„Das Leben zur Hölle machen“: „Antifa“ ruft zu Aktionen gegen NIUS und Apollo News auf

In einem neuen Aufruf auf der linksextremen Plattform Indymedia werden Linksfaschisten dazu aufgefordert, gegen die Redaktionen von NIUS und Apollo News in Berlin-Kreuzberg vorzugehen. Besonders brisant: Die Verfasser fordern ausdrücklich, die Journalisten auch nach Feierabend zu beobachten und „aktiv“ zu werden.

Die Eskalation gegen unliebsame Medien, die sich bereits in Erfurt auf krasse Weise zeigte, geht in eine neue Runde. Auf der linksextremen Plattform Indymedia ist ein anonymer Aufruf erschienen, in dem NIUS und Apollo News als Zielscheiben linker Terroristen benannt werden. Unter der Überschrift „Nius, Apollo News und jetzt die AfD?? Nazis aus Kreuzberg vertreiben!“ werden Gleichgesinnte dazu aufgefordert, sich zusammenzuschließen und gegen die beiden Redaktionen vorzugehen.

In dem Text ist davon die Rede, den betroffenen Journalisten „das Leben zur Hölle zu machen“. Die Autoren rufen dazu auf, zu recherchieren, „wo sie sich nach Feierabend hinbegeben“, und erklären wörtlich: „Jede Aktion ist notwendig.“ Zugleich wird angekündigt, Informationen über die Standorte der Redaktionen zu sammeln und weitere Maßnahmen zu koordinieren.

Gewalt soll gesteigert werden

Bemerkenswert ist auch die positive Bezugnahme auf die Übergriffe gegen Journalisten am Rande des AfD-Bundesparteitags in Erfurt. Dort heißt es, zwei Betroffene hätten eine „antifaschistische Belehrung mit ein paar Schellen“ erhalten – eine Formulierung, die tätliche Angriffe verharmlost und glorifiziert. Motiviert ist dieses Prahlen mit der Gewalt in Erfurt auch durch die Tatsache, dass trotz zahlreicher Bildaufnahmen der mutmaßlichen Täter bis heute keine Festnahmen bekannt geworden sind.

Der neue Gewaltaufruf steht nicht isoliert. Bereits vor wenigen Tagen waren die Redaktionsräume von Apollo News Ziel einer Attacke geworden. Damals wurden nach Angaben des Mediums das Türschloss mit Sekundenkleber unbrauchbar gemacht und Graffiti sowie Aufkleber mit Aufforderungen zur Vertreibung der Redaktion angebracht.

Der aktuelle Aufruf verschärft die Lage weiter. Während in Deutschland regelmäßig vor Angriffen auf die Pressefreiheit gewarnt wird, geraten ausgerechnet jene Journalisten ins Visier linksextremer Gruppen, deren Berichterstattung politisch missfällt. Sollte der Staat diese offenen Einschüchterungsversuche erneut unbeantwortet lassen, wäre dies ein fatales Signal für die Freiheit der Presse.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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