(David Berger) Was vor wenigen Jahren noch als absurde Übertreibung gegolten hätte, gehört inzwischen offenbar zum Alltag in Deutschland: Wer die eigene Nationalmannschaft unterstützt und eine Deutschland-Fahne zeigt, riskiert nicht nur Beschimpfungen, sondern mitunter sogar körperliche Angriffe.
Am Freitagabend kam es in Hamburg zu einem Vorfall, der weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus Aufmerksamkeit verdient. Mehrere deutsche Fußballfans wurden vor einer Kneipe von einer Gruppe Vermummter attackiert. Nach Medienberichten beschimpften die Angreifer die Fans zunächst als „Nazi-Schweine“, bevor sie mit Knüppeln, Reizgas und sogar Messern auf sie losgingen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
Mit Knüppeln, Reizgas und Messern auf Fans losgegangen
Eines der Opfer beschriebt auf Instagram den Vorfall so: „Wir waren nach dem Deutschlandspiel auf dem Heimweg, sangen die Nationalhymne und wurden dann aus dem Nichts brutal attackiert. Keine Provokation von uns, keine Zeit zur Reaktion für uns.
Mit den vom schwarzen Mob getätigten Schlachtrufen „Alerta alerta, Antifascista“, „Nazi-Schweine“ und „Rennt Faschos!“ war sofort klar, dass es sich um gewalttätige Linksextremisten handelte.
Messer, Schlagstöcke, Pfefferspray und die mindestens vierfache numerische Überlegenheit ließen uns keine andere Möglichkeit, als um unser Leben zu rennen. Nachdem klar wurde, dass zwei Freunde fehlten, eilten wir zurück.
Die Jungs wurden „zu Fall gebracht und dann mit Pfefferspray und Tritten gegen Rippen und Kopf“ feige angegriffen. Die Angreifer versuchten noch Deutschlandschals zu klauen, versagten aber an einem einfachen Knoten und teilten sich dann auf. Die kurz darauf eingetroffene Polizei konnte keinen der Täter dingfest machen. Einer unserer Jungs musste ins Krankenhaus, konnte jedoch zum Glück bereits nach einigen Stunden wieder entlassen werden.“
Quelle: https://www.instagram.com/p/DZ40CuqNnwW/
Besonders bemerkenswert ist dabei der mutmaßliche Hintergrund der Tat. Die Angegriffenen hatten offenbar nichts weiter getan, als gemeinsam ein Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft zu verfolgen und dabei Deutschland-Fahnen zu zeigen. Das genügte den Tätern offenbar, um sie als „Nazis“ zu brandmarken und zum Ziel einer gewalttätigen Attacke zu machen.
„Antifa“ dreht durch
Wie konnte es so weit kommen, dass nationale Symbole im eigenen Land für manche Menschen bereits als Provokation gelten? Während bei Welt- und Europameisterschaften Millionen Bürger friedlich ihre Verbundenheit mit Deutschland zeigen, scheint sich zugleich eine politische Un-Kultur entwickelt zu haben, in der Patriotismus reflexartig mit Extremismus gleichgesetzt wird, Fußball mit rechter, angeblich toxischer Männlichkeit.
Die inflationäre Verwendung des Nazi-Vorwurfs hat nicht nur zu einer Verharmlosung des nationalsozialistischen Schreckensregimes geführt, sie hat inzwischen offenbar eine Atmosphäre geschaffen, in der manche glauben, gegen vermeintliche „Nazis“ sei nahezu jedes Mittel erlaubt. Wer politische Gegner oder schlicht patriotische Bürger bis hin zu Fußballfans ständig dämonisiert, darf sich nicht wundern, wenn einzelne Radikale, besonders der indirekt über Steuergelder und bestimmte Parteien noch unterstützen, linksfaschistoschen „Antifa“, irgendwann zur Tat schreiten.
Nationale Identität unter Generalverdacht
Der Hamburger Vorfall ist deshalb mehr als eine gewöhnliche Schlägerei im Umfeld eines Fußballabends. Er steht exemplarisch für eine gesellschaftliche Entwicklung, in der nationale Identität zunehmend unter Generalverdacht gestellt wird, während Gewalt gegen vermeintlich „Falsche“ von Teilen des politischen Spektrums relativiert oder verharmlost wird. Deutschland braucht keine neuen Feindbilder. Es braucht eine Kultur, in der Menschen ohne Angst ihre Fahne zeigen, ihre Mannschaft unterstützen und ihre Heimat lieben können, ohne dafür als „Nazi-Schweine“ beschimpft oder gar angegriffen zu werden.
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