(David Berger) Jeder dritte ist – laut einer Umfrage von INSA im Auftrag der „Tagespost“ – der Ansicht, dass die Kirchen die Chance zu Glaubensverkündigung bei Migranten verpasst haben. Politisch interessierte stimmen häufiger zu.

Würzburg. Fast ein Drittel der Befragten, 29 Prozent, sind der Ansicht, dass die Kirchen seit 2015 die Chance zur Glaubensverkündungunter nicht-christlichen Migranten verpasst haben. 17 Prozent sehen dies nicht so und 39 Prozent wissen nicht, wie sie dies einschätzen sollen.

Stärkste Zustimmung kommt von den freikirchlichen Befragten

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Je älter die Befragten sind, desto häufiger stimmen sie dieser Meinung zu. Der Anteil steigt über die Altersgruppen hinweg von 19 Prozent der unter Dreißigjährigen auf 37 Prozent der über Sechzigjährigen.

Römisch-katholische Befragte stimmen zu 30 Prozent zu. Die stärkste Zustimmung kommt von den freikirchlichen Befragten (32 %, bei 21 % Ablehnung und 37 % weiß nicht). Bei evangelisch-landeskirchlichen Befragten stehen die Zustimmungswerte ähnlich wie bei den Katholiken (32 % Zustimmung; 21 % Ablehnung, 37 % weiß nicht).

AfD-Anhänger bei der Kritik an fehlendem Missionseifer der Kirchen ganz vorne

Islamische Befragte stimmen zu 19 Prozent zu und lehnen die Aussage zu 27 Prozent ab. Der „weiß nicht“-Anteil liegt in dieser Gruppe bei 33 Prozent.

Politisch sehr stark interessierte stimmten zu über 37 Prozent zu, während unter den politisch nicht interessierten Befragten nur 16 Prozent zustimmten. Unter den Parteianhängern fand die Frage bei der AfD mit 46% die höchste Zustimmung,
Allerdings gab es auch von Anhängern der Linken 29,9% Zustimmung.

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete „Die Kirchen haben seit 2015 die Chance zur Glaubensverkündung unter nicht-christlichen Migranten verpasst.“

Lieber Großspenden an „Lifeline“ & Co als den Auftrag Jesu erfüllen

Diese Ergebnisse stehen in einem krassen Missverhältnis zu der Tatsache, dass sich die Kirchen dort – wo man Geld an Flüchtlingen verdienen oder diese für seine PR nutzen kann – besonders hervortun.

Wo man daneben im Rahmen der Migrationskrise seit 2015 seinem eigentlichen Kernauftrag hätte gerecht werden können, scheinen die gleichgeschalteten Kirchen versagt zu haben.

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