Zwischen Verständnis und klarer Abgrenzung zeichnet unser Tweet des Tages ein ambivalentes Bild von Donald Trump: geprägt von harter Machtlogik, aber zugleich kritisiert für fehlende Demut. Er stellt die Frage, wie weit politische Stärke gehen darf – und wo moralische und geistige Grenzen sie einhegen müssen. Unser Tweet des Tages von dem X-Account „DavidGegenGoliath“:
„Wer so aufgewachsen ist wie ich, kann nicht anders, als Donald Trump und seine Art von Machtpolitik zu verstehen. Aber in den letzten Wochen und Monaten war es einfach zu viel.
Ich sag’s ganz ehrlich: Politik ist ein erbarmungsloses Geschäft. Es gibt kaum etwas Gottloseres als die Politik. Ich verstehe Trump, weil ich seine Weltsicht kenne – eine Welt aus Macht, Vorankommen, Überleben, Hierarchie und gnadenloser Konkurrenz. Für ihn war es das Biotop der Wall Street, für mich die harte Schule des Lebens. Ich verurteile diesen rücksichtslosen Willen zur Gestaltung nicht. Ich erkenne ihn sogar an. Wer klug ist, weiß Menschen mit diesem Drang nach Macht zu nutzen – aber nicht um jeden Preis.
Und dennoch: Donald Trump ist kein Gott. Politiker sind keine Götter. Wohin uns Antichristen führen, sehen wir schmerzlich an der deutschen Bundesregierung und ihrem totalen Versagen. Antichristen führen in den Abgrund der Versuchung, bis hin zur Selbstaufgabe eines ganzen Volkes.
Die letzten Tage wurde viel über Trump berichtet. Viele Kritiker und Anti-Trumpisten haben nur auf einen Moment gewartet, um die Schlinge enger zu ziehen. Dennoch: Die Kritik an ihm ist nicht aus der Luft gegriffen.
Trump ist von einem blasphemischen Geist umgeben. Jeder Mensch – auch der mächtigste Präsident – ist zur Demut verpflichtet. Macht ist eine Leihgabe des Volkes. Sie verpflichtet zur Hochachtung vor den eigenen Wählern und vor etwas Höherem. Niemand steht über Gott.
Trump führt die uralte Geschichte im Kampf der Giganten zwischen Pontifex und Politik fort. Ähnlich wie Reichskanzler Otto von Bismarck im Kulturkampf zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen erbitterten Kampf gegen die übermächtige katholische Kirche führte, weil er die Souveränität des geeinten Deutschlands bedroht sah. Das Nationale sollte über dem Religiösen stehen.Ich bleibe dabei: Niemand steht über Gott. Auch kein Präsident.
Deshalb meine Haltung, klar und ohne Heuchelei: Ich verstehe Donald Trump. Ich respektiere seine Stärke und seinen Willen, Amerika zuerst zu stellen. Aber ich folge ihm nicht bedingungslos. Stärke ohne Demut wird gefährlich. Macht ohne Grenzen wird gottlos. Und genau dort, wo Trump diese Grenze überschreitet, endet meine Zustimmung.
Europa und Deutschland brauchen keine Kopie von Trump. Wir brauchen eigene, souveräne Antworten – mit klarer nationaler Identität, aber mit dem Bewusstsein, dass auch der Stärkste sich vor etwas Höherem zu verneigen hat. Niemand steht über Gott. Trump hat sich versündigt.“
Warum ich Donald Trump verstehe – und warum ich ihm nicht folgen kann: Wer so aufgewachsen ist wie ich, kann nicht anders, als Donald Trump und seine Art von Machtpolitik zu verstehen. Aber in den letzten Wochen und Monaten war es einfach zu viel.
Ich sag’s ganz ehrlich: Politik… pic.twitter.com/t2GLzbSMqA
— DavidGegenGoliath (@_david_brg) April 19, 2026
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