Ist Leihmutterschaft Kindesmissbrauch?

Die Geburt des ersten Kindes des Drogenbeauftragten Hendrik Streeck und seinem Ehemann hat eine emotionale und kontroverse Debatte neu entfacht: Während ihr Familienglück öffentlich gefeiert wird, rücken Fragen rund um Leihmutterschaft, ethische Grenzen und den Umgang mit Kindern zunehmend in den Fokus – nicht zuletzt durch ein verstörendes Video aus den USA, das weltweit für Empörung sorgt.

Mit der Botschaft „Baby-Glück bei Hendrik Streeck“ standen der Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck und sein Ehemann Paul Zubeil in den letzten Tagen im Mittelpunkt der Schlagzeilen. Das Paar sei erstmals Eltern geworden, so die Medien. Diese Nachricht hat die Diskussion um die „In vitro-Vertilisation“ und die damit verbundene Leihmutterschaft erneut aufflammen lassen.

„Nein, es gibt keine Mama.“

Fast zeitgleich haben zwei schwule Männer in Nashville weltweit Empörung ausgelöst, nachdem sie ein Video von sich aufgenommen haben, in dem sie das Baby, das sie durch Leihmutterschaft bekommen haben, verspotten, während es nach seiner Mutter weint – alles für Content.

Mann: „Wen möchtest du, Dada oder Pop?“

Baby: „Mama“

Mann: „Nein, es gibt keine Mama.“

Baby: weint

Unser Tweet des Tages dazu von der bekannten niederländischen Influencerin Eva Vlaardingerbroek:

„Als Mutter hat mich das zu Tränen gerührt und mein Blut zum Kochen gebracht. Leihmutterschaft ist Kindesmissbrauch und sollte absolut überall verboten werden.“

As a mama this broke my heart and made my blood boil. Surrogacy is child abuse and should be outlawed absolutely everywhere. https://t.co/Ra4JLIbEhg

— Eva Vlaardingerbroek (@EvaVlaar) April 17, 2026

Purer Egoismus

Die Ärztin und Bundestagsabgeordnete Dr. Christina Baum dazu: „Es ist schockierend und traurig zugleich: Der CDU-Abgeordnete Hendrik Streeck und sein Mann haben mit großer Freude „ihr erstes Kind“ angekündigt. Angesichts der Umstände – Geburt in den USA, wo Leihmutterschaft legal ist – liegt die Vermutung nahe, dass sie diesen Weg eingeschlagen haben, um „Eltern“ zu werden.

In Deutschland ist Leihmutterschaft aus gutem Grund streng verboten, um Frauen vor Ausbeutung zu schützen und das Kindeswohl zu priorisieren. Warum ist eine solche Leihmutterschaft bei uns verboten?

Eine Frau stellt ihren Körper zur Verfügung, das Neugeborene wird von der biologischen Mutter getrennt und in ein Familienmodell ohne Mutter gebracht– ein Modell, das das natürliche Bedürfnis eines Kindes nach Vater und Mutter ignoriert. Solche Praktiken werfen fundamentale ethische Fragen auf und gefährden das Wohl des Kindes.

Hier offenbart sich die Doppelmoral der CDU-Regierung: Eigene Politiker umgehen deutsche Gesetze im Ausland, während zu Hause die natürliche Familie systematisch unterlaufen wird. Deutschland braucht seine traditionellen Werte zurück – jene festen, zeitlosen Werte, die die natürliche Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind als Keimzelle der Gesellschaft schützen, Frauen vor jeder Form der kommerziellen Ausbeutung bewahren und das Kindeswohl an oberste Stelle stellen. Wer eine homosexuelle Beziehung führen möchte, kann das tun. Er muss dann aber akzeptieren, dass ihm der Wunsch nach einem eigenen Kind versagt bleibt. Alles andere ist purer Egoismus.“

Kinder als rechtlose Ware?

Hier wird eine differenzierte Sicht auf das Problem geworfen:


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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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