Peinlicher Auftritt im Netz-Talk: Als Melanie Amann ins Straucheln gerät

(David Berger) Kein Gesicht dürfte so symptomatisch für den langjährigen Zustand des Spiegel-Journalismus stehen wie das von Melanie Amann, die viele Jahre für das Relotius-Magazin tätig war. Wer den Staatsfunk konsumiert konnte ihre attraktiv-sympathische, von einer tiefen Intellektualität und journalistischem Ethos geprägte Art bereits ausgiebig kennenlernen. Nachdem ARD und ZDF aber immer mehr an Relevanz verlieren, taucht sie nun auch in Formaten der neuen Medien auf. So etwa im Talk mit Harald Martenstein.

Besonders bemerkenswert hier ein Moment, in dem Martenstein sie auf eine falsche Aussage hinweist. Aber sehen Sie selbst. Unser Tweet des Tages von Stefan Homburg:

„Die erste Folge von Amann mit Ben stieß auf Interesse. Die zweite mit dem famosen Harald Martenstein könnte schon die letzte gewesen sein. Amann fehlen analytische Fähigkeiten und journalistische Distanz für „unframed” Gespräche. Analytische Fähigkeiten: Amann hat nie RKI-Zahlen oder RKI-Protokolle studiert, sondern tut diese als „verstrahlte Verschwörungstheorien” ab.

Elitenkonsens statt Fakten

Typisch für ihr juste mileu ist, dass man sich nie mit Fakten beschäftigt, sondern unreflektiert den Elitenkonsens nachbetet: Impfungen, Klima, Krieg … Journalistische Distanz: Amann fordert ein Verbot ganzer Landesverbände der AfD, weil die Partei Deutsche und Ausländer unterscheide. Dabei ist diese Unterscheidung fundamental für unser Grundgesetz und für jeden Staat der Welt. Außerdem ist es ihrer Ansicht nach verfassungswidrig, NGOs Subventionen zu streichen …

Der große Joachim Friedrichs forderte, ein Journalist dürfe sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten Sache. Amanns Agitation ist der klare Gegenentwurf hierzu. Köstlich, wie Martenstein sie bei einer handfesten Lüge ertappt, die sie dann sogar (als Versprecher) wiederholt, weil sie ihrem ideologischen Kaninchenbau nicht eine Minute entfliehen kann.“

Quelle:

Die erste Folge von Amann mit Ben stieß auf Interesse. Die zweite mit dem famosen Harald Martenstein könnte schon die letzte gewesen sein. Amann fehlen analytische Fähigkeiten und journalistische Distanz für „unframed” Gespräche.

Analytische Fähigkeiten: Amann hat nie RKI-Zahlen… pic.twitter.com/jPcFbpVFXM

— Stefan Homburg (@SHomburg) June 5, 2026

Michael Klonovsky dazu: „Melanie Amann behauptet im Gespräch mit Harald Martenstein, die AfD wolle „die Meinungsfreiheit abschaffen“. Beleg: „Sie will zum Beispiel die öffentlich-rechtlichen Medien abschaffen“ (ab Minute 25.00). Tatsächlich will die Schwefelpartei keineswegs die öffentlich-rechtlichen Medien abschaffen, sondern lediglich deren Zwangsfinanzierung. Sie will die dort beschäftigten Journalisten aus dem staatlichen Gesinnungsdienst befreien, sie zu freien, unabhängigen Journalisten emanzipieren und ihnen die Würde des finanziell auf-eigenen-Beinen-Stehens zurückgeben. Die AfD will die Meinungsfreiheit wiederherstellen.“

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie und Theologie des Mittelalters. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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