwortet.

Ich kann mir aber denken, um was es geht. Nicht umsonst schrieb ich in meinem Buch:

„Feministinnen und Vertreter der Genderideologie wollen bestimmte Meinungsäußerungen und Literatur zum Feminismus verbieten? Aber ja: Die EU will (oder wollte zumindest) „konkrete Maßnahmen“ ergreifen, um „Intoleranz“ zu bekämpfen, gerade in Sachen „Rassismus, Vorurteile wegen der Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, ‚Anti-Feminismus‘ und Homophobie“. Es ist diesbezüglich sogar vom „Eliminieren“ dieser Phänomene die Rede. Es soll bereits als „Verleumdung“ gewertet werden, wenn man sich über die entsprechenden Menschengruppen lustig macht. Es sollen „neue Behörden“ eingerichtet werden, um das Gesetz durchzusetzen, und Verstöße gegen das Zwangstoleranzgesetz sollen nicht als „einfache“, sondern als „qualifizierte“ Straftaten gelten. Der Inhalt dieses Gesetzes soll schon in Grundschulen zum Unterrichtsstoff werden, und Radio und Fernsehen sollen mithelfen, ein „Klima der Toleranz“ zu verbreiten.“

Natürlich gibt es Mainstreammedien, die im vorauseilenden Gehorsam bzw. weil ihre Besitzer selbst zu den eigentlichen Machtinhabern in der Politik und im Finanzadel gehören, entsprechende interne Richtlinien erarbeiten, die auch so in der Art sind. Kritik am Feminismus? Das sollte doch ohnehin zur Straftat gemacht werden. Na, dann brauchen wir es als seriöses Unternehmen ja auch nicht freizuschalten.

Interessant ist übrigens, dass GMX in seinen Werbespots mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“ und entsprechenden Slogans wirbt:

https://www.youtube.com/watch?v=md02xyvWRRU

Aber mir kommt diese Welt in den letzten Jahren häufiger so vor, als wäre die Realität nun eine Parodie auf die Simpsons und nicht länger umgekehrt.

Eines ist jedenfalls sicher: All diese Maßnahmen sind wesentlich effektiver als jede Bücherverbrennung. Und sie sind viel „leiser“, erregen kein Aufsehen, und viele Menschen sind sich gar nicht darüber bewusst, wie viele Bücher im Land „verbrannt“ werden.

Ich bin mal gespannt, wann die ersten Bücher verboten werden, weil sie „Hate Speech“ oder „Fake News“ enthalten – so in der Art wird das dann nämlich heißen, wenn es so weit kommen sollte.

Wer mein Buch haben will, sollte es sich kaufen, solange es noch legal ist. Lesen Sie, was Sie nicht lesen sollen. Seien Sie kein „Schaf“, sondern ein „Wolf“ – oder wenigstens ein „Wildschaf“, das sich keinem „Hirten“ unterordnet.

Die E-Book-Version meines Buches kostet bis zum 3011.2018 nur 3,99€ (statt regulärer 9,99€), das Original-Printbuch 26,90€.

Mehr Informationen und Bestellmöglichkeit direkt bei mir (versandkostenfrei) hier

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