(David Berger) Wenn an Fronleichnam die Monstranz durch die Straßen getragen wird und Katholiken öffentlich ihren Glauben an die Gegenwart Christi in der Eucharistie bekennen, erinnert dies an eine Zeit, in der Kirche und Gesellschaft noch enger miteinander verbunden waren. Umso größer war die Aufmerksamkeit, als wenige Tage vor dem Fest bekannt wurde, dass für den Besuch des Kölner Doms künftig Eintritt verlangt werden soll.
Die Entscheidung hat weit über die Domstadt hinaus eine Debatte ausgelöst: Geht es lediglich um notwendige Einnahmen zum Erhalt eines weltberühmten Bauwerks – oder steht dahinter ein tiefergehender Wandel im Selbstverständnis der Kirche? In einem vielbeachteten Kommentar wird die Einführung des Eintrittsgeldes als Symbol einer fortschreitenden Säkularisierung gedeutet und die Frage gestellt, ob der Kölner Dom noch in erster Linie Heiligtum oder zunehmend touristische Attraktion ist.
Hier dazu mein Kommentar, den Kontrafunk Aktuell dazu heute gesendet hat:
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