EU-Druck: Anerkennung ausländischer Homo-„Ehen“ nun auch in Polen

(David Berger) Die jüngsten Bilder aus Polen stehen geradezu symbolisch für das, was derzeit dort passiert: Magdalena Biejat, Vizepräsidentin des Senats, tanzt in der LGBT-Menge auf dem CSD in Warschau. Der Grund ihrer Freude: Homosexuelle Paare aus Polen können jetzt im EU-Ausland heiraten und diese Ehen müssen die Polen dann anerkennen, was de facto der indirekten Einführung der Homo-„Ehe“ im katholischen Polen geichkommt! Polen beugte sich damit dem Druck der EU.

Quelle: https://x.com/MyLordBebo/status/2066048077379592272

Gegen die Verfassung Polens

Wer die Stimmung in der Gesellschaft Polens kennt, weiß dass es sich bei dieser Neuerung um eine folgenreiche Umgehung der bisherigen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen Polens handelt. Wenn polnische Staatsbürger in anderen EU-Ländern eine gleichgeschlechtliche Ehe schließen können und diese anschließend in Polen anerkannt wird, entsteht faktisch ein Zustand, der dem der gleichgeschlechtlichen Ehe sehr nahekommt – ohne dass eine entsprechende grundlegende Entscheidung durch den polnischen Gesetzgeber getroffen wurde. Ja, Artikel 18 der polnischen Verfassung stellt die Ehe als Verbindung von Mann und Frau unter besonderen Schutz, eine Öffnung der Ehe würde eine Verfassungsänderung erfordern, für die es derzeit keinerlei Chance gibt.

Durch die hinterlistige Neuregelung wird Polen damit ein politischer und kultureller Wandel von außen aufgedrückt, der sich zunehmend von den klassischen, durch das Naturrecht garantierten Vorstellungen von Familie und Gesellschaft entfernt. Die Familie aus Mann, Frau und Kindern galt über Jahrhunderte als tragende Säule der polnischen Gesellschaft. Diese Überzeugung, die der polnischen Gesellschaft – selbst in der dunklen Zeit des Kommunismus – solche Kraft verliehen hat, soll damit schrittweise zerstört werden.

EU gegen gewachsene Werte

In den vergangenen Jahren hatte die EU immer wieder auf eine Anerkennung von LGBT-Rechten, ja oft sogar Privilegien für queere Ideologen um jeden Preis gedrängt. Die Polen müssen sich daher die Frage stellen, ob sie es zulassen wollen, dass der politische Druck aus Brüssel nationale Grundsatzentscheidungen immer weiter zurückdrängt. Die Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen ist dabei nur ein weiteres, wenn auch besonders folgenreiches Beispiel dafür, wie europäische Rechtsentwicklungen nationale Rechte einschränken und gewachsene Werte der Nationen zerstören.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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