Platon, das Abendland und die katholische Kirche: Wer bewahrt die Grundlagen unserer Kultur?

Was hält eine Kultur im Innersten zusammen? Sind es Gesetze, Institutionen und politische Macht – oder braucht jede dauerhafte Zivilisation eine gemeinsame Vorstellung von Wahrheit, Gut und Böse? Diesen grundlegenden Fragen geht unser langjähriger Gastautor Ed Piper in seinem neuen Video nach. Ausgangspunkt ist Platons berühmtes Höhlengleichnis und dessen Bedeutung für das abendländische Denken.

Besonders interessant ist dabei Pipers Blick auf die katholische Kirche. Sie erscheint als jene geschichtliche Kraft, die wesentliche Einsichten der antiken Philosophie aufnahm, bewahrte und in eine lebendige, über Jahrhunderte wirksame Kultur übersetzte. Liturgie, Kirchenjahr, Sakramente, Kunst und Architektur werden dabei als Ausdruck einer Ordnung sichtbar, die weit über das bloß Politische hinausreicht.

Natürlich erschöpft sich das Christentum nicht in seiner kulturellen Funktion, ebenso wenig lässt sich die Kirche auf eine Fortsetzung des Platonismus reduzieren. Gerade aus katholischer Sicht stellen sich hier weiterführende Fragen nach dem Verhältnis von Vernunft und Offenbarung, Kultur und Wahrheit. Doch genau darin liegt auch der Reiz dieses gedankenreichen Videos: Es lädt dazu ein, über die geistigen Fundamente des Abendlandes nachzudenken – und darüber, was geschieht, wenn eine Zivilisation diese Fundamente preisgibt.


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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie und Theologie des Mittelalters. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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