Ein Gastbeitrag von Brigadegeneral a. D. Dieter Farwick

Die Absicht der Kanzlerin war klar: Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24.September wollte sie sich in der „offenen“ und „freien Hansestadt Hamburg“ als „Weltkanzlerin“ präsentieren, die alle dringenden Probleme dieser Welt Lösungen zuführen kann.

Die Realität ist eine andere:

Die mageren Ergebnisse des Gipfels wurden vor den Augen der Welt überschattet durch bürgerkriegsähnliche Zustände – besonders in dem berüchtigten Schanzenviertel – ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Wer von diesen brutalen Attacken und Plünderungen überrascht ist, kennt die „Szene“ nicht, die sich im liberalen Hamburg in den letzten Jahrzehnten etabliert und gefestigt hat– siehe die „beliebten“ Chaostage im Schanzenviertel.

Augenscheinlich gab es keine nüchterne Risikoanalyse – weder von der Politik noch von der Polizei, wie das blamable Ergebnis zeigt. „Expect the unexpected“ ist die bekannte Forderung für derartige Situationen.

„Wunschdenken“ (Tilo Sarrazin) und „Selbstüberschätzung“ (Tilo Sarrazin) sind die Hauptursachen der dramatischen Fehleinschätzungen von Politik und Polizei.

Das Zusammenkratzen von 20.000 Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet ist noch kein Einsatzkonzept. Der Erste Bürgermeister der Hansestadt, Olaf Scholz, sah die Sicherheitsprobleme ähnlich wie die des jährlichen Hafengeburtstsages. Seine Polizei war von der Brutalität des „Schwarzen Blocks“ insgesamt und deren Einsatz auf Dächern (!!!) überrascht, was zu stundenlangen Verzögerungen der Polizeieinsätze in den Straßen führte. Dabei leben viele der Militanten seit Jahren in Hamburg.

Sie hätten den Sicherheitsbehörden bekannt sein können – wenn man es gewollt hätte.

Neben den Militanten gibt es jedoch weitere Gewinner: An der Spitze steht der russische Präsident Wladimir Putin, der sich im Kreise der Mächtigen der Welt selbstbewusst bewegt und Punkte gemacht hat.

Als Sieger „fühlt“ sich auch Donald Trump, der keinen Fuß breit von seinen Festlegungen und Entscheidungen abgewichen ist – zur Freude seiner Anhänger in den Staaten.

Sollte Trump gelungen sein, mit Putin einen Waffenstillstand in Syrien abzusprechen, wäre dies ein großer Erfolg – wie auch die Tatsache, dass umstrittene Forderungen der USA ihren Weg in das Abschlusskommunique gefunden haben.

Einen bemerkenswerten Punkt machte der türkische Präsident Erdogan, als er vor Toresschluss verkündete, dass sein Land prüfe, ob es aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen sollte.

Die größten Verlierer des Gipfels sind Angela Merkel, Hamburg sowie seine Bewohner und Geschäftsleute, deren Geschäfte beschädigt und ausgeplündert wurden, sowie die Arbeitnehmer in Hamburg, die an dem Freitag ihren Arbeitsplatz nicht erreichen konnten, sowie unser Deutschland, dessen Ruf weltweit beschädigt wurde.

Der erlittene materielle Schaden wird bei einer Endabrechnung zwar immens sein. Man wird sehen. Höher jedoch wird der kulturelle und nicht-materielle Schaden für Deutschland sein, der durch die einsame Entscheidung von Frau Merkel am 4,September, die Tore für Flüchtlinge und illegale Masseneinwanderung weit zu öffnen, bereits nachhaltig gelitten hat.

Wäre der Gipfel eine Bewerbung für die vierte Kanzlerschaft, müsste sie wegen ihres persönlichen Versagens und des von ihr verschuldeten Staatsversagens am 24. September in den Ruhestand verabschiedet werden.

Dazu wird es jedoch kaum kommen, da sie alle denkbaren personellen Alternativen in ihren dann 12 Jahren im Amt gemeuchelt hat.

***

Zum Autor:  Seit seiner Pensionierung ist der Brigandegeneral a.D. als Publizist und Referent im Bereich internationale Sicherheitspolitik tätig. Er war viele Jahre Chefredakteur der Online-Zeitung World Security Network von Hubertus Hoffmann. Er veröffentlichte u. a. in militärischen Fachzeitschriften wie Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift, Europäische WehrkundeÖsterreichische Militärische ZeitschriftSchweizer Soldat und Soldat und Technik. Außerdem ist er Autor von mehreren Büchern. Darüber hinaus ist er Mitglied des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London. (Quelle: Wikipedia)

10 Kommentare

  1. Eine Weltkanzlerin und ihre Machenschaften…..Übungsstadt Schnöggersburg…Im Herbst 2012 startete der Bau von Schnöggersburg in der Colbitz-Letzlinger Heide. Ab kommendem Jahr sollen Soldaten erste Übungen auf dem sechs Quadratkilometer großen Gelände absolvieren. Durch die Übungsstadt führt der künstlich angelegte Fluss Eiser. Außerdem wurden eine Autobahn und die einzige U-Bahn Sachsen-Anhalts gebaut. Seit Ende 2016 können auch Flugzeuge starten und landen. Schöggersburg soll im März 2020 komplett fertig gebaut sein. Dann werden bis zu 1.500 Soldaten mit moderner Simulationstechnik auf Straßenkämpfe vorbereitet. Das Projekt kostet insgesamt 140 Millionen Euro, geplant waren 118 Millionen Euro. Gestiegene Materialkosten seien der Grund für die erhöhten Kosten, so die Bundeswehr…..Quelle…http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/stendal/schnoeggersburg-klage-abgewiesen-100.html

  2. Die Bilder von Hamburg erinnern in erschreckender Weise an die amerikanische Kino-Film-Reihe „The Purge“.

    In einer Nacht im Jahr, der sog. Purge-Night, sind alle Verbrechen erlaubt, damit die Volksseele sich reinigen kann. Es gibt keine Polizei auf den Straßen und der Mob tobt.
    Über Stunden hinweg, war in verschiedenen Straßenzügen und Stadteilen laust einhelliger Berichterstattung kein Polizist zu sehen.

    20.000 Polizisten sind eine kleine Armee. Ausgerüstet mit Knüppeln, Pfefferspray, Wasserwerfern, Panzerfahrzeugen und Schusswaffen, sollte eine derart große Zahl von gut ausgebildeten Frauen und Männern in der Lage sein, ein paar Straßenzüge unter Kontrolle zu bekommen. Das hätten sie wahrscheinlich auch, wenn man sie gelassen hätte.

    Was wir in Hamburg erleben durften, war die erste deutsche Purge- Night.
    Der Staat hat Autos, Geschäfte und Bürger schutzlos den Krawalltouristen aus aller Welt überlassen, um den Schutz der Mächtigen dieser Welt zu gewährleisten.

    Merkel und Scholz überließen die Menschen sich selbst, dabei haben wir alle unser Recht auf die Verteidigung des Eigenen und den Einsatz von Gewalt an den Staat abgegeben, der das Gewaltmonopol besitz. In Hamburg überließ man dieses Gewaltmonopol für einige Stunden dem sog. Schwarzen Block.

    Während die Mächtigen in ihrer Parallelwelt eine unnütze Tagung abhielten und sich mit klassischer Musik vergnügten, ließ man Hamburg brennen.
    Mehr Menschenverachtung durch die Machteliten geht nicht.

  3. Umweltschutz mir schwarzen Kriegs-Gewalt-Wolken? Wohl kaum.

    Scholz‘ Hoffnungsland ist abgebrannt.
    Merkel wird trotz allem profitieren. Wer will den Gewalt-Verhätschelern noch Stimmen geben?

  4. Nicht in allem kann ich diesem Beitrag zustimmen. Es ist für mich unverständlich, dass 20.000 Polizisten (an anderer Stelle wurden 15.000 genannt) selbst wenn sie unvorbereitet waren, nicht Herr der Lage werden können gegen – wie es heißt – 1.500 Randalierer, inkl. einiger auf den Dächern. In Stuttgart 21 gelang das mit weit weniger Polizisten. Für mich ist es Vorsatz. Und die Merkel-Beschädigung ist ebenfalls mit eingeplant. Die hier genannten.
    Die denkbaren personellen Alternativen sind von der gleichen Art wie Merkel.

  5. In der Tat weiß man nahezu in der ganzen Welt um dieses Fiasko, außer im massenmedial-mainstream-„versorgten“ und bezüglich einer anderweitig objektiven Berichterstattung nahezu hermetisch isolierten Deutschland , wo uns die Hofberichterstattung, nicht zuletzt dank der von uns allen zwangsfinanzierten „öffentlich-rechtliche Medien“ den immerwährenden und krönenden „Erfolg“ einer „historischen Persönlichkeit“ vorgaukelt.
    Den sedierten Schlafschafen in der BRiD kann man die „mächtigste Frau der Welt“ erfolgreich unterjubeln, so daß am 24. September diese Katastrophe, in welcher Konstellation des System-Einheits-Blocks auch immer, durch die entsprechende „Abgabe der Stimme“ mit „tragfähiger Mehrheit“ wiedergewählt wird.
    Der gehätschelte „antifa“-Systempöbel, der ja über Jahrzehnte hinweg sukzessive immer mehr Ressourcen und „rechts“-freie Räume zugeschanzt erhielt, und dem im Zuge der „replacement-migration“ sicher noch eine wichtige Rolle zugedacht ist, hat dieses Mal Bürgerkrieg üben können, und weitgehend ungehindert auch dürfen.
    Daß sich „das Agieren“ des Anifa-Mobs „unter den Augen der Weltöffentlichkeit“ nicht ganz so gut „machte“, und sich nun viele besorgte Blicke von außen auf die Zustände richten, die in dieser BRiD „fröhliche Urständ feiern“, ist eine ganz natürliche Reaktion in einer diesbezüglich noch weitgehend „normal“ funktionierenden Welt.

  6. Es gibt natürlich wie immer Alternativen. Die parteiinternen wurden verjagt, klar. Die anderen Parteien, an erster Stelle die SPD , die wurde korrumpiert. Für die Teilhabe an der Macht hat sie alles mitgetragen. Einwanderungskrise, Auslandseinsätze, europäischer Zentralstaat, Übernahme der griechischen Schulden, keine Reglementierung der Banken,
    Osterweiterung der NATO, Deal mit Erdogan, Angriffe gegen die Visegradstaaten, Spaltung Europas etc., die Grünen spinnen den Genderwahn, die Linke träumt den Traum vom proletarischen Internationalismus, die AFD wird als Schmuddelkind in die Ecke gestellt. Die FDP sucht mal wieder die Lücke zur Macht. Also woher soll eine Alternative kommen. Alle wissen, die große Invasion aus Afrika wird nach der Wahl kommen.
    Die Antwort der Kanzlerin auf die Frage von Frau Will, was den wäre, wenn alles geschafft sei: Möglichst viele Menschen in Deutschland.
    Also jeder kann wissen was läuft.
    Und im Grunde weiß es jeder. Die einen finden es gut, nach dem Motto „weg mit dem Stück Scheiße Deutschland“. Andere sind im Helferwahn und wahrscheinlich die Mehrheit ist paralysiert und glaubt es nicht.

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