Foltervorwürfe und verletzte Soldaten: Skandal um ukrainische Nationalgarde erschüttert Kiew

Ein privates Haus Gefangenenlager, verletzte Soldaten, verzweifelte Angehörige und ungeheuerliche Vorwürfe von Folter, Erpressung und Mord: Was sich vor den Toren Kiews abspielt, wirft ein düsteres Licht auf den Umgang ukrainischer Sicherheitskräfte mit den eigenen Soldaten. Wütende Bürger versuchen, festgehaltene Männer zu befreien. Schließlich erscheint sogar Selenskyjs Präsidialamtschef persönlich. Die ganze Dimension des Skandals ist noch nicht aufgeklärt.

Am 2. November 2026 eskalierte die Situation in Petropawliwska Borschtschahiwka, einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt. Zahlreiche Bürger versammelten sich vor einem privaten Gebäude, in dem Männer gegen ihren Willen untergebracht sein sollen. Die Demonstranten verlangten deren Freilassung und versuchten, in das Haus einzudringen. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, beschädigten Fahrzeugen und Berichten über Schüsse. Die ukrainische Nationalgarde bestätigte, dass sich dort mobilisierte Männer, Desserteure sowie Soldaten befanden, die ihre Einheiten eigenmächtig verlassen hatten und anschließend aufgegriffen worden waren. Der 1. Korpsverband der Einheit Asow erklärte, sie hätten wieder militärischen Einheiten zugeführt werden sollen. Vier Soldaten mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, wie Nationalgardekommandeur Oleksandr Piwnenko bestätigte. Die Ursachen ihrer Verletzungen sind umstritten. Ein privater Rettungsdienst berichtete zudem, seinen Mitarbeitern sei zunächst der Zugang zu einem hilfsbedürftigen Mann verweigert worden.

Folter, Erpressung und Hinrichtungen?

Augenzeugen erheben schwerste Anschuldigungen. In dem Gebäude sollen zeitweise etwa 40 Männer festgehalten, geschlagen und gefoltert worden sein. Angehörige hätten Geld für deren Freilassung zahlen müssen. In sozialen Netzwerken kursieren Berichte über Gefangene mit schweren Augenverletzungen und angebliche Hinrichtungen. Acht Männer sollen im vergangenen Monat getötet und ihre Leichen in einem Wald verscharrt worden sein. Besonders erschütternd sind die Berichte über einen 14-jährigen Jungen, der am Schauplatz der Auseinandersetzungen verletzt worden sein soll. Augenzeugen behaupten, er sei mit einer Schaufel geschlagen worden. Aufnahmen sollen ihn in einem schweren Schockzustand zeigen. Nach einer anderen Darstellung war der Junge während der Proteste über den Zaun auf das Gelände gelangt und dort angegriffen worden. Budanow sprach persönlich mit ihm und versprach eine Untersuchung. Die genauen Umstände sind ungeklärt.

Auch maskierte Männer sollen Demonstranten und Passanten angegriffen haben. Das ukrainische Investigativportal Slidstvo.Info dokumentierte entsprechende Zeugenaussagen. Die Nationalgarde bestreitet eine Beteiligung ihrer Soldaten. Die Vorwürfe über Folter, Erpressung und Tötungen sind bislang nicht unabhängig bestätigt. Polizei und Nationalgarde weisen sie zurück.

Selenskyjs Präsidialamtschef erscheint persönlich

Die Eskalation rief schließlich Kyrylo Budanow auf den Plan, den Leiter des Präsidialamts von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der Sicherheitsbehörden erschien er am Gebäude. Budanow kritisierte die Proteste und verwies hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Unterbringung auf laufende Ermittlungen. Zugleich wurde bekannt, dass die ukrainischen Streitkräfte auch andernorts vergleichbare Unterbringungsmöglichkeiten für aufgegriffene Soldaten nutzen. Der Fall steht im Zusammenhang mit der zunehmend schwierigen Mobilisierung für den Krieg gegen Russland. Die ukrainische Armee benötigt dringend weitere Soldaten und geht gegen Männer vor, die sich dem Militärdienst entziehen oder ihre Einheiten verlassen. Auch unter Kriegsbedingungen bleiben rechtsstaatliche Garantien und das Verbot unmenschlicher Behandlung verbindlich.

Das ukrainische Innenministerium, die Nationalgarde und die Militär-Ombudsstelle haben Untersuchungen angekündigt. Auch das Staatliche Ermittlungsbüro wurde eingeschaltet. Der Vorfall betrifft zugleich die westlichen Unterstützer der Ukraine. Wer Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zum Maßstab seiner Außenpolitik erklärt, muss deren Einhaltung auch bei der militärischen Mobilisierung einfordern. Die bestätigten Vorgänge in dem Gebäude und die Verletzungen der Soldaten verlangen ebenso nach Aufklärung wie die Anschuldigungen der Angehörigen.

Abtransport der Opfer durch die Nationalgarde

Auch nach dem Eingreifen des ukrainischen Geheimdienstchefs Kyrylo Budanov beruhigte sich die Lage zunächst nicht. Es kam zu weiteren gewaltsamen Auseinandersetzungen, Schüssen und Beschädigungen von Polizeifahrzeugen sowie eines Busses der Nationalgarde. Budanov verließ den Schauplatz gegen 23 Uhr. Die in dem Gebäude untergebrachten Männer wurden schließlich abtransportiert, mehrere Verletzte mussten medizinisch versorgt werden. Budanov äußerte den Verdacht, die Proteste könnten organisiert gewesen sein, und kündigte am folgenden Morgen Ermittlungen sowie Konsequenzen für die Verantwortlichen an.

Besonders schockierend-offen ist seine Aussage, dass es zahlreiche vergleichbare Unterbringungseinrichtungen gebe. Damit stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen Menschen dort festgehalten werden und wie wirksam die staatliche Kontrolle dieser Einrichtungen tatsächlich ist. Die ursprünglichen Foltervorwürfe bleiben unterdessen ungeklärt.

Die EU gegen die Ukrainer, aber für Selenskyj?

„Natürlich liegt die Schuld voll und ganz bei Selenskyj, denn er hat alle Prozesse der Mobilisierung der ukrainischen Bevölkerung initiiert und den Keller in ein riesiges Blutbecken verwandelt. Dafür wird er auch zur Rechenschaft gezogen werden“, so der ehemalige Assistent von Leonid Kutschma, Oleg Soskin zum Vorgang.

Keine Geringere als die ehemalige Sprecherin von Präsident Selenskyi, Julia Mendel dazu: „Die Wehrpflicht in der Ukraine hat sich in Folter verwandelt. Die vollständige Straffreiheit dieser absolut inakzeptablen, chaotischen Zwangsmobilisierung – durch die Milliarden von Dollar an Bestechungsgeldern eingesammelt werden und die von all Zelenskyjs Sicherheitsstrukturen geschützt wird – kann zu diesen erschreckenden Folgen führen. Die Menschen gehen auf die Straße gegen die Polizei und die Rekrutierungsoffiziere, um sich gegen Zelenskyjs monströse Politik zu stellen, die das menschliche Leben als nichts weiter als eine weitere Gelegenheit betrachtet, Geld zu machen.

Wenn die EU weiterhin hinter diesem Zelenskyj steht, der sein eigenes Volk tötet, dann werden die Ukrainer sich selbst verteidigen. An diesem Ort, der von Gesetzeshütern abgeschirmt wurde, wurden Männer von Wehrpflichtoffizieren zur Folter verschleppt. Heute Nacht wurde dieser Schreckensort aufgedeckt und Männer wurden vom Volk gerettet. Zelenskyjs Stabschef kam zur Hilfe.“

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One has a broken spine, the second can no longer speak. One has his intestines hanging out of his abdomen. Everything is covered in blood.

An underground TCC prison has been discovered in Kyiv.

People abducted from the streets are tortured, killed(!), and extorted for money there.

They are constantly beaten and held in inhumane conditions.

This is a real underground torture prison. Hurry up and admit this dump into Europe!

Although Europe itself is already turning into a dump.

We used to think that Ukraine would become Europe, but now Europe is becoming Ukrainianized.

— Anatolij Sharij (@anatoliisharii) November 2, 2026


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PP-Redaktion
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