Umfrage: Größte Intoleranz gegenüber anderen Meinungen bei Grünen-Wählern

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PP-Leser dürfte das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der „FAZ“ kaum erstaunen: Demnach haben Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen im Vergleich zu anderen Wählergruppen die größten Schwierigkeiten, mit abweichenden politischen Meinungen umzugehen. Laut der Erhebung fühlt sich ein überdurchschnittlich hoher Anteil von ihnen durch gegensätzliche Ansichten gestört oder verärgert.

Damit liegen Grünen-Wähler deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung sowie über den Anhängern anderer Parteien. Die Ergebnisse werden als Hinweis darauf gewertet, dass gerade in diesem politischen Umfeld, das sich ansonsten immer als besonders tolerant und dialogfähig ausgibt, Meinungsunterschiede häufiger als problematisch empfunden werden. Die Alteritätskompetenz ist bei jenen, die am meisten von den Vorteilen der Vielfalt sprechen, am schwächsten ausgeprägt.

Hoher Bildungsabschluss – mehr Intoleranz

Die Umfrage zeigt außerdem, dass Menschen mit höherem Bildungsniveau häufiger weniger offen gegenüber anderen Ansichten sind als Personen mit niedrigerer oder mittlerer Schulbildung – wer also mehr Wissen hat, scheint andere Perspektiven eher auszublenden.

Meinungsforscher Thomas Petersen in der FAZ: „Nicht wenige, die vehement Meinungsfreiheit einfordern, meinen damit letztlich nur die Freiheit für ihre eigene Meinung.“

 


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