In der vom IS befreiten Stadt Baghuz, im Nordosten Syriens, machten britische Elitesoldaten eine schreckliche Entdeckung. Sie stießen auf die abgetrennten Köpfe von 50 jesidischen Frauen, die vom IS als Sexsklavinnen entführt und gequält worden waren. In der ehemaligen IS-Hochbur Raqqa wurde dann auch noch ein Massengrab mit insgesamt 3500 Ermordeten gefunden. Aber egal: Die Mehrheit der Deutschen will nach einer Umfrage der ARD, die IS-Mörder zurückhaben. 

Eine SAS-Spezialeinheit der britischen Armee fand laut MailOnline die Köpfe der getöteten jesidischen Frauen und Mädchen in Müllbeutel gestopft am Ufer des Euphrat.

In dem Gebiet lieferte sich die Truppen zu Beginn des Monats heftige Nahkampfschlachten mit den verbliebenden IS-Mördern. In der Stunde ihrer Niederlage habe die Grausamkeit der Dschihadisten keine Grenzen gekannt. Sie hätten die verzweifelten Frauen ermordet und die abgetrennten Köpfe zurück, damit die Soldaten sie finden konnten. Einige Dschihadisten hätten sich als Frauen verkleidet, um zu entkommen.

Mehr als 100 als Flüchtlinge getarnte Dschihadisten in die Vertriebenen-Lager geschafft

Kein Mitglied der SAS-Truppen, die in Baghuz einmarschiert sind, wird je vergessen können, was es gesehen habe. Einige Soldaten verglichen die Szenerie mit dem Film „Apocalypse Now“, so eine anonyme Quelle gegenüber der MailOnline. Einige Dschihadisten hätten sich als Frauen verkleidet und sich als Flüchtlinge ausgegeben. Sie hatten sich unter etwa 1500 Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder gemischt, die aus der Stadt flohen und in Lagern untergebracht wurden.

Einige der IS-Mörder seien entdeckt und gefangen genommen worden. In Baghuz, einer von Landwirtschaft geprägten Stadt, litten rund 10.000 Bewohner unter der Herrschaft der islamgläubigen Kämpfer. Die Dschihadisten sollen die Gegend vermint und verlassene Autos und Häuser mit Sprengstoff versehen haben. Es werde befürchtet, dass es mehr als 100 als Flüchtlinge getarnte Dschihadisten in die Vertriebenen-Lager geschafft haben, wo sie sich unter die Zivilisten gemischt haben.

Rund die Hälfte der 6500 entführten Jesidinnen ist immer noch verschollen

Das Schicksal von rund der Hälfte der 6500  jesidischen Frauen und Mädchen, die vom IS in Syrien und dem Irak entführt und als Sex-Sklavinnen gehalten wurden, bleibt weiter im Dunkeln. So auch das von Marwa Khedr, die mit nur 10 Jahren in ihrem Heimatort in der nordirakischen Region Sinjar gefangen genommen wurde.

Ihre Tante Mahdya, die ebenfalls unter den damals entführten Frauen war, gelang ihr im Zuge der Kämpfe in Baghuz die Flucht.Das letzte Mal, als sie ihre kleine Nichte gesehen habe, habe die sich, zusammen mit anderen Mädchen auf einem Markt in der Nähe von Hardan zusammengekauert, bevor sie in die „Hauptstadt“ von Raqqa gebracht wurden, erzählt die 29-Jährige. Monate später habe eine Freundin Marwa gesehen. Sie sei, trotz ihres jungen Alters, schwanger gewesen. Seitdem ist das Mädchen verschollen, heißt es in einem Bericht von MailOnline.

Mahdya selbst, erklärt, sie sei unzählige Male verkauft und von muslimischen Männer vergewaltigt worden. Ständig sie ihr mit der Vergewaltigung und Verheiratung ihrer beiden acht und neun Jahre alten Töchter gedroht worden. Hilflos habe sie mitansehen müssen, wie die IS-Frauen ihre kleinen Töchter mit Kabeln verprügelten. Am Ende seien die beiden Mädchen so gehirngewaschen gewesen, dass sie sie nicht auf ihrer Flucht hatten begleiten wollen.

Sie wären davon überzeugt gewesen, dass die kurdischen Kämpfer „Ungläubige“ seien. „Ich erzählte ihnen, wir gehen Essen suchen“, so die junge Mutter. Sie hätte nie gedacht, dass sie überleben würden. Auf der Flucht habe sie Stöcke und Tier-Exkremente essen müssen, um am Leben zu bleiben.

Massengrab in Raqqa entdeckt

In Raqqa, der ehemaligen Hochburg des sogenannten Islamischen Staates wurde ein weiteres Massengrab entdeckt. Darin befinden sich mindestens 3500 vermeintliche Opfer des Islamischen Staates, die in der Nähe getötet worden waren. Asaad Mohammad, 56 Jahre alter Assistent der Forensik, ist schockiert.

„Das dort drüben sind die Massengräber von denen, die von Daesh (ISIS) getötet wurden. Wir haben etwa 2500-3000 Leichen dort gefunden und etwa 900 bis 1100 individuelle Gräber, also insgesamt 3500“,

… sagte er der französischen Presseagentur (AFP) am Donnerstag.

Die schnellen Eingreiftruppen von Raqqa sind Teil der zivilen Selbstschutzorganisationen und mit der traurigen Aufgabe betraut, die Stadt und Region nach Massengräbern abzusuchen. Nach der Niederlage des IS begannen die Aufräumarbeiten, die schreckliche Wahrheiten ans Licht brachten. Das selbsternannte Kalifat hatte in Raqqa besonders brutal gewütet. (MS/CK)

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