(David Berger) Der angeblich liberale Papst Franziskus zeigt immer mehr ein ganz und gar nicht liberales Gesicht. Seit einiger Zeit leidet die katholische Kirche unter ideologischen und durch Eigeninteressen des Papstes geleiteten „Säuberungswellen“, die das wahre Gesicht dieses Papstes zeigen: Eines Papst-Diktators.

Die Wut, die den Papst sein Anfang dieses Jahres leitet, geht vermutlich auf die Dubia zurück, die einige Kardinäle – darunter auch der im Sommer verstorbene Kölner Kardinal Meisner – dem Heiligen Vater hinsichtlich moralischer Fragen in seinem Schreiben „Amoris Laetitia“ vorgelegt haben. Dabei geht es vor allem um die Unauflöslichkeit der Ehe.

Mit dem Tod Joachim Kardinal Meisners verlor Franziskus seinen wichtigsten, weil einflussreichsten und nicht mehr auf Karriere bedachten Gegenspieler. Seither hat der US-Kardinal Burke diese Stelle eingenommen. Der den Traditionalisten nahe stehende Burke war Franziskus stets ein Dorn im Auge.

Schon 2014 hatte Franziskus Burke vom Posten als Präfekt der Apostolischen Signatur absetzt und zum Patron des Souveränen Malteserritterordens gemacht, – was man durchaus als „Strafversetzung“ ansehen kann.

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Aber selbst dieses Amt gönnte ihm der mit extrem autoritärer Hand regierende Papst nicht. Im Zusammenhang mit den Differenzen rund um den Souveränen Malteserritterorden hatten der damalige, vom Papst verantwortliche Großmeister Mathew Festing (Foto links (c) Aquilachrysaetos via Wikimedia Commons) und Franziskus selbst eine Idee, wie sie ihre gemeinsamen Interessen zur Zufriedenheit beider lösen konnten. Die „Freie Welt“ schreibt:

„Anfang des Jahres 2017 forderte dann Franziskus den Großmeister Fra. Matthew zum Rücktritt auf – wobei dieser von oberster Stelle aus die Schieflage des Ordens berichtigen wollte.

In einem persönlichen Gespräch zwischen Franziskus und Festing soll der Papst dann Festing darum gebeten haben, Kardinal Burke für alle „Missverständnisse“ verantwortlich zu machen und dieses schriftlich festzuhalten“.

Nachdem dieser seine Schuldigkeit getan hatte, konnte auch er gehen. Der Papst hatte zwei ihm unangenehme Würdenträger aufeinander gehetzt, um sie dann beide zu „entsorgen“. Und auch noch dem eng mit der Geschichte einer Catholica aus besseren Zeiten verbundenen, sehr finanzstarken Orden konnte er so nachhaltig schaden.

Cardinal_Burke_Ordinations

Als Zwischenlösung wurde „ein Leutnant gewählt und Kard. Burkes Einfluss auf den Orden wurde vom Heiligen Stuhl stillgelegt, indem Erzbischof Giovanni Becciu als Delegat eingesetzt wurde. Dadurch ist de facto Burke (Foto rechts (c)  The Institute of Christ the King, Sovereign Priest, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons) auch in Sachen Malteser umgangen und außer Kraft gesetzt.“

Nun hat Burke Anfang November erneut seine Stimme erhoben:

„Ein Jahr nach der Veröffentlichung der Dubia zu „Amoris laetitia“, auf die bis heute keine Antwort kam, stellen wir fest, dass die Verwirrung bei der Interpretation des apostolischen Schreibens immer größer wird.“

Bei den gewöhnlichen Möglichkeiten einen Kardinal abzustrafen, hat Franziskus bereits das ganze Repertoire autoritärer Machtausübung ausgeschöpft.

Bei seiner unberechenbaren Neigung zu maßloser Wut muss man nun mit Schlimmeren rechnen.

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