(David Berger) Können Sie sich noch an Holger Arppe erinnern? Wenn Sie wenig in den freien Medien unterwegs sind, dafür aber ein treuer taz-Leser und NDR-Zuschauer dann vermutlich nur unter einem Aspekt.

Im August 2017 taten NDR, taz & Co etwas, was in Deutschland bislang zu den absoluten journalistischen No-Gos gehörte.

Sie veröffentlichten angeblich von Herrn Arppe stammende private „Chatprotokolle“, in denen er sadistische und „sexistische“ Äußerungen gemacht habe.

Von auf der Hüpfburg vergewaltigten Kindern, die man dabei voll-urinieren werde und vergewaltigten Strichern die man töten und danach aufessen wolle, war die Rede.  

Sie ahnen schon: Herr Arppe ist nicht bei der SPD,  wie Johannes Kahrs oder den Grünen, wie Volker Beck oder bei den Jungen Grünen, die  ganz munter Werbung für die Legalisierung von Sex mit Leichen machen. Sondern er ist AfD-Politiker.

Und gegen die ist ja bekanntlich alles erlaubt: Der bessermenschliche Zweck heiligt auch noch die perfidesten Mittel und die perversesten Phantasien. Das sah man in ähnlicher Form an der Kampagne, für die die Fakenewsjäger von „Correctiv“ das Privatleben einer Politikerin der AfD in NRW ausspioniert und veröffentlicht hatten. Dabei ging man so skrupellos vor, dass ein Gericht „Correctiv“ stoppen musste.

Kurzum: Selbst wenn sich Arppe in privaten Chats so geäußert haben sollte, ist es schlicht perfide und juristisch mehr als fraglich,  diese zu veröffentlichen und journalistische Kampagnen darauf zu gründen.

Bis dato galt das auch als Ehrensache unter deutschen Journalisten und gilt für die Politiker links der CSU auch weiterhin. Auch für mich ist das eine eiserne Regel und deshalb schweige ich wie ein Grab zu den Sexphantasien der im weiteren Sinne linksgrünen Politiker, die ich während meiner Tätigkeit als Chefredakteur eines Homomagazins kennen lernen durfte.

Dass man sich in seiner „journalistischen Kreativität“ bei Arppe an typisch mittelalterliche Ritualmordlegenden im Zusammenhang der Judenpogrome  anlehnte, scheint keinem der Kämpfer gegen das Böse aufgefallen zu sein…

(Bild links: Ritualmordlegende an Simon von Trient (c) Hartmann Schedels Weltchronik (Nürnberg 1493), via Wikimedia Commons)

Aber es passt gut zu den ganzen an die Judenverfolgung im 3. Reich erinnernden Anti-AfD-Kampagnen von Kneipen, die statt mit dem Slogan „Wir kaufen nicht bei Juden“ mit dem Motto: „Kein Kölsch für Nazis“ usw. hausieren gehen.

Nun hat sich Arppe in einem Interview noch einmal selbst zu den Vorwürfen geäußert. Der Interviewer fragt ihn:

Du bist ja für manche mittlerweile zu einer „persona non grata“, zu einer unerwünschten Person geworden. Die Liste der Vorwürfe, die man dir zur Last legt, ist lang: Rassismus, Sexismus, Gewaltverherrlichung, Menschenverachtung, Aufruf zur Gewaltanwendung, pädophile und kannibalistische Phantasien. Wie stehst du heute dazu?

Und Arppe antwortet: „Das ist alles völliger Unsinn. Wer mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung in Bezug auf meine politischen Positionen intellektuell überfordert ist, der greift zu solchen Kampfbegriffen, weil in der heutigen Gesellschaft jede Debatte beendet ist, sobald die gegnerische Seite mit derlei Zuschreibungen in eins gesetzt wird.

Und da ich trotz aller Beschimpfungen und Diffamierungen nicht klein beigegeben habe, wurden die Unterstellungen immer drastischer.

In früheren Zeiten, wir denken mal an die Kießling-Affäre 1984, hätte es wohl ausgereicht, jemand als Homosexuellen zu denunzieren, um dessen politische Karriere zu beenden. Das geht heuer glücklicherweise nicht mehr. Also fährt man schärfere Geschütze auf.

Ich erinnere mich an eine Fernsehdokumentation über die perfiden Praktiken der DDR-Staatssicherheit, in der es um einen ehemaligen Bürgerrechtler ging, einen evangelischen Pfarrer. Die Stasi brachte in seiner Gemeinde gefälschte Fotos in Umlauf, die ziemlich eindeutig auf pädophile Neigungen hinzudeuten schienen.

Das hieß in der Fachsprache jener Zeit „Zersetzung“. Der Mann hatte Glück. Niemand glaubte dieser Kampagne. In meinem Fall versuchen linke Kräfte ganz eindeutig, homophobe Ressentiments anzusprechen, die in der Bevölkerung noch immer tief verankert sind, also der Schwule als potentieller Kinderschänder.

Das ist schon bizarr. Wahrscheinlich glaubt man, damit auch meinen Rückhalt in der Partei selbst zerstören zu können, denn in der linken Gedankenwelt sind konservative Bewegungen ja grundsätzlich schwulenfeindlich. Aber das stimmt nicht!

Die AfD ist keineswegs homophob und ich selbst musste eigentlich auch nie derlei Erfahrungen innerhalb unserer Partei machen. Im Gegenteil! Es engagieren sich sogar sehr viele Schwule und Lesben in der AfD.

Das ist unseren Gegnern selbstredend ein Dorn im Auge, alldieweil es den linken Alleinvertretungsanspruch für Homosexuelle konterkariert.“ Soweit der AfD-Politiker.

Nun könnte ich hier noch von allen möglichen Versuchen sprechen, auch bei mir (dessen homosexuelle Veranlagung ebenso bekannt ist, wie seine dem linken Faschismus abgeneigte Einstellung) ähnliche Nachrichten durch gezielte Provokationen zu produzieren. Aber das wird  Thema für einen anderen Beitrag sein…

***

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Tom+Hess
Gast

Also, wäre ich kannibalistisch veranlagt, wären drogenzersetzte, nur noch aus Haut und Knochen bestehende und mit allen möglichen Infektionserkrankungen gezeichnete Stricher wohl meine letzte Wahl.

Schon daran ließe sich eigentlich gut festmachen, dass das eher der Fantasie eines Anschwärzers entstammen muss. Dieses Land ist so dermaßen im Eimer …

trackback

[…] […]

Veronika
Gast
Veronika

Das Problem sind nicht jetzt homoerotische Empfindungen! Heterosexuelle hätten Möglichkeiten, die Homosexuelle nicht haben – zum Beispiel Kinder zeugen – und verzichten freiwillig darauf! Die Problematik besteht darin, dass unter dem Einfluss der Pornographie und der Prostitution normale Sexualität (inklusive Sehnsucht und Warten) zur Ausnahme statt zur Regel wird!

Jule
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Jule
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Und wieder werden Kinder (!) instrumentalisiert…

Erinnert mich fatal an die Kinderkreuzzüge … …. – deren Schicksal … nie aufgeklärt wurde.
Irgendwo ab Hafen Marseille „ verschwanden“ diese Kinder … …

Jule
Gast
Jule
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Mir persönlich ist es egal wer mit wem, wann – und im privaten Umfeld … , seinen Sex hat – solange es unter Erwachsenen (!) – und in Einklang, also beidseitiger Lust und beidseitigem Einverständnis passiert.
Wenn es um Kinder geht … werde ich „radikal“ … DAS geht gar nicht !!!
Aber … wahrlich kein neues Thema … Lustknaben … gab es in GR … wie auch im Islam … …

Jule
Gast
Jule

… Fortsetzung :
Aber genau das passierte – und passiert bis ins Heute … …

„Das Teilen und das Herrschen … – funktioniert schon seit ewig … bis in alle „Ewigkeit“ … …

Und ob Jahwe/Gott/Allah „Der Größte“ ist … weiß niemand … …. Denn keiner der „Höchsten „ wurde jemals leibhaftig für ALLE !! sichtbar. Sie sind … Illussionen.

Jule
Gast
Jule
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… Fortsetzung:
… nicht willig zeigt … erfährt sie als „Erlebende “ die Kraft … des „Herren“.
Dabei hätte der „Herr“ lediglich den Apfel der Verführung … … nicht annehmen brauchen …
Kain und Abel hätten als Brüder … nicht zu Rivalen werden dürfen …
Und die „ HEIL ige “ … Dreifaltigkeit … nicht in Judentum/Christenheit/Islam unterteilt werden dürfen !

Jule
Gast
Jule

Mich widert dieser ganze, rein sexistisch orientierte … Apparat… nur noch an !
Sex und Geld/Macht ist also der Antrieb …
Na dann … weiter so …
Entwicklung zwar in technischen Bereichen, aber im Grunde doch immer noch „Primaten“ mit einem starken Sexualtrieb. DAS ist der Mensch … dieses winzige, unwichtige Staubkorn im Universum …
Und wenn sich – zu unrecht „sündige“Frau nic

Dieparteihatimmerrecht
Gast
Dieparteihatimmerrecht

Ich kann mich noch erinnern, wie mir ein guter Bekannter glaubhaft erzählte, das im örtlichen Falkenheim (Die Falken – Sozialistische Jugendorganisation) Pornofilme mit Frauen und Hunden gezeigt worden wären. Das ist etwa 40 Jahre her. Wenn ich mir die Seelenkrüppel der Antifa anschaue glaub ich’s gern.

2erleiMaas
Gast
2erleiMaas

Sind Herrn Arppes private „Chatprotokolle“ real existent oder nicht?

Cloé
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Cloé

Natürlich wissen diese Verleumder das diese üblen Nachreden erfunden wurden bzw.da schlichtweg die Worte im Munde herumgedreht, bewußt falsch interpretiert werden / wurden. Das Ganze in der Hoffnung „etwas wird schon kleben bleiben“ oder „kein Rauch ohne Feuer“. Hat man bei mir unter Honecker probiert, inzwischen auch hier schon wieder. Nervt zwar, aber sehe ich locker und sportlich.

Sack
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Sack

Wie war das mit von deutschen Soldaten angeblich vergewaltigten Nonnen in den abhgehackten Kinderhänden in Belgien im 1. WK?
Auch da lief die Greuelpropaganda auf Hochtouren.

prügelknabe
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prügelknabe

Nur was ich selber denk und tu,traue ich auch andern zu.

maru
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maru

Erinnert mich an 1933 – wie so vieles in letzter Zeit. Die Nazis,also die echten:) haben das Gerücht verbreitet, die Juden würden Christenblut trinken.

Kannibalismus scheint also immer einer der Liebingsvorwürfe in der politischen VERLEUMDUNG zu sein – und rangiert noch weit vorm Kinderschänder.

Jürg Rückert
Gast
Jürg Rückert

„Juso frisst Kind!“ So soll Bild 1970 über die Jusos berichtet haben. Nichts Neues unter der Sonne, lediglich ein Polsprung.

Emma
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Emma

Tja, was soll man dazu noch sagen, mir fehlen die Worte !
Ich habe so oft das Gefühl ich sitz im falschen Film .

Werner
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Werner
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Das läuft doch alles nach dem Motto: Ich bin eine tolerante, gebildete, weltoffene Linke! Und wenn Du Dich nicht sofort vollständig meiner Meinung unterwirfst, bist Du ein rassistischer, frauenfeindlicher, schwulenfeindlicher, islamfeindlicher, ewiggestriger, gewaltbereiter, faschistischer, rechtsextremer, verhetzender Nazi Arsch. Diese Leute wollen keine Argumente, Meinungen reichen denen.

Freespeech
Gast
Freespeech

„intellektuell überfordert „. Und genau das ist der springende Punkt.
Heutzutage kann jeder Schreiberling bei einer Zeitung werden, sofern er das ABC beherrscht. Sorgfältige Recherche und unabhängige, unparteiische Berichterstattung sind zu Fremdwörtern mutiert. Man will, nein, man muss das Volk zum Untertänig- und Bravsein erziehen, möglichst, wie es die rotgrün versiffte Doktrin vorschreibt