Eine Schnelleinschätzung der Kommunalwahlen in Polen 2018 von Dr. Viktor Heese

Anders als 2014, als es zum Desaster bei der Auszählung kam, liegen heute bereits erste Ergebnisse der gestrigen Kommunalwahlen in Polen vor. Die regierende PiS gewinnt damit klar mit 32,3% (+6%) auf Landesebene vor dem Bürgerblock KO (Koalicja Obywatelska, hier federführend die frühere Regierungspartei PO mit Tusk& Co.) mit 24,7% (-2%).

Die PiS kann sich in Großstädten nicht durchsetzen

Die PiS kann sich jedoch in den Großstädten (Warschau, Posen, Lodz, Breslau) erwartungsgemäß nicht durchsetzen. Es zeigt sich dennoch eine klare „Westverschiebung“ der Populisten, die jetzt auch in größtem Teil Schlesiens den Sieg davontrugen. Bei den Koalitionsbildungen werden drei weitere Mitplayer SLD (16,6%, Bauernpartei, „KO-freundlich“) und Kukiz`15 (6,3%, „PIS-freundlich“) sowie die Bezpartyjni Samorzadowcy (6,3%, Parteilose Lokalpolitiker, unentschlossen) mitreden dürfen.

Westliche Medien (Reuters, Bloomberg, New York Times) jubeln und weisen darauf hin, dass PIS trotz Wahlgeschenken (Kindergelderhöhung!) im Vergleich zu den Parlamentswahlen, „unterdurchschnittlich“ abgeschnitten habe. Deutsche Medien bleiben noch sachlich und besorgt.

Polen: weiterhin tief gespalten

Polen wird auch nach den Wahlen tief gespalten bleiben. Die Opposition dürfte als schlechter Verlierer weiter „Hilferufe“ nach Berlin und Brüssel senden. Im September besuchte PO-Chef Schetyna heimlich Angela Merkel in Berlin um „den Platz Polens in Europa zu retten“.

Auch den Vergleich mit „Heuschrecken, die vom gesunden Baum unseres Staates herunter zu holen sind“, scheut er nicht. In den deutschen Medien erfährt man über das Vokabular des Leaders nichts. Versuchen sie hier „nachzugoogeln“!

Die Polen bleiben da ganz gelassen. Sie vergleichen Schetyna und die Aktivitäten der Opposition mit des früheren Bittsteller-Reisen des kommunistischen Partei-Chef Jaruzelski nach Moskau. Einige gehen noch weiter und erinnern an den Verrat von 1792 in Targowica, als sich polnische Magnaten mit Katharina der Großen von Russland gegen die Reformer verbündeten.

Erinnerungen an „Targowica“

Im Endeffekt kam es danach zu zweiten Teilung Polens in 1793, bevor zwei Jahre später das Land seine Eigenstaatlichkeit für 123 Jahre endgültig verloren hatte. „Targowica“ steht heute als Symbol für den größten Landesverrat ihrer Geschichte. In drei Wochen wird das Land dank dem Versailler Vertrag das 100-jährige Jubiläum der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit in 1918 feiern.

Ungeachtet dessen geht der Streit mit Brüssel um die „Justizreform“ in die Verlängerung. Einer einstweiligen Anordnung des EuGH-Gerichts zufolge „muss“ Polen betroffenen Richtern bis zum endgültigen Urteil eine Fortsetzung ihrer Arbeit ermöglichen. Wer das Land kennt, weiß, dass aus dem „Muss“ nichts wird. Noch ist Polen nicht verloren!

*

Dr. Viktor Heese – Osteuropa-Experte bei PP, Finanzanalyst und Fachbuchautor; www.prawda24.com, www.finanzer.eu.

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12 Kommentare

    • Jeszcze Polska nie zginęła,
      Kiedy my żyjemy.
      Co nam obca przemoc wzięła,
      Szablą odbierzemy.

      Marsz, marsz, Dąbrowski,
      Z ziemi włoskiej do Polski,
      Za twoim przewodem
      Złączym się z narodem.

      Przejdziem Wisłę, przejdziem Wartę,
      Będziem Polakami,
      Dał nam przykład Bonaparte,
      Jak zwyciężać mamy.

      Marsz, marsz, Dąbrowski …

      Jak Czarniecki do Poznania
      Po szwedzkim zaborze,
      Dla ojczyzny ratowania
      Wrócim się przez morze.

      Marsz, marsz, Dąbrowski …

      Już tam ojciec do swej Basi
      Mówi zapłakany:
      „Słuchaj jeno, pono nasi
      biją w tarabany.“

      Marsz, marsz, Dąbrowski …

  1. Zu den Wahlergebnissen in Großstädten im Allgemeinen.
    Im Mittelalter hieß es: „Stadtluft macht frei.“ – Heute sollte es heißen: „Stadtluft macht doof!“ (Und das liegt nicht am Diesel … )

  2. Die größten Spalter sind die Globalisten-Medien – sie sind es die die Gesellschaft bewusst spalten.
    (Epoch Times 13.10.) Willy Wimmer: Karthago an Isar und Inn: Bayern ist im Interesse der Globalisten zu zerstören……

  3. Was nutzt mir das? Die Heimat meiner Eltern liegt in Schlesien. Aus Schlesien wurden ja bereits nach dem 1. WK., aufgrund des Gebietsverlustes in Oberschlesien, viele Deutsche Menschen vertrieben. Die Vertreibung fing scho 1918 und nicht 1945 an. Entlang der Demarkationslinie, schon damals, mitten durch Deutschland, patroulierten polnische Soldaten, die niemanden herein und heraus ließen. Dreimal, mussten meine Grosseltern, nebst ihrer Kinder, Haus und Hof verlassen, und sich nach dem freien Deutschland durchschlagen. Als wieder Ruhe eingekehrt war, gingen sie zurück und fanden ihre Existenz ausgeplündert vor. Was soll man zu einem neuerlich erstarkenden Nationalismus sagen? Es ist schon heute so, das darauf geachtet wird, die Gemeindegrenzen so zu legen, das die Deutsche Minderheit keinen Einfluss mehr möglich machen kann.

  4. Im Bundestag kann man sich nicht auf die Nachfolge Vosskuhles einigen, eine 2/3 Mehrheit wird gebraucht. Und den Polen will man verbieten, dass ihre Richter mit 65 in den Ruhestand gehen sollen. (Ich hätte die Richter, die der REW verbieten, den eigenen Forst zu roden, auch gerne im Ruhestand. Dort können sie vermutlich weniger Unheil anrichten.

  5. Polen, Ungarn, Slowakei und Tschechien, Hoffnung für uns!
    Visegardstaaten werden diese von niemanden gewählten Mitglieder der EU Kommission zum Teufel jagen, wir Sachsen helfen mit!

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