Islamistischer Anschlag auf den CSD: Die Realität holt die links-queere Blase ein

(David Berger) Der mutmaßliche Täter ist wieder ein polizeibekannter Migrant, stammt nach Angaben der Berliner Polizei aus der islamistischen Szene und die Reaktionen der Politik klingen wie nach jedem Anschlag der vergangenen Jahre. Gespielte Anteilnahme ersetzt Verantwortung, Gutmenschen-Floskeln ersetzen Ursachenforschung. Ein Milieu, das seit Jahren die AfD als größte Gefahr für Homosexuelle bezeichnet und sich in Islam-Appeasement sowie Kuscheln mit den linken Importeuren von Migrantengewalt übt, steht nun vor den Folgen seiner Fehlorientierung.

Der Berliner Christopher Street Day endete am Samstagabend in einer Katastrophe. Gegen 22 Uhr fuhren ein oder mehrere Männer mit einem weißen Transporter im Bereich des Tiergartens in eine feiernde Menschenmenge. Nach bisherigem Stand kam mindestens eine Frau ums Leben, 16 weitere Menschen wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Das Tatfahrzeug prallte anschließend gegen einen Baum, der oder die Fahrer flüchtete(n). Der CSD wurde sofort abgebrochen, der Tiergarten weiträumig abgesperrt. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Islamist, polizeibekannt, aus Haft entlassen …

Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren. Nach Angaben der Berliner Polizei wurde der 21-jährige Abdul B.  (Foto l.) als Tatverdächtiger identifiziert. Eine Festnahme war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Zeilen jedoch noch nicht bestätigt. Über Tatmotiv, Tathergang und mögliche Hintermänner ermitteln die Behörden weiterhin. Aber es steht jetzt schon fest, was viele zunächst nicht auszusprechen wagten: Nach Angaben der Berliner Polizei gehört der identifizierte Tatverdächtige ist vorbestraft, gehört zur „islamistischen Szene“ Berlins und wurde erst im Mai aus der Haft entlassen.

In der Nacht kursierte noch ein Video der „Jungen Freiheit“, das die Verhaftung einer Person zeigt, die der Täterbeschreibung ähnelt. Der  RBB diskutiert die These, dass es ein Mittäter oder Beifahrer sein könnte. Auch von mehreren Männern, die mit Messern und Macheten herumliefen sowie von Personen mit Stichverletzungen ist in einzelnen Augenberichten die Rede. Die Polizei untersucht daher, ob der Fahrer nach dem Zusammenstoß ausstieg und anschließend mit einer Stichwaffe weitere Menschen angriff. Polizeisprecher Florian Nath bezeichnete dies ausdrücklich als mögliche „zweite Tatphase“. Fahnder haben in der Nacht eine Wohnung in Berlin Schöneberg durchsucht, aber den mutmaßlichen Täter dort nicht angetroffen.

Floskeln aus der Konserve

Und dennoch reagieren ausgerechnet die Politiker, die durch ihre Migrationspolitik und damit den Import von tausenden von Islamisten nach Deutschland die Tat erst ermöglicht haben, wieder mit den immer gleichen Textbausteinen. Kai Wegner spricht von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“, Friedrich Merz versichert Aufklärung. Es sind Sätze, die nach beinahe jedem islamistisch motivierten Anschlag nahezu wortgleich zu hören sind. Anteilnahme ist notwendig. Doch sie ersetzt keine politische Verantwortung. Und die Mainstreammedien üben sich derzeit in Durchhalteparolen: „Die Antwort auf diesen Anschlag darf nicht Angst heißen!“ – titelt die Berliner Morgenpost.

Seit Jahren wird jede Warnung vor den Folgen einer unkontrollierten Migration und der Ausbreitung islamistischer Milieus reflexartig als Übertreibung oder gar als „rechts“ zurückgewiesen. Derselbe Berliner Senat, der einen Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit einführt, während die weltweite Christenverfolgung und die desolate Situation der Juden in Berlin weit weniger politische Aufmerksamkeit erhält, erklärt nun erneut, Berlin sei die „Stadt der Freiheit“. Doch Freiheit setzt Sicherheit voraus. Und mit der ist es endgültig vorbei. Der gestrige Anschlag reiht sich in eine Reihe zahlloser Übergriffe durch die Menschen, die einen Grünenpolitikerin als „Goldstücke“ feierte. Und hat inzwischen auch meinen Freundeskreis erreicht: Vier Tage vor dem gestrigen Anschlag war ein guter Freund von mir mit seinem Partner nachts in Friedrichshain unterwegs, als sie von einer Gruppe von Arabern brutal von hinten angegriffen, mit Tritten in den Rücken und später an den Kopf verprügelt wurden.

Ist die AfD schuld?

Symbolfoto CSD Köln

Man macht den Opfern wahrlich keine Freude, wenn man nun glaubt, aus Pietät die Ironie dieses Anschlags verschwiegen zu müssen. Über Jahre wurde der politischen Rechten und auch der Union, besonders aber der AfD vorgeworfen, die größte Gefahr für homosexuelle Menschen darzustellen. Und das wirkt bis zum heutigen Tag: Als längst durchgesickter war, postetet ein linksgrüner Account vor wenigen Stunden: „Das ist das Ergebnis von Hass, Hetze, Spaltung und Fehlinformationen der AfD Menschen wollen friedlich den CSD feiern – und dann rast jemand in eine Menschenmenge. Worte haben Folgen. Wer immer wieder gegen queere Menschen Stimmung macht, trägt zu dieser Tat bei.“ Ganz ähnlich klingen seit Jahren die Stellungnahmen von queeren Berufsaktivisten, allen voran die von Wegners Queerbeauftragten Alfonso Pantisano.

Auch wenn man es in diesen Kreisen gerne gesehen hätte: Es waren nicht Höcke und Weidel, die man auf dem CSD-Umzug zuvor noch als die schlimmsten Feinde von Homosexuellen dargestellt hatte, sondern ein polizeibekannter Migrant und fanatischer Moslem, der hasserfüllt mit einen Transporter in den CSD raste.

„Die queere Community hat Angst“, sagten die CSD-Organisatoren zu den Umfragewerten der AfD noch wenige Stunden vor dem Anschlag. Das zeigt, wie weit das queere Aktivistenmilieu sich inzwischen von der Wirklichkeit und den ganz normalen Homosexuellen entfernt hat. Innerhalb der LGBT-Szene müssen endlich die fatalen politischen Prioritäten der vergangenen Jahre aufgearbeitet werden. Wer islamistisch motivierte Homophobie aus Rücksicht auf integrationspolitische Empfindlichkeiten systematisch verschweigt, ja, die die sie benennen, teilweise seit mehr als 10 Jahren unerbittlich dämonisiert, macht eine eine ehrliche Debatte über die tatsächlichen Gefahren und Ursachen unmöglich und opfert die eigenen Leute auf dem Altar des Islam-Appeasements und linker Verkommenheit der queeren Szene – und das nicht erst seit gestern. Dass in derselben Szene in Berlin Sympathien für die terroristische Palästinenserszene und ein damit verbundener Antisemitismus fröhlich Urständ feiern, habe ich darüber hinaus hier immer wieder berichtet. Auch gestern musste die Polizei mehrmals gegen Gruppen im CSD-Zug vorgehen, die israel- und judenfeindliche Parolen grölten.

Gehen die queeren Demos gegen „Rechts“ nun weiter?

Was freilich der Fairness halber noch erwähnt werden muss: Die große Mehrheit Homosexueller fühlt sich durch diese kleinen fanatischen Aktivistengruppen schon lange nicht mehr vertreten. Umfragen zeigen, dass auch unter homosexuellen Männern in Deutschland die AfD inzwischen die meist gewählte Partei ist.

Ob die politische Linke und ihre queere Unterabteilung aus ihrem selbstgewählten Realitätsverlust erwachen, ihr Stockholmsyndrom therapieren lassen werden, halte ich für höchst fraglich. Dort haben sich toxische Einstellungen inzwischen so verhärtet, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass sie nach diesem islamistischen Anschlag unter dem Motto „Gegen Rechts“ wieder lautstark gegen die falschen Gegner demonstrieren wird. Bis zum nächsten Terroranschlag.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie und Theologie des Mittelalters. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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