Sonntag, 8. Februar 2026

Paradox: Deutsche Frauen, die sich dem Islam unterwerfen

Anlässlich der unbewaffneten Demonstrationen im Januar 2026 gegen das Mullah-Regime im Iran stellt sich Gastautor Dr. Dieter Gellhorn einige Fragen in Hinsicht auf die erfolgreiche deutsche Islam-Influencerin Hanna Hansen. 

Nichts in den letzten 2 Jahrzehnten zeigt so klar die Verwerflichkeit der Lehren des Koran wie der tagelange Protest, der in ¾ des Staates Iran stattfand, insgesamt Millionen Teilnehmer auf die Straßen führte und der von den Revolutionsgarden schließlich in dem Blut von einigen zehntausend getöteten Demonstranten erstickt wurde.

Gemäß den Aussagen des staatlichen obersten Anklägers führten die Demonstranten durch ihre Protestmärsche Krieg gegen Gott und erklärten sich damit als Feinde Gottes, womit sie den Tod verdient hätten. Der geistliche Führer Ali Chamenei gab demgemäß den Befehl, mit größter Härte gegen die Demonstranten vorzugehen.

Dieser Befehl wurde – oft durch gezielte Schüsse ins Gesicht von auf Dächern postierten Scharfschützen – durchgeführt. Schätzungen von internationalen Menschenrechts-Organisationen gehen heute (30.01.26) von 25.000 getöteten Demonstranten aus.

Nun stehen wir dem im Titel angesprochenen Phänomen etwas ratlos gegenüber.

Während sich im Iran in den letzten zwanzig Jahren periodisch Demonstrationen ereigneten, die ständig an Intensität zunahmen und vom Mullah-Regime gleichsam mit ständig größer werdender Grausamkeit niedergeschlagen wurden;

während sich im Iran inzwischen Millionen vom Islam abgewandt und dem Christentum und dem Zoroastrismus zugewandt haben,

…missioniert Frau Hanna Hansen (bitte ihren Wikipedia-Artikel ansehen) seit 2024 sehr erfolgreich herkunftsdeutsche Frauen zum Islam.

Dieses paradoxe Phänomen soll hier mithilfe einiger Fragen untersucht werden.

1.) Liegt es daran, dass im Iran ein schiitisches Regime herrscht und Frau Hansen aber für den sunnitischen Islam missioniert?

Daran sollte es eigentlich nicht liegen.

Es gibt zwar große Unterschiede zwischen diesen beiden islamischen Denominationen. Beide aber sehen im Koran ihr heiliges Buch. In der kriegerisch-aggressiven Abgrenzung gegenüber Juden, Christen und Polytheisten unterscheiden sie sich nicht.

Verlassen des Islam (Apostasie) sehen beide Varianten als mit der Todesstrafe zu ahnden an. Insofern darf bzw. muss man die brutale Unterdrückung der demonstrierenden Bevölkerung im Iran durchaus auch als ein Merkmal  auch sunnitischer Herrschaft ansehen, was man ja übrigens in Saudi-Arabien schon lange und in Afghanistan in den letzten Jahren ja auch immer offensichtlicher gesehen hat.

2.) Liegt es daran, das herkunftsdeutsche Frauen sich nicht klarmachen, wie sehr die  Frauen im Islam unterdrückt werden?

Genau das scheint meiner Meinung nach die Missionierungserfolge von Frau Hansen zu begünstigen. Sicher kennen diese Frauen z. B. den Vers 33 der Sure 33 nicht: „Und sitzet still in euren Häusern und schmücket euch nicht.“

Sicher wissen sie auch nicht, dass es auch in Deutschland Imame gibt, die lehren, dass Frauen nur in den notwendigsten Fällen aus dem Haus gehen sollten, z. B., wenn es darum geht, Kinder vom Kindergarten abzuholen oder zum Arzt zu bringen. Wahrscheinlich wissen sie auch nicht, dass ihr Zeugnis vor einem Schariagericht nur halb so viel zählt wie das eines Mannes und das auch ihr Erbrecht in islamischen Ländern nur halb so groß ist wie das eines Mannes.

Ich denke, alles dies wissen sie nicht.

Frau Hansen ist eine intelligente und in mehreren vorherigen Karrieren erfolgreiche Frau und spricht daher naturgemäß auch solche Frauen an, die ebenfalls emanzipiert sind und auf ein auffallendes „äußeres Erscheinungsbild“ Wert legen.

Schon die auf dem Telegramm-Kanal  öffentliche  – per Telefonanruf bei Frau Hansen zelebrierte – Konvertierung zum Islam erleben herkunftsdeutsche Frauen sicherlich als einen zusätzlichen emanzipatorischen Akt, der sie aus der Masse ihrer deutschen Geburtsgenossinnnen heraushebt.

Frau Hansen, eine 41jährige , auch mit schwarzem Hidschab gut aussehende Frau, streichelt zudem bei einem solchen Geschehen immer gekonnt das Ego ihrer Telefonpartnerinnen.

3) Liegt es daran, dass manche der Konvertitinnen nicht über den Tellerrand ihrer eigenen persönlichen Probleme hinausschauen?

Sicherlich sind manche der konvertierungswilligen Frauen mit einem muslimischen Partner verlobt bzw. verheiratet. Im Allgemeinen akzeptieren muslimische Familien andersgläubige Partner eines ihrer Familienmitglieder nicht – oder nur im Einzelfall nach harten Kämpfen, die aber auch oftmals Gefahr für Leib und Leben des gemischt-religiösen Paares mit sich bringen.

Bewusst oder unbewusst gehen sicherlich viele dieser Frauen deshalb mit der Konvertierung dann den Weg des geringsten Widerstandes.

4) Liegt es daran, dass die herkunftsdeutschen Frauen in ihren Familien ein religiöses Vakuum erleben.

In vielen deutschen Familien gibt es keine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und sogar diese Frage gibt es nicht. Es gibt zudem auch keine verantwortungsstiftende Inbetrachtnahme der eigenen Sterblichkeit. Es fehlt oft auch eine tiefere Begründung und Kennzeichnung eines moralischen Lebenswandels.

Und genau hier setzt die redegewandte, extravertierte, schauspielerisch begabte, gut aussehende vielfache Vorbildfrau Hanna Hansen mit ihren Überzeugungsbemühungen an.

Sie verteidigt die Verschleierungen als Schutz vor oberflächlichem Flirt, der von der eigentlichen Lebenspartnerschaft ablenken würde.

Sie verteidigt die muslimisch empfohlene Musikabstinenz als Hilfe zur Verbesserung des eigenen Selbst im Hinblick auf größere Chancen am Tag des Gerichts, um von Allah in das Paradies aufgenommen zu werden.

Gleichsinnig ruft Frau Hansen zu Hilfsspenden für arme Muslime auf, weil am Tag des Gerichts nur gute Taten zählen würden und nicht auch schon gute Absichten.

In diesen und anderen Problemzonen eines jeden Lebens bietet sie mit großem Redetalent islamische Lösungen an. Dass sie damit großen Erfolg hat, ist nicht weiter verwunderlich.

Wenn der Islam nicht eine so gefährliche, totalitär-gewalttätige Religion wäre, könnte man gegen solche Missionierungen eigentlich nichts sagen.

In ähnlicher Form könnten sie auch innerhalb des Christentums geschehen.

Aber das mörderische Unterdrückungsgeschehen im Iran, in  Afghanistan, in Saudi-Arabien, also in den zur Zeit am reinsten islamisch regierten Ländern, zeigt, dass diese Konvertierungen global  gesehen verantwortungslose Aktionen sind.

Diese Frauen agieren in Wahrheit mit der Konversion kurzsichtig und nur für sich selbst.

Sicher, sie führen mit ihrer Konvertierung einen selbst bestimmten Akt durch, ihren Töchtern wird eine solche Freiheit aber schon nicht mehr zugestanden werden. Diese sind gezwungen, im Islam zu verharren. Auch werden ihre Töchter sich nicht mehr scheiden lassen können, wenn sie nach islamischem Recht verheiratet sind und ihr Ehemann die Scheidung ablehnt. Wenn er die Scheidung aber akzeptiert, würde auf jeden Fall ihm das Sorgerecht für die Kinder zugesprochen werden..

Dass der Ehemann in einer muslimischen Ehe nach eigenem Gutdünken auch noch das körperliche Züchtigungsrecht gegenüber der Ehefrau ausüben darf, (gemäß Sure 4, Vers 34) wird Frau Hansen sicher wissen – in ihren Konvertierungsgesprächen aber wohl tunlichst nicht thematisiert haben.

Gemäß Äußerungen liberaler hier lebender Muslime entwickelte sich auch bei ihnen von Kindesbeinen an ein alle Menschen gleichermaßen einschließendes Sympathie- und Gerechtigkeitsgefühl. In ihren islamischen Gesellschaften wurde – wie sie berichten – dieses Empfinden aber schon früh zugunsten einer ausschließlich an den Islam zu koppelnden Menschenwürde zu unterdrücken versucht. Innerhalb des Islam wurde dieses Empfinden  zugunsten eines streng patriarchalischen Gesellschaftssystems, das weibliche Wesen als geringwertig achtet, dann weiterhin zu verkrüppeln versucht.

So gesehen sind die Konvertierungen, die von Frau Hanna Hansen, die von diesen kritischen Aspekten sicherlich weiß, durchgeführt werden, als verantwortungslos zu bezeichnen.

 ***

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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