Vier Jahre Kontrafunk: Das Radio des intellektuellen Gegenwinds feierte in Würzburg

(David Berger) Rund 1.000 Hörer, Förderer, Mitarbeiter und Freunde des Senders haben am Samstagabend in Würzburg den vierten Geburtstag des Kontrafunks gefeiert. Im Congress Centrum der mainfränkischen Metropole herrschte eine Stimmung, die man in der deutschen Medienlandschaft nur noch selten erlebt: Optimismus, Aufbruch und das Gefühl, Teil eines Projektes zu sein, das gegen den Strom schwimmt – und dabei immer mehr Menschen erreicht.

Der 2022 gegründete Sender versteht sich als „Stimme der Vernunft“ und als politisch und wirtschaftlich unabhängiges Radio für den gesamten deutschsprachigen Raum. Gegründet wurde der Kontrafunk vom Journalisten und Radio-Urgestein Burkhard Müller-Ullrich in der Schweiz. Aus einem zunächst von vielen belächelten Projekt ist innerhalb weniger Jahre eines der erfolgreichsten alternativen Medienangebote im deutschsprachigen Raum geworden.

Die Geburtstagsgala stand unter dem Motto „Radio kommt von reden“. Auf dem Programm standen Vorträge, Diskussionen und Gespräche mit prominenten Gästen. Angekündigt waren unter anderem Gloria von Thurn und Taxis, die Sängerin Julia Neigel, der Wirtschaftswissenschaftler Markus Krall, der Historiker Peter Hoeres und der Psychiater Raphael Bonelli. Auch zahlreiche bekannte Stimmen des Senders waren vor Ort.

Ein anspruchsvoller Radiosender, der große Säle füllt

Schmerzlich vermisst wurde allerdings Mattusek, der kurz vor Beginn der Veranstaltung auf Facebook traurig wissen ließ: „Meine Reise nach Würzburg endete hinter Hamburg mit kaputten Zylinderkopf und Abschleppen, Übernachtung im Hotel, Rückfahrt mit der Bahn an die Küste: Sorry liebe Hörer des Kontrafunk, hätte gerne mit euch den 4.Jahrestag gefeiert.“

Besonders bemerkenswert war die Größe der Veranstaltung. Noch vor wenigen Jahren galt die Vorstellung eines alternativen Radiosenders mit täglichem Vollprogramm als kaum realisierbar. Heute füllt der Kontrafunk große Säle und kann auf tausende treue Unterstützer bauen. Bereits die Jubiläumsveranstaltungen der vergangenen Jahre hatten gezeigt, dass sich rund um den Sender eine eigene Hörergemeinschaft gebildet hat.

Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ würdigte den Kontrafunk anlässlich seines Geburtstages als Teil eines „alternativen Mainstreams“. Gemeint ist damit eine Entwicklung, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schien: Während klassische Medienhäuser mit Vertrauensverlust und sinkenden Reichweiten kämpfen, gewinnen unabhängige Medienprojekte zunehmend an Bedeutung. Der Kontrafunk profitiert dabei von einem Publikum, das sich insbesondere seit den Corona-Jahren nach anderen Perspektiven und kontroverseren Debatten sehnt.

Nicht nur Radiosender, sondern mediale Heimat

Tatsächlich hat sich der Sender in vier Jahren von einem Experiment zu einer festen Größe entwickelt. Mit Sendungen zu Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erreicht er täglich Hörer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Frühjahr konnte der Sender zudem die 1.000. Ausgabe seines Nachrichten- und Magazinformats „Kontrafunk aktuell“ feiern – ein weiterer Meilenstein in seiner noch jungen Geschichte.

Die Feier in Würzburg zeigte vor allem eines: Der Kontrafunk ist längst mehr als nur ein Radiosender. Für viele seiner Hörer ist er zu einer medialen Heimat geworden – und zu einem Symbol dafür, dass sich auch außerhalb der etablierten Medienhäuser erfolgreiche journalistische Projekte entwickeln können. Vier Jahre nach dem Start scheint das Abenteuer Kontrafunk jedenfalls noch lange nicht zu Ende zu sein.

Hochkarätige Sonntagsrunde

Und hier können Sie die Sonntagsrunde, die gestern in Würzburg aufgezeichnet wurde, hören: Die Sängerin Julia Neigel, die Unternehmerin Gloria von Thurn und Taxis sowie der Ökonom und Buchautor Dr. Markus Krall diskutieren auf der Würzburger Jubiläumsgala zum vierjährigen Bestehen des Kontrafunks mit Burkhard Müller-Ullrich über das Verbot in Deutschland, deutsche Flaggen zu zeigen, weil sie „einschüchternd wirken“ könnten, über Donald Trumps Strategie gegenüber dem Iran, über die Fortschritte der Umvolkung in ganz Westeuropa, über die biblische Lehre, es gebe nur Mann und Frau, welche schon den deutschen Verfassungsschutz auf den Plan ruft, sowie über den vom US-Geheimdienst erbrachten Beweis, dass der behördliche Oberpropagandist der Corona-Zwangsmaßnahmen in den USA, Anthony Fauci, ein Lügner und Verschwörer ist.


Entdecke mehr von Philosophia Perennis

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

Trending

VERWANDTE ARTIKEL