(David Berger) Kika-Mo(r)derator David Friedrich, der vor einigen Wochen zu Totdrücken von „Nazis“ aufgerufen hatte, rechtfertigt sich nun: das sein doch nur Satire bzw. Kunst gewesen. Er können auch nichts dafür, wenn ihn seine Kritiker nicht verstünden. Diese zeigen ihm aber nun, dass sie ihn sehr wohl verstanden haben.

Ausführlich hatten wir über den Kika-„Morderator“ David Friedrich berichtet: David Friedrich heißt der junge Mann und auf seiner Web-Präsenz, die sich auf ein Bild von ihm beschränkt, nennt er sich Slam Poet und Moderator. Als fester Moderator arbeitet Friedrich beim Kinderkanal.

david friedrich footoPasst auch irgendwie: Wowereit-nah, prenzelberg-nett, bisschen genderfluid ungefährlich wirkt der Poet auf mich – sozusagen das Gegenstück zu Diaa, dem anderen KiKA-Star. Perfekt für die jugendlichen ZuschauerInnen, die es noch nicht ganz so rau mögen (Bild links – Bildquelle: WDR/Youtube)

Mit der Nettigkeit ist aber ganz schnell Schluss, wenn es um den in ganz Deutschland ausgebrochenen Bürgerkrieg gegen die „Nazis“ geht. „Nazis“ das ist inzwischen ja längst zu dem Nationalsozialismus und Holocaust verharmlosenden Begriff für alle Nicht-Linken geworden.

In diesem Kampf gegen „Nazis“ wird der weichspülende, kinderfreundliche Poet auf einmal zum erbarmungslosen Kämpfer. Nachdem er auf Twitter – im Kontext als ironisch zu kennzeichnenden Ton – zunächst bemerkt:

„Hass und Gewalt helfen nie.“

Legt er -weiterhin im Kindergartensprachduktus bleibend – nach:

„Nazis zum Beispiel. Die muss man einfach nur ganz fest umarmen. Ganz lang. Und ganz fest. Bis sie nicht mehr atmen.“

Versehen ist der vom Autor vermutlich für cool gehaltene Spruch mit dem Hashtag #quoteoftheday – wenn der KiKA- und Slam-Star spricht, wird das natürlich gleich zum Twitter-Zitat des Tages.

Der KiKA-Stil, in dem die Sätze gehalten sind, kann letztlich nicht verdecken, worum es hier geht: Der Tweet kommt in der gegenwärtigen Linksstaat-Stimmung einem Mordaufruf nahe – an allen, die nicht links ticken.

Nach einiger Bedenkzeit hat der sonst nie um rasche, „geslammte“ Antworten Verlegene nun auf Twitter geantwortet. Der Gewaltaufruf an „Nazis“ sei doch alles nur eine Satire gewesen. Seine Kritiker hätten das nur nicht verstanden…

„Satire darf bekanntlich alles, in letzter Zeit haben wir gelernt, dass das nicht alle verstehen. Insbesondere mein Tweet vom November. Natürlich bin ich gegen jede Form von Gewalt. Seid nett zueinander.“

lässt er erneut auf Twitter wissen.

Damit bedient sich der Kika-Künstler des beliebtesten Tricks, die verbale und physische Gewalttäter immer wieder benutzen, um ihre kriminellen Aktionen zu rechtfertigen: Tipps für die Beihilfe zu illegaler Einwanderung: Kunstprojekt bzw. Satire, Aufruf zur Wahlfälschung: Kunstprojekt usw … Die Kritiker haben dann einfach die Satire nicht verstanden und keinen Sinn für Kunst. Und wenn es gegen „Nazis“ geht, ist sowieso fast alles erlaubt.

So schnell lassen die sich aber nicht einlullen, dafür werden solche Ausreden inzwischen zu lange runtergenudelt:

„Sie sind außerdem Moderater bei einem Kindersender. Hoffentlich verstehen die ihre Satire nicht falsch, gerade jetzt, wo immer mehr junge Menschen Messer mit sich führen.“

Und ein anderer schreibt:

„Das unterscheidet uns beide. Wenn ich mal Mist geschrieben haben, entschuldige ich mich, steh zu meinem Wort und trage die Konsequenzen. Und flüchte mich nicht in die dümmstmögliche Ausrede.“

Den Vogel schießt allerdings dieser Tweeter ab:

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