In einem gleichlautenden Post haben sich die SPD-Fraktion im Bundestag, die Grüne im Bundestag und Die Linke von X verabschiedet. Unter dem Hashtag #WirVerlassenX veröffentlichten heute morgen alle drei Accounts den Text: „X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken. Politische Debatten leben vom Austausch, der Menschen erreicht & informiert. X hingegen fördert zunehmend Desinformation. Deswegen nutzen wir diesen Account nicht mehr.“
Unser Tweet des Tages dazu von Gerd Buurmann:
„Hier mal eine klare Ansage an die Grünen, die SPD und die Linke: Mit eurem koordinierten Wegzug von X habt ihr gezeigt, dass ich euch nicht vertrauen kann, und vor allem, dass ich euch nicht damit beauftragen kann, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Wenn ihr schon an X scheitert, dann werdet ihr mit Sicherheit auch an der Komplexität der Welt und der Politik scheitern.
Wer Regierungsverantwortung beansprucht, der kann sich nicht in digitale Komfortzonen zurückziehen, sobald es ungemütlich wird.
Politik lebt nicht davon, nur mit Gleichgesinnten in kontrollierten Räumen zu kommunizieren, sondern davon, sich dem gesamten Spektrum an Meinungen zu stellen, den konstruktiven, den kritischen und auch den unbequemen. Genau das ist im Kern Demokratie: Aushalten, widersprechen, argumentieren, überzeugen.
Wer Verantwortung trägt, weiß das längst aus der realen Welt: In der Außenpolitik spricht man nicht nur mit Partnern, sondern auch mit Autokraten, mit Kriegsparteien, mit Regimen, deren Werte man zutiefst ablehnt. In der Innenpolitik stellt man sich einem pluralen Volk, das nicht homogen denkt, sondern widersprüchlich, emotional, manchmal radikal, und trotzdem repräsentiert werden will.
Vor diesem Hintergrund wirkt die Begründung, man ziehe sich aus einem Medium zurück, weil dort „Desinformation“ und „Chaos“ herrsche, nicht wie ein Zeichen von Stärke, sondern eher von Überforderung mit der Unübersichtlichkeit demokratischer Öffentlichkeit.
Wenn ihr schon daran scheitert, euch auf einer Plattform wie X der Debatte zu stellen, also dort, wo Meinungen ungefiltert aufeinanderprallen, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, wie ihr mit deutlich komplexeren Realitäten umgehen wollt, etwa in Regierung, Krisen oder internationaler Diplomatie.“
Hier mal eine klare Ansage an die Grünen, die SPD und die Linke: Mit eurem koordinierten Wegzug von X habt ihr gezeigt, dass ich euch nicht vertrauen kann, und vor allem, dass ich euch nicht damit beauftragen kann, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Wenn ihr schon an X… pic.twitter.com/JvkYHwSd29
— Gerd Buurmann (@Buurmann) May 4, 2026
Die Debatten-Feinde
Schlagfertig hat die AfD reagiert und kurz danach folgenden Text gepostet:
„X ist in den letzten Jahren dank @elonmusk zu einem wichtigen Garanten für Meinungsfreiheit im Netz geworden. Politische Debatten leben vom Austausch, der Menschen erreicht und informiert. SPD, Grüne und Linke verhindern mit ihrem Abgang genau diesen Austausch. Deswegen bespielen wir diesen Account selbstverständlich weiter. #WirBleiben“
Und Julian Adrat fragt:
Ganz Links-Grün verlässt Twitter? Wirklich alle?
Lamya Kaddor, warum gehen Sie nicht?
Dunja Hayali, warum gehen Sie nicht?
Timon Dzienus, warum gehen Sie nicht?
Florian Schröder, warum gehen Sie nicht?
Ralf Stegner, warum gehen Sie nicht?
Jette Nietzard, warum gehen Sie nicht?
Karl Lauterbach, warum gehen Sie nicht?
Annalena Baerbock, warum gehen Sie nicht?
Georg Restle, warum gehen Sie nicht? Anja Reschke, warum gehen Sie nicht?
Ricarda Lang, warum gehen Sie nicht?
Claus Kleber, warum gehen Sie nicht?
Omid Nouripour, warum gehen Sie nicht?
Katrin Göring-Eckardt, warum gehen Sie nicht?
Marietta Slomka, warum gehen Sie nicht?
Cem Özdemir, warum gehen Sie nicht?
Maybrit Illner, warum gehen Sie nicht?
Anton Hofreiter, warum gehen Sie nicht?
Markus Lanz, warum gehen Sie nicht?
Giovanni di Lorenzo, warum gehen Sie nicht?
Stefan Niggemeier, warum gehen Sie nicht?
Jakob Augstein, warum gehen Sie nicht?
Lisa Paus, warum gehen Sie nicht?
Alena Buyx, warum gehen Sie nicht?
Konstantin von Notz, warum gehen Sie nicht?
Ulrich Wickert, warum gehen Sie nicht?
Carolin Emcke, warum gehen Sie nicht?
Erik Marquardt, warum gehen Sie nicht?
Volker Beck, warum gehen Sie nicht?
Renate Künast, warum gehen Sie nicht?
Luisa Neubauer, warum gehen Sie nicht? . . .
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