(David Berger) Nach den Drohungen Kramp-Karrenbauers, Hans-Georg Maaßen aus der CDU auszuschließen, hat nun auch Merkels Mädchen verstanden, dass die Union ihn für den Wahlkampf in Sachen, Thüringen und Brandenburg gut gebrauchen kann. Angeblich war die Rede vom Parteiausschluss nur ein großes Missverständnis. Maaßen ist erleichtert und das ZDF spielt ordentlich mit.

Der Artikel beim öffentlich-rechtlichen ZDF ist bereits umgeschrieben. Wer auf den alten Link unter dem Titel „Kramp-Karrenbauer zu Maaßen: Parteiausschluss möglich“ („https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kramp-karrenbauer-zu-maassen-parteiausschluss-ist-moeglich-102.html„) klickt, wird – so schnell kann er gar nicht schauen – auf den Link „Kramp-Karrenbauer distanziert sich von Maaß“ (https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kramp-karrenbauer-distanziert-sich-von-maassen-100.html) weitergeleitet.

„Ausschluss des Ex-Verfassungsschutzchefs Maaßen unrealistisch“

Im dpa-Text dann sofort zu Beginn:

„CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer distanziert sich klar von Hans-Georg Maaßen. Einen Ausschluss des Ex-Verfassungsschutzchefs aus ihrer Partei hält sie aber für unrealistisch“.

„Hans-Georg Maaßen könnte aus der CDU ausgeschlossen werden“ (Bilduntertitel beim ZDF)

Davon, dass man auf einmal den kompletten Titel geändert und dem Text auch eine ganz neue Aussagerichtung gegeben hat, kein aufklärendes Wort an den Leser. Es wird so getan, als habe der Text unter der früheren URL schon immer so dagestanden.

Nur die Bildunterschrift hat man vergessen auszutauschen. Dort heiße es weiterhin: „Hans-Georg Maaßen könnte aus der CDU ausgeschlossen werden“.

Schlampiger geht es kaum. Die Kriterien, mit denen die Fakenewsjäger von der Tagesschau bis zu „Correctiv“ alternative Medien prüfen, um sie dann als unseriös an den Pranger zu stellen, scheinen für den Staatsfunk nicht zu gelten.

AKK kündigte noch am Freitag „allerhärtesten Widerstand“ gegen Maaßen & Co an

Woher dieser Stimmungswandel bei AKK, den auch ZDF & Co nur schlecht verschleiern können? Noch am Freitag ließ die neu gekürte Verteidigungsministerin im Hinblick auf die WerteUnion wissen:

„Die Tea-Party-Bewegung in den USA hat die Republikaner ausgehöhlt und radikalisiert. Das wird die CDU, das werde ich als Vorsitzende, nicht zulassen. Es ist das gute Recht jedes Mitglieds, seine Meinung zu äußern. Der Versuch aber, eine gänzlich andere Partei zu schaffen, stößt auf meinen allerhärtesten Widerstand.“

Doch dann trat der Vorsitzende der Werte-Union, Alexander Mitsch, ein Meister weniger der Überzeugungen als des strategischen Denkens, auf den Plan und mahnte AKK, ein Parteiausschlussverfahren würde – zumal kurz vor der Sachsenwahl „der CDU massiv schaden“. Und damit ja auch dem Stuhl von AKK und Merkel selbst sägen.

Maaßen erleichtert: Er darf weiter für CDU Wahlkampf machen

„Ich bin erleichtert, dass unsere Vorsitzende in den Medien nur missverstanden wurde und glaube an die Ernsthaftigkeit ihrer Klarstellung. Ich freue mich auf meine nächste Wahlkampfveranstaltung in Plauen.“

Ein Argument, dass offensichtlich bei der Parteispitze und den dazugehörigen Veröffentlichungsorganen überzeugte. Und so ist nun wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Maaßen zeigt sich erleichtert und will nun in Sachsen weiter dafür kämpfen, dass die Menschen dort der CDU und damit dem System Merkel ihre Stimme geben:

„Ich bin erleichtert, dass unsere Vorsitzende in den Medien nur missverstanden wurde und glaube an die Ernsthaftigkeit ihrer Klarstellung. Ich freue mich auf meine nächste Wahlkampfveranstaltung in Plauen.“

So der Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Mann Maaßen gestern morgen auf Twitter.

Also alles wieder gut im besten Deutschland aller Zeiten? Kaum, denn ob diese Erleichterung in der Union bis über den 1. September hinaus anhält, scheint mehr als fraglich…

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