Deutsche Post mit queerer „Antifa“-Briefmarke zum „Pride Month“

(David Berger) Die Deutsche Post hat im Rahmen einer Sonderedition zum sog. Pride Month neue Briefmarkenmotive vorgestellt. Eines der Motive zeigt eine im Stil der Antifa vermummte Person, die einen Blumenstrauß wirft. Begleitet wird die Darstellung von den Slogans „Wir werden frei sein, wenn wir uns lieben!“ und „Glaub mir – die Liebe gewinnt!“. Die Antifa redet ihre extremistische Gewalt für gewöhnlich als Liebesakte gegen Hetze und Hassrede schön.

Nach Angaben der Deutschen Post ist die Briefmarkenserie Teil einer regenbogenfarbenen Kampagne für Liebe, Vielfalt, Zusammenhalt und Menschlichkeit. Das umstrittene Motiv wurde laut Unternehmen von der Band Brings inspiriert und soll die Botschaft des gleichnamigen Songs transportieren. Die Briefmarken werden über den Onlineshop der Post verkauft.

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Gestaltung einer Figur. Beobachter weisen darauf hin, dass die Darstellung an das bekannte Street-Art-Werk „Flower Thrower“ des britischen Künstlers Banksy erinnert. Das Original zeigt ebenfalls einen vermummten Mann in Wurfhaltung, der statt eines Gegenstands einen Blumenstrauß in der Hand hält. Das Kunstwerk entstand während der Zweiten Intifada Anfang der 2000er Jahre im Westjordanland. Diese Zeit war geprägt durch zahlreiche Terroranschläge der Palästinenser auf mehrheitlich zivile israelische Ziele.

Antifa und Antisemitfa

Die Gestaltung der Briefmarke zeigt deutliche Anklänge an die Ikonographie der linksextreme Gewaltszene, die sich zunehmend mit antisemitischen Gruppen zusammentut: die schwarze Kleidung der Figur sowie die rote Vermummung.

NIUS dazu: „Die Vermummung spielt in beiden Bildern eine entscheidende Rolle. Beim „Banksy“-Original ist das Stück Stoff vor dem Gesicht des Mannes schwarz. Bei dem neuen Motiv der Deutschen Post ist die Vermummung rot und in einem Muster, das an eine sogenannte Punkhose erinnert. Die Kombination aus roter Vermummung und schwarzer Kleidung lässt nicht mehr allzu viel Spielraum für Interpretationen; linksextreme Aktivisten kleiden sich auf Demonstrationen ähnlich, wie es auf der Briefmarke der Deutschen Post der Fall ist. Die schwarz-rote Farbwahl erinnert an die Farbgebung der Antifa, die in ihrem Logo eine rote und eine schwarze Fahne zeigt.“

Deutsche Post will doch nur „Nachdruck und Haltung“ zeigen

Die Deutsche Post weist diese Interpretation jedoch zurück. Auf Anfrage erklärte das Unternehmen, das Motiv sei als Aufruf zu Liebe und gegen Gewalt zu verstehen. Einen politischen Hintergrund verneinte die Post ausdrücklich. Zudem erklärte sie, die Motive sollten unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zum Thema Liebe ansprechen und knüpften an frühere Pride-Kampagnen der Jahre 2024 und 2025 an. Außerdem wolle man sich der Bewegung anschließen, die „Haltung zeige“.

Die Sonderedition umfasst insgesamt vier verschiedene Briefmarkenbögen. Während die übrigen Motive überwiegend mit klassischen Regenbogenfarben arbeiten, hebt sich das Motiv des Vermummten durch seine Bildsprache deutlich von den anderen Entwürfen ab.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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