
(David Berger) In Berlin-Kreuzberg demonstrieren derzeit linke Aktivisten mit einem sogenannten „Fahrradkorso“ vor den Redaktionsräumen des Nachrichtenportals Apollo News. Zu der Aktion hatte unter anderem das linksextreme Portal Indymedia mobilisiert. Nach Angaben der Veranstalter richten sich die Proteste gegen angeblich „rechte Medien“, denen „Rassismus“, „Antifeminismus“ und „Queerfeindlichkeit“ vorgeworfen werden.
Besonders bemerkenswert: Ziel der Aktion ist offenbar nicht nur Kritik an journalistischen Inhalten, sondern ausdrücklich die Forderung, dass Apollo News seinen Standort in Kreuzberg wieder verlassen solle. Der Korso führte vom Büro des Medienportals Nius zu den neuen Redaktionsräumen von Apollo News.
Zuvor hatte die taz schon gehetzt: „Kreuzberg wird zum Mekka für rechtspopulistische Medien. Schon seit einer Weile hat sich in den Aquahöfen in der Ritterstraße Julian Reichelts Portal „Nius“ breitgemacht. Nun ist auch „Apollo News“ in dem Bezirk gelandet, der für Rechte eigentlich selbst ernannte No-go-Area ist. Die Redaktion des neurechten Portals „Apollo News“ ist bereits im April von ihrem bisherigen Sitz in der Mengerzeile in Alt-Treptow in einen Hinterhof in der XXX gezogen.“
„Wir sind entschieden hierzubleiben.“
Apollo-Chefredakteur Max Mannhart wertete die Aktion als „Einschüchterungsversuch“ und stellte klar: „Wir sind entschieden hierzubleiben.“
Der Vorgang wirft erneut Fragen zum Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland auf. Während ständig von Vielfalt, Toleranz und demokratischem Diskurs die Rede ist, scheinen manche politische Aktivisten gerade jene Medien aus bestimmten Stadtvierteln verdrängen zu wollen, deren Ansichten ihnen nicht gefallen. Wer glaubt, politische Debatten durch Druck auf Redaktionen oder öffentliche Einschüchterung entscheiden zu können, offenbart vor allem eines: mangelndes Vertrauen in die Kraft der eigenen Argumente. Und der Vorfall zeigt wieder deutlich, dass es keine Gruppe in Deutschland geben dürfte, die faschistischer ist als die sog. „Antifa“ im Verein mit der Linkspartei.
„Was für Idioten!“
Der Journalist und Buchautor Philip Plickert brachte seine Einschätzung der Aktion in den sozialen Medien auf eine knappe Formel: „Was für Idioten!“ – ein Kommentar, der die Reaktion vieler Beobachter wohl treffend zusammenfasst.
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