(David Berger) Der CDU-Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Würzburg (Nordbayern) fordert Salvini auf, die „Kriminalisierung von Menschen in Seenot“ sofort einzustellen. Gleichzeitig möchte er mehr Migranten in seiner Stadt aufnehmen, als der Verteilschlüssel vorschreibt. Doch nur zwei Prozent der Würzburger haben seinen Brief mitunterzeichnet.

Ja, Würzburg ist eine schöne Stadt – selbst wenn in der einstmals so erzkatholischen Stadt inzwischen an nahezu jeder Ecke mehr Antifa-Aufkleber Dachrinnen und Häuser verschandeln als die Häuser Madonnenfiguren schmücken. (Foto: Aufkleber am Haus einer Studentenverbindung in Würzburg)

Und das sage ich nicht nur, weil es meine Heimatstadt ist. In den letzten Jahren hat dort nicht nur der Flüchtlingstourismus, sondern auch der, mit dem man auf seriöse Weise Geld verdienen kann, kräftig zugelegt und grün angehauchte Politiker aller Couleur haben dort Parkplätze aufgelöst, um Bäume zu pflanzen.

Und dann sind da noch die ganzen wunderbaren Barockkirchen und Menschen, zu denen man jeden Berliner zum Nachhilfeunterricht in Takt, Freundlich- und Höflichkeit zwangsverpflichten sollte.

Aber bei all der Liebe zu der Metropole am Main, Würzburg ist mit seinen etwas mehr als 124.000 Einwohnern nicht mit New York, London oder Peking zu vergleichen. Selbst manch Deutscher hat den Namen der Stadt schon einmal gehört, kann ihn aber keiner Region zuordnen oder weiß nur, dass er dort irgendwo mal im Stau auf der Autobahn stand. Der Name des Bürgermeisters war selbst mir als gebürtigen Würzburger nicht bekannt.

Zwei Prozent der Würzburger stellen sich hinter Schuchardt

Christian Schuchardt heißt der, ist mit einer Journalistin liiert, kommt – obgleich Würzburg irgendwie zu Bayern gehört – aus der CDU, und nimmt offensichtlich an, das seine weltpolitische Bedeutung der seiner Oberbürgermeisterkollegen aus Berlin, Rom, Paris oder New York gleichkomme. Anders ist eine Aktion nicht erklärbar, mit der in „Mainpost“ und „Volksblatt“ (den beiden Tageszeitungen der Region) sowie dem kostenlosen „Wochenblättle“ nun Schlagzeilen macht.

(Foto r: Würzburger Rathaus, (c) Pixabay)

In einem offenen Brief hat er sich nämlich gegen Salvini gestellt. Und fordert Italiens Innenminister auf, die „Kriminalisierung von Menschen in Seenot“ (sic! Quelle: Mainpost) sofort einzustellen. 2.219 Menschen haben die Petition unterschrieben, die der Bürgermeister heute in die Post geben will. Das sind nicht einmal ganze 2 % der Bevölkerung, die sich hinter die Aktion des Bürgermeisters stellen.

Angesichts der Tatsache, dass so ziemlich alles, was irgendwie schon oder noch unterschreiben kann – von Schulen bis zum Weihbischof (Er positioniert sich gegen einen Politiker, der mit dem Rosenkranz in der Hand Europa retten möchte!) – Unterschriften sammelten, ein klägliches Ergebnis.

Dennoch titelt die „Mainpost“: „Seenotrettung: Wie Würzburg sich gegen Salvini stellt“. Ironie oder einfach Fakenews schon im Titel?

Schuchard will über die vereinbarten Schlüssel hinaus Flüchtlinge in Würzburg aufnehmen

„Ach egal, Hauptsache auf der richtigen Seite“, wird man sich in der Redaktion gedacht haben. Denn so schallt es aus dem Rathaus: „Bereits im Stadtrat hatte Schuchardt erklärt, dass Würzburg damit ein Zeichen der Solidarität und Humanität setzen möchte. Im Schreiben wird der inhumane Umgang mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer angeprangert:

„Wir, die Bürgerinnen und Bürger der Europastadt Würzburg, verfolgen erschüttert die Tragödie, die sich nun schon seit mehreren Jahren an den südlichen Grenzen unseres Kontinents abspielt. Wir empfinden es als unerträglichen Skandal, dass allein im vergangenen Jahr an die 2300 und in der ersten Hälfte dieses Jahr bereits mindestens 500 Flüchtlinge im Mittelmeer elend ertrunken sind, wobei auch noch von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden muss“,

… heißt es in dem Schreiben, in dem auch das Angebot erneuert wird, über die vereinbarten Schlüssel hinaus Flüchtlinge aus akuter Seenot aufzunehmen.“

Konsequenterweise ist Würzburg zur großen Freude des CDU-Mannes zwischenzeitlich nun auch als ein „Sicherer Hafen“ auf der Homepage der Organisation „Seebrücke“ gelistet.

„Als ob ein OB aus einer mittleren Großstadt die Welt retten könnte!“

Einer unserer Leser, der seit vielen Jahren in Würzburg lebt und arbeitet, schreibt uns dazu: „Wie so manche Politiker sich profilieren mit Flüchtlingen und Klimawandel, so ist auch der derzeitige OB von Würzburg ein großer Eiferer und Unterstützer dieser Thematik. Als ob ein OB aus einer mittleren Großstadt die Welt retten könnte! Wenn ich so durch die Stadt laufe – und vor allem am Hauptbahnhof – sehe ich in großer Anzahl junge Männer aus Afrika und mittleren Orient und immer wieder Frauen mit Kopftüchern. Ein Anblick den es vor 2015 so nicht gab.

Man fühlt sich einfach nicht wohl dabei und weiß im Hinterkopf, dass dieser Flüchtlingstourismus übers Mittelmeer und anderswo munter weiter geht. Und mit Blick auf aktuelle Presseberichte (und die Wahl von der Leyen) wird die schleichende Islamisierung Europas nicht gestoppt werden.“

Auch PP berichtet bereits mehrmals von verstörenden Ereignissen aus Würzburg:

Drei Migrantenbanden terrorisieren Würzburg: Zwölf Haftbefehle erlassen

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