Loosdrecht: Feuer an geplanter Asylunterkunft nach anhaltenden Protesten

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In der Gemeinde Loosdrecht in der Provinz Nordholland ist es an einem Gebäude, das künftig als Unterkunft für Asylsuchende genutzt werden soll, zu einem Brand gekommen. Nach Angaben aus verschiedenen Berichten standen dabei Bereiche im Außenraum der ehemaligen Schule in Flammen, darunter auch Vegetation wie Bäume und Sträucher.

Im Umfeld des Standorts finden seit mehreren Wochen Proteste gegen die geplante Nutzung des Gebäudes als Asylunterkunft statt. Die Demonstrationen richten sich gegen die geplante Unterbringung von Asylsuchenden in der rund 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde. Zuvor machten zahlreiche Aufnahmen von Polizeigewalt gegen Demonstranten in den sozialen Netzwerken die Runde.

Wie in einzelnen Medien- und Social-Media-Berichten behauptet wird, soll es im Zusammenhang mit dem Brandgeschehen zu Behinderungen von Einsatzkräften gekommen sein. Diese Angaben sind bislang nicht offiziell bestätigt. Die örtlichen Behörden haben nach bisherigen Informationen Ermittlungen zum Brandhergang aufgenommen.

Bewusst genutzte Konflikte

Aufnahmen und Videos vom Einsatzort verbreiteten sich im Anschluss schnell über soziale Netzwerke. Dabei wurden auch Aussagen von Demonstrierenden wiedergegeben, in denen diese sich kritisch zu der politischen Entscheidung und ihrer Beteiligung an Protesten äußerten: „Wir haben es satt, wir wurden nicht gehört. Das ist keine Demokratie“, sollen Demonstranten zu einem niederländischen Reporter gesagt haben.

Die Polizei und Feuerwehr haben sich bislang nicht abschließend zu den genauen Umständen des Vorfalls sowie möglichen Hintergründen geäußert. Solche Konflikte verlaufen aber immer öfter nach einem bestimmten Schema: Konflikte importieren, den Willen der lokalen Bevölkerung ignorieren und dann das daraus entstehende Chaos nutzen, um mehr Kontrolle zu rechtfertigen. Sie versuchen nicht, eine Krise zu lösen; sie stellen eine her, um die Bevölkerung abzulenken und zu spalten, während sie den Westen umgestalten.


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