Das Wahlprogramm für die Bundestagswahl soll beim AfD-Bundesparteitag an diesem Wochenende in Dresden im Vordergrund stehen. Doch droht sich erneut der Streit um Personal- und Machtfragen in den Mittelpunkt des Parteitags zu schieben.

Die Wochenzeitung Junge Freiheit hat mit AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen vorab über die Lage der Partei gesprochen. Im Interview mit der JF erklärt Meuthen, dass die „vorgeblich heillose Zerstrittenheit“ der AfD nur konstruiert sei, um deren „Wählbarkeit zu diskreditieren.“

Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl brauche die AfD, allerdings wolle er diese per Mitgliederentscheid und nicht auf dem Bundesparteitag wählen lassen, so Meuthen. Vor der Bundestagswahl im September solle die AfD um die Nichtwähler genauso kämpfen, wie um die Wähler, die im Frühjahr von der AfD zur CDU, FDP und den Freien Wählern abgewandert seien. Wer meine, die AfD müsse sich nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz „in besonderem Maße dem prekären Milieu zuwenden“, der sei „auf dem Holzweg.“

Angesprochen auf die harsche Kritik, die aus Teilen der AfD nach Meuthens Bundesparteitagsrede in Kalkar 2020 laut wurde, betont der Parteivorsitzende gegenüber der JF: „Man kann nicht Everbody’s Darling sein. Das ist auch kein erstrebenswertes Ziel.“

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