Matthias Zimmer: CDU-Politiker heizt mit Claudia Roth als Ehrengast Klimahysterie an

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Unions-Wonneproppen Matthias Zimmer (c) Unbekannt [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

(David Berger) Wo wissenschaftliche Fakten rar werden, müssen Mythen herrschen. Das weiß auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer. So lädt er zur Premiere von „Anote’s Ark“ ein, einem Film, der die Klimakatastrophe in bunten Farben darstellen soll. Um dem Ganzen dann doch noch einen wissenschaftlichen Aspekt zu geben, wird Claudia Roth als Ehrengast im Anschluss mit Zimmer sagen, wie die Gäste den Film verstehen müssen.

Die folgende Nachricht bedient so viele Vorurteile derer, die rechts von der CDU stehen, dass wir vorab im Bundestagsbüro des Hauptdarstellers gecheckt haben, ob es sich nicht um gefakte Unterlagen handelt. Das ist aber tatsächlich nicht der Fall. Auf Anfrage von PP ließ eine Berliner Referentin wissen: „Die Einladung ist keine Fälschung“.

Stargast des CDU-Abends ist die Grünenpolitikerin Claudia Roth

Der für seinen rustikalen, eher weniger toleranten Umgang mit Kritikern an seiner Linie bekannte Prof. Dr. Matthias Zimmer, Mitglied des Deutschen Bundestages, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales und stellv. Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion lädt in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main zu einem Filmabend zur Thematik der angeblichen Klimaflüchtlinge. Der Stargast des Abends ist keine Geringere als die Grünenpolitikerin Claudia Roth.

„Gerne möchte ich Sie zu einer ganz besonderen Veranstaltung einladen“, heißt es in dem Brief des Bundestagsabgordneten:

Die Geschichte der sechsfachen Mutter Sermery, die vor der schwerwiegenden Entscheidung steht, die Kultur und das Land in dem sie großgeworden ist, hinter sich zu lassen, um ihren Kindern ein Leben in Sicherheit zu gewährleisten.

„Der deutschen Filmpremiere des kanadischen Dokumentarfilms „Anote’s Ark“. Der Film erzählt sowohl die ergreifende Geschichte des ehemaligen kiribatischen Präsidenten Anote Tong, der daran arbeitet, sein Volk in Angesicht der drohenden Gefahren, die vom Klimawandel ausgehen, umzusiedeln; als auch die Geschichte der sechsfachen Mutter Sermery, die vor der schwerwiegenden Entscheidung steht, die Kultur und das Land in dem sie großgeworden ist, hinter sich zu lassen, um ihren Kindern ein Leben in Sicherheit zu gewährleisten.

Kiribati gehört zu den pazifischen Inselstaaten, deren Lage aufgrund des Klimawandels sehr bedrohlich ist und die bei steigendem Meeresspile um ihre Existenz fürchten müssen. Kein Volk verlässt sein Land freiwillig. Hierfür muss die Lage mehr als bedrohlich sein. Aus diesem Grund erachte ich den Film als eine ideale Grundlage, um mit Ihnen über unsere aktuelle Klimapolitik ins Gespräch zu kommen.“

Die Heimat verlassen, damit die Kinder in Sicherheit aufwachsen können

Alles halt noch einfach typisch Zeitgeist und Greta-Stunde möchte man sagen. Wobei die Geschichte einer Frau, „die Kultur und das Land in dem sie großgeworden ist, hinter sich lassen muss, um ihren Kindern ein Leben in Sicherheit zu gewährleisten“, vermehrt zahlreiche indigene Deutsche interessieren dürfte. Besonders wenn sie nach Frankfurt am Main blicken. Jene Deutsche, die das System Merkel, zu dem der Herr Professor gehört, in eben jene sinistere Lage versetzt hat, die hier in dem Satz beschrieben wird.

Allerdings nicht durch den Klimawandel in Deutschland, sondern durch die Tatsache, dass im besten Deutschland aller Zeiten das Sicherheitsgefühl – gerade von Frauen und Kindern und selbst in ländlichen Gegenden – von einstmals 90prozentiger Stärke auf nahezu Null herabgesunken ist.

Claudia Roth als Fachfrau für Klimakatastrophen

„Als besonderen Ehrengast erwarten wir Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth“

Ob das freilich Thema sein wird, wage ich zu bezweifeln. Denn wohin die Rezeption des Filmes gelenkt werden soll, wird im weiteren Verlauf des Briefes klar, wenn es weiter heißt:

„Als besonderen Ehrengast erwarten wir Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die mit Ihnen und mir über das Gesehene sprechen wird“.

Matthias Zimmer: „Sie gehn mir auf den Sack“

„Heulen Sie woanders rum!“

Da weiß man dann schon um die intellektuellen Höhenflüge verbunden mit dem außergewöhnlichen Charme der Dame, die den geneigten Besucher der Veranstaltung erwarten.

Auch Kritiker des Herrn Professors müssen sich keine Sorgen machen, dass sie zu kurz kommen. Wir sind zuversichtlich, dass er mit der gewohnten Souveränität und intellektuellen Gelassenheit eines Professors und Bundestagsabgeordneten für die Zuschauer da sein wird.

Das garantiert uns folgendes Potpourri von Statements im G(en)ossenstil des CDU-Politikers, die uns eine freundliche Leserin hat zukommen lassen:

Den Dialog wagen

Falls Sie es dennoch wagen sollten, hier das Facebookprofil und der Twitter-Account des Frankfurter CDU-Politikers. Da die eingeladenen Personen aufgefordert werden, auch Gäste mitzubringen, dürfte es Interessierten unter unseren Lesern sicher möglich sein, evtl. an der illustren Runde teilzunehmen (Voranfrage empfiehlt sich allerdings: E-Mail matthias.zimmer@bundestag.de)

Deutschlandpremiere von Anote’s Ark
Am 02. September um 19.00 Uhr – 22.00 Uhr
In das Filmforum Höchst
Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Frankfurt

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