Ein Gastbeitrag von Josef Hueber

„Die Krise der Gegenwart beruht eben darauf, dass Vernunft und Gefühl auseinanderdriften und dabei beide krank werden.“ (Benedikt XVI.)

Galten die Kirchen lange Zeit als Garanten für Stabiltität, als vorsichtige, vielleicht manchmal etwas zu schwerfällige Befürworter von Veränderungen aus Furcht vor mangelnder Bewahrung des Bewahrungswerten, so sind sie heute in den Augen vieler Christen richtungslos in der Beurteilung der kulturellen Bedrohung Europas. Die „Sonne“ des Glaubens, wie der Gründer des Christentums bezeichnet wird, befindet sich in einer Finsternis, deren Ende nicht abzusehen ist. Als Folge läuft der moralische Kompass christlicher Moral Amok.

Immer mehr Menschen zahlen keine Kirchensteuern mehr

Die Enttäuschung nimmt zu. Die Kirchen in Deutschland sehen zwei Fluchtbewegungen, und sie sind so ratlos angesichts der einen, wie irrational und weltfremd angesichts der anderen. Die erste: Immer mehr registrierte Christen kündigen ihre Mitgliedschaft in den Kirchensteuer- Großgemeinden. Die andere: Immer mehr Migranten fluten das Land (die kirchlicherseits allesamt – hochignorant, weil völlig desinformiert – als „Flüchtlinge“ bzw. „Asylanten“ bezeichnet werden), und immer mehr Schon-länger-hier-Lebende, früher Deutsche genannt, sind empört oder entsetzt darüber.

Sie wollen sich nicht  immer wieder von den offiziellen Vertretern der Kirchen erzählen lassen, dass jeder der Millionen „Flüchtlinge“ Abbild des in Jesu Gleichnis vom am Wegrand zusammengeschlagenen Räuber-Opfers ist und sie Samariter spielen sollen. Barmherzigkeit sine qua non? Schließlich gibt es davon schon Millionen, und sie werden immer mehr. Vor allem: Die nach (angeblich) christlicher Moral zu Samariterdiensten ohne Ende Verpflichteten wissen:  Es sind nicht die Ärmsten, sondern die Reichsten aus Zuwanderungslanden, weil die Ärmsten sich nichts leisten können, schon gar nicht die börsenverdächtigen Schleuser.

Aber, so die von Papst Franziskus, seinen Kardinälen und den evangelischen Alias-Kardinälen wie Bedford-Strohm, vertretene, buchstabenorientierte Morallehre, quasi ex cathedra, lehrt uns: Wir seien verpflichtet, allen Millionen gegenüber Samariter zu sein, ungeachtet der Frage, wieviele von ihnen tatsächlich Verfolgungs-Opfer sind bzw. nur so tun, und, last but not least, wieviel das kostet. Wie Strom aus der Steckdose kommt, so kann man offensichtlich Geld drucken. Oder, wie der verdummende Polit-Sprech lautet:

Man müsse „mehr Geld in die Hand nehmen“. Ob wir uns das leisten können, und inwiefern dies Raub am hart erarbeiteten Eigentum der Deutschen bzw. ihrer Nachkommen ist, weil schließlich Geld nicht alles, aber ohne Geld alles nichts ist – diese Fragen bleiben außerhalb des moralischen Gesichtsfeldes der Gutchristen und ihrer Oberen. Derer verträumten Meinung nach gelte nämlich das „Wir- schaffen – das“ der Katastrophen-Kanzlerin, wenn es darum geht, dass sich für die Generationen unser Kinder und Enkel Abermilliarden an Schulden und Lasten anhäufen werden, die weder von einem Geld scheißenden Märchen-Esel noch von der Geldscheindruckerei aus Dingsda bezahlt werden können.

Soviel Blindheit und moralischen Irrsinn hätte man als Christ seiner Kirche nicht zugetraut

Die Frage, inwiefern die angemahnte Samariter-Tätigkeit eine existentielle Bedrohung durch die auf uns zukommende Ideologie der Eroberung und Unterdrückung beinhaltet, scheint schon gleich gar nicht von Interesse zu sein. Und dass sie, die christlichen Kirchen und ihre Anhänger, mehr als jeder andere davon betroffen sind – das haben sie noch nicht im Ansatz kapiert.

Soviel Blindheit und moralischen Irrsinn hätte man als Christ seiner Kirche nicht zugetraut. Ein Leben lang stand christliches Denken dafür, ideologieresistent, realitätsorientiert, dennoch von Empathie gegenüber Hilfsbedürftigen und gleichzeitig verantwortungsvoll-pragmatisch zu sein. Die vernunftorientierte Ausrichtung christlicher Ethik ist  zu Grabe getragen. Zumindest in Deutschland – und in Rom. (Bild links: Sonnenfinsternis beim Tod Jesu)

Hat man unter den Verfassern von gutmenschlichen Flüchtlingsfürbitten beim Sonntagsgottesdienst vergessen, was der Vorgänger des jetzigen Armen-Papstes, ehemals Prof. Joseph Ratzinger, als vermutlich bedeutendste aufklärerische Hinterlassenschaft gegeben hat ? Es war wohl dies: die Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft als etwas Gegebenes, aber auch als etwas zu Forderndes.

Da nun christliche Ethik, resp. Moral, Teil des Glaubenskernes ist, nimmt es Wunder,  dass man sich dieser inhärenten Konsequenz offensichtlich nicht bewusst ist. Christliche Ethik ist eben NICHT eine bloß am Gefühl orientierte Sentimentalitätsduselei oder Gut-Christentum. Sie bedarf, wie auch der Glaube, der Orientierungskontrolle durch die Vernunft. Doch in der Frage nach offenen Grenzen für jedermann hat christliche Kirchenmoral mit Vernunft offensichtlich nichts mehr zu tun.

Transport des Heiligen Geistes in Luxus-Limousinen

Vernunftkontrolle heißt übrigens nicht Ausrichtung an kalter Rationalität, an reinem Zweckdenken, an blankem Egoismus. Sie muss aber, eben aus aus Vernunftgründen, auch das Eigeninteresse des zur Hilfeleistung Verpflichteten im Auge haben. (Die christlichen Kirchen in Deutschland kommen übrigens  auch nicht auf die Idee, das gesamte Kirchenvermögen dem Staatshaushalt zur Versorgung von „Flüchtlingen“ zur Verfügung zu stellen. Ihre Vertreter fahren immer noch nicht, wie Papst Franziskus, mit kleinen Rennsemmeln der Firma Ford von Termin zu Termin, sondern lassen sich gerne von Chaffeuren in Luxus-Limousinen, Marke Edelflotten, fahren.)

Der Blick in die säkulare Wissenschaft hat christlicher Diskussion in Folge der Aufklärung nie geschadet. Max Webers Unterscheidung zwischen Verantwortungsethik und Gefühlsethik ist der Maßstab, an dem sich Christen in der Frage der Migration orientieren müssen. Sie bewahrt vor einem dem Christlichen wesensfremden „kranken“ Gefühl  und „krankem“ Denken (Benedikt VI.).

Franziskus gegen Salvini

Wie weit die Erkrankung moralischer Urteilsfähigkeit in weiten Kreisen der Kirche bereits fortgeschritten ist, zeigen stellvertretend zwei Meldungen aus Italien. Der Innenminister  Salvini   wird – man halte sich fest – mit dem „Satan“ verglichen, weil er die Grenzen dicht machen will.

Und der Leiter der Jesuiten-Zeitschrift „Civiltà Cattolica“, Pater Antonio Spadaro, nannte den Gesetzesentwurf zur Aufhängung von Kreuzen in Klassenzimmern, Vorlesungsräumen und anderen Bildungseinrichtungen, Amtsstuben, Sitzungsräumen von Regional-, Provinz- und Gemeinderäten sowie Wahllokalen „blasphemisch“. Das Kreuz sei „kein Zeichen nationaler Identität.“

Früher war mehr Verstand. (frei nach Loriot)

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67 Kommentare

  1. Die christlichen Kirchen beziehen sich auf das Bibelwort “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und interpretieren das so, dass “der Nächste“ die ganze Welt umfassen würde. Dann müsste es aber heißen: ‚“liebe alle Menschen“. Die Kirchen erhoffen Vorteile von der Migrationspolitik; diese Selbstsucht wird jedoch zur Selbstzerstörung führen, wenn einst Muslime die Mehrheit in Deutschland darstellen.

  2. Eben nicht alles wortwörtlich zu verstehen, war der Hinweis von Jesus an den Gesetzesvertreter Mitleid gegenüber einem hilflosen Menschen nachzugeben und ihm der Nächste aus dessen Sicht zu sein wie der Samariter bis er wieder auf die Beine kommt. Allerdings hätte sich der Pfarrer, der den kleinen Hitler aus den Fluten des Inns zog, sich später lieber auch den Arsch gebissen.

  3. Solange die Priester weder Menschen bei sich zuhause aufnehmen, ihr ganzes Vermögen und das der Kirche dafür hergeben, für diese „armen Menschen“ Unterkünfte bauen lassen, keine Patenschaften für die Kinder übernehmen, sondern nur wohlfeile Worte von sich absondern,
    haben sie mir nichts von Samariter zu erzählen, sie haben nichts verstanden, was Jesus sagt,
    sie sind dumm wie Brot.

  4. Die christlichen Kirchen befinden sich zwar in moralischer Sonnenfinsternis, begehen aber mit ihrem Verhalten Blasphemie.

    Nur gut, dass diese Herrschaften die ersten sein werden, die die Islamisten „abschaffen“ werden. Und sie haben es dann auch so verdient.

  5. Alle Kirchen sind Abzocker. Bei den Amis und deren Ablegern im Ausland sind das sehr viele aber kleine Gruppen. In Deutschland staatlich geförderte Großunternehmen. Eine Mafia im Staate. Das es überhaupt noch Menschen gibt, die das nicht durchschauen ist nicht zu verstehen. Kranke Menschen in kranken Organisation. Weltfremd aber mächtig und somit gefährlich.

  6. Weder den Linken noch der Kirche geschweigedenn Mafias Banken, Unternehmen noch den mit ihnen verbündeten gläubigen oder wahlweise ungläubigen Gewalttätern stand ihr Klientel jemals an vorderster Stelle. Korruption gelingt seit jeher am besten, wenn man sie mit den besten Absichtserklärungen bemäntelt. Und nur der stets neu formierte bürgerliche Widerstand erschuf für eine Zeit etwas Gerechtigkeit

  7. Ich habe für die Kirchen kein Verständnis mehr und bin diesem Verein ausgetreten; denn es ist KEINE Gemeinschaft der Heiligen mehr. Wenn es heißt Samariter, so wären das bestimmte Einzelpersonen, die es verdient haben und keine pauschalierende Gruppe. Hinzu kommt die Anweisung Christi: „Gehet hin in alle Welt“ zu Deutsch; „Sprecht über Christus und dem neuen Testament“ und nicht, gebt Euren Glaub

  8. Sehr guter Artikel. Das Beste, das ich von Seiten der Kirche je gehört habe betreffs dieses Problems, waren die beiden Predigten von Jakob Tscharntke EFK Riedlingen vom 4.10. und 11.10. 2015. Im Internet abzurufen.

    • Pfr. Tscharntke wurde ja dann auch umgehend „kaltgestellt“
      Ich frage mich, ob die hochstudierten Pfarrer nicht erkennen können, wollen oder einfach nicht dürfen

  9. 5. Die Bischöfe, die diese Art der Migration fördern, begünstigen damit die Entstehung eines totalitären Mafiastaates und behindern die Wahrheitsfindung, um den kriminellen Handlangern und Hintergrundmächten das Handwerk zu legen. Das ist gar nicht christlich. Und wenn mann schon zu feige ist, dann falle man denjenigen, die das unter großen Opfern versuchen nicht noch in den Rücken!

  10. Fantastischer Artikel. Den christlichen Amtskirchen ist der christliche Glaube und jegliche Vernunft abhanden gekommen. Und es stellt sich die Frage, ob dies nicht immer schon so war und nun nur mal wieder durchbricht, weil ihre politischen Vertreter die Spitzenämter in diesem Land fest in Beschlag genommen haben. Kirchlicher Lobbyismus wohin das Auge schaut…

    • naja die kirchenoberen versprechen sich da bestimmt einen platz in der ERSTEN REIHE im Himmel ,genauso wie A.M….ob sie den wohl bekommen ??

  11. 4. ..zunehmender Heterogenität steigt das Konfliktpotential sowie Potentiale für das „Teile-und-Herrsche-Prinzip“ und begünstigt damit die Entstehung eines totalitären Überwachungsstaates, der den demokratischen und rechtsstaatlichen Grundprinzipien europäischer Staaten zuwiederläuft.

  12. 3. Migration führt in den Aufnahmeländern zu steigernder Heterogenität. Dies untergräbt die Identität und damit Potential für Solidarität innerhalb der Gesellschaft und führt dazu, das jede Teilgruppen möglichst viel für sich rausholen will, weil sie mit den anderen Teilgruppen nichts oder nicht viel zu tun hat und der Sinn für das Ganze verlorengeht.
    4. Cui Bono? Mit zunehmender Heterogenität

  13. 1. Migartion ist gleichbedeutend mit Entwurzelung und kann bei den Migranten Kulturschocks und Traumatisierungen zur Folge haben
    2. Der wahre Skandal sind die Zustände in den Herkunftsländern, die zu Migration führen. Diese sind z.T von globalen Konzernen aus Gewinninteressen heraus initiiert. Wieso gibt es z.B. Privatfirmen die Krieg als DL verkauen (Blachwater)

  14. Ich habe mal gelesen, gemäß islamischer Lehre dürfe man die an sich gebotene Barmherzigkeit Fremden gegenüber nicht so weit treiben, dass man damit sich selbst oder der eigenen Familie schadet. Daraufhin habe ich einen kath. Priester gefragt: „Warum hat Jesus so etwas nicht gesagt?“ Da sah er mich erstaunt an und antwortete: „Aber das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand!“

    • Jesus sagte sehr wohl:“ Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden zu geben!“ Eine Ausländerin konterte darauf, dass auch die Hunde von dem Brosamen bekommen, die vom Tisch der Herren fallen. Jesus stimmte ihr zu, aber es sind nur die Brosamen und nicht 50% oder 70% des Brotes!

  15. Diese Migration christlich zu legitimieren ist ein Husarenstück:
    Seit Babylon ist die Einteilung in Nationen zum Schutz der Menschen vor sich selbst sogar von Gott angeordnet und gewollt. Sie aufheben zu wollen ist geradezu eine Kriegserklärung gegen den Willen Gottes. Gott will die friedliche Koexistenz der Nationen. Als Christ muss man deshalb dagegen sein!!!

  16. die Kirchenspitze ist in der Mehrheit mit Feinden Jesus wie Kommunisten und Freimaurern unterwandert (siehe z.B. google: kath. Bischof Rotary-Club). Diese sind verfolgen ihr eigens Programm. Man lasse sich daher keinen Schuldkomplex einreden. Das Gegenteil ist der Fall: für die Kosten der 1,5 Mio Migranten von 2015 hätte man welteit 70 Mio Menschen helfen können.

  17. @Barbara: Neuch heuchlerischer wird`s, wenn man in die Betrachtung mit hineinnimmt, dass die „Geben ist seliger denn Nehmen“-Kirche ja über ihre „karitativen“ Organisationen (die sie sich ebenfalls nicht selten mit Hilfe von „Staats“ — also UNSEREN — Geldern sponsorn läßt) auch noch jede Menge an den „Flüchtlingen“ für deren Unterbringung und Verköstigung VERDIENT! Soll das „Nächstenliebe“ sein?

    • wenn man sich bewusst ist, dass der Vatikan der !reichste Konzern! dieses Planeten ist dem es ein leichtes wäre allein mit ihrem Vermögen in Südamerika diesen Kontinent von Armut zu befreien! da kommt einem schon das kalte Grausen wie gekonnt diese Organisation die 1,3 Milliarden plus Katholiken mit der ewigen Schuldzuweisungslüge der Kreuzigung an der Stange gehalten werden: Austritt !!!

  18. Wieviel Geld hat die „Flüchtlingskrise“ – für die moralisch erhabenen Kirchenfürsten ein warmer Goldregen – eigentlich bisher so in deren Kassen und Privatschatullen gespült, lässt sich das einigermaßen verlässlich beziffern? Demaskiert ihre Scheinheiligkeit!

  19. Die Kirchensteuer sollte abgeschafft werden. Die Finanzierung sollte wie woanders auch über Spenden erfolgen. So müsste die Kirche wieder zusammenrücken und könnte sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren: die Verkündigung des Evangeliums.

    • Kirchensteuer hat auch Vorteile. Die nicht staatlich finanzierten Evangelikalen streben teils offen ein Unterwandern/Übernehmen sämtlicher politischen und gesellschaftlichen Bereiche, sowie wirtschaftlich örtliche Machtstellungen an. Gepaart mit den (mittlerweile bekannten) kruden Einstellungen entsprechender ‚Sektengurus‘ und eiskalter Über-Leichen-Gehen-Heuchelei ist das richtig gefährlich.

  20. Ich kriege zuviel, wenn Geistliche wie Don Camillo vor ihrer Gemeinde produzieren. Dieses scheinbar „Lockere“ hat im anstehenden Kulturkampf mit dem Islam vor allem Eins: Selbstentwertung.

    So dumm ist kein Imam. Und der Islam wird beinhart fordern.
    Noch quengelt er nur.

    • Offenbar kennen Sie Don Camillo nicht. Er ist das Gegenteil von jemand, der „sich produziert“. Er besitzt Prinzipientreue und gesunden Menschenverstand. Beides geht offenbar den Kirchenoberen ab.

  21. Wichtig ist den „christlichen“ Kirchen nicht der Glaube, sondern die Zugehörigkeit zum Mainstream und den für Deutschlands und Europas Untergang stehenden Regierungen der Linken Faschisten.

  22. Wenn sich die beiden Kirchen mehr für die Rechte von Moslems
    einsetzen und die Christenverfolgung in den moslemischen Ländern
    überhaupt nicht anprangern, haben die für mich keine Glaubwürdigkeit
    mehr.

  23. Bin kein Christ, „Glauben“ ist für mich ein Konzept, daß ich nie verstanden habe. Jedoch: Das Christentum bietet ein gutes Regelwerk zum Zusammenleben innerhalb zivilisierter Gesellschaften. Und genau hier liegt das Problem: Im gepflegten Blumenbeet „Christentum“ wildern nun archaische Horden wie ein wucherndes, invasives Unkraut. Abwehrmechanismen: Fehlanzeige. Und der Gärtner gibt weiter Dünger.

  24. So einfach ist es nicht. Wir Christen sind verpflichtet zu helfen, ohne wenn und aber. Das Problem ist eher das die Kirchenoberen leider den zweiten notwendigen Satz dazu nicht sagen: Bitte hört auf Menschen dazu zu bringen über das Mittelmeer nach Europa zu gehen. Das ist das Problem, nicht die Flüchtlingshilfe, die für Christen selbstverständlich ist.

    • Der schlechte Witz an der Sache ist, dass die allermeisten Immigranten eben keine Flüchtlinge mit Asylrecht sind, sondern zu einem großen Teil kriminelle Personen, die unser Asylrecht merkel-ungerecht missbrauchen dürfen. Damit wird das christliche Gebot der (Nächsten)liebe ad absurdum geführt und ausgehöhlt…

    • Woher wollen Sie jetzt und hier wissen, wozu Jesus/Gott den einzelnen Menschen genau in diesem Moment verplichtet ? Wir sollen Jesus folgen und nicht nachahmen wie ein Affe und ich bezweifele, dass Jesus im Moment jemanden verpflichtet mit einem lächerlichen Schlauchboot übers Mittelmeer zu tuckern……

      • @ Gast: Zudem hat Jesus durch sein Opfer die Christen von der Last der Erbsünde erlöst und damit befreit, um ein normales und vernünftiges Leben ohne Schuldgefühle führen zu können. Jesus als Leitfigur und nicht als konkretes Vorbild, dem man anmaßend nacheifert. So verstehe ich das Christentum jedenfalls

    • Die Bibel sagt klar, dass zuallererst den Glaubensgeschwistern geholfen werden muss (Gal.6,10) bzw. ‚eigenen‘ Hilfebedürftigen (z.B. Mark.7,26-30)
      Denen hat man aber auf perfideste Art (z.B.Leugnung o.ä.) die Hilfe verweigert, das Leben zur Hölle gemacht, sie weggeekelt oder schlicht ignoriert – s. dazu: 1.Tim.5,8. Wer DANN noch ‚Flüchtlingshilfe‘ auffährt, dem ist Gottes Zorn + Urteil sicher.

      • Wenn die heutigen sogenanten Flüchtlinge merken, dass das Boot Deutschland voll ist, werden sie aus Egoismus die Ersten sein, die die Grenzen schließen werden und die Gutmenschen verfluchen, die aus scheinheiligen Gründen den Hals nicht voll genug bekommen und sich den „Grenzschützer“ nähern. Gottes Zorn ist sicher, nur ganz anders als die Guten es immer meinen.

      • Wer ist unser Nächster? Ist nicht Gott unser Nächster? Und wenn wir Ihn lieben,hat er uns dann nicht seine Hilfe angeboten,denn Gott hat uns zuerst geliebt,was auch immer wir unter Liebe verstehen wollen? Wenn ich einen Menschen vor Gott liebe,wo stelle ich mich dann hin?Leben wir in einer falsch verstandenen Nächstenliebe und nehmen so Gottes Hilfe unbewusst nicht an? Was möchte Gott tatsächlich?

      • Die zehn Gebote zu befolgen, wäre ein guter Anfang und denjenigen, welche diese einfachen Regeln beherzigen, sollte die Nächstenliebe gelten.

      • Bei solch abwegig-absurden Gedankenverschwurbelungen kann ja nur Schwindel herauskommen..
        Es ist letztlich genau diesselbe Frage („Wer ist mein Nächster?“), die der Pharisäer stellte.. nachdem er das 1.Gebot zietiert hatte. Daraufhin! erzählt Jesus die Geschichte vom barmherzigen Samariter..
        Also: Tu doch einfach, was Gott sagt..

  25. Nach heutiger kirchlicher Auffassung hätte der gute Samariter den hilflosen Menschen bei sich aufnehmen müssen, anstatt die Verantwortung für dessen Wohlergehen gegen Bezahlung auf den Wirt abzuwälzen.

  26. Kann mich noch erinnern, dass ganz am Anfang der Krise in unserem Dorf der Pfarrer einen runden Tisch u.a. mit den Linken abhielt, wie man den „Flüchtlingen“ denn am besten helfen könne…und wie ich naiverweise dachte: Was macht der denn? Er will, dass Tausende in seine Gemeinde kommen, die unsere Religion vernichten wollen?…. Verräter gab es ja in der Geschichte schon viele!

    • Der Austritt bewirkt nur das dem Christentum geschadet wird. Wer etwas ändern will, muss mitarbeiten in der Kirche. Das ist der einzige Weg!
      Denn das wir so weit sind, liegt daran das es zu viele gibt die meckern und zu wenige die mit anpacken.

  27. Es werde zwei Europa geben, ein neues und ein altes, soll Ex-US-Verteidigungsminister Rumsfeld gesagt haben. Wohl ein monokulti-islamisches Westeuropa und ein christlich-aufgeklärtes Osteuropa. Beides würde wohl eine Annäherung der EU an Russland behindern und wäre so im Sinne gewisser US-Militärstrategen…

  28. Die Aufklärung kam auch wegen der religiösen Despotie mittelalterlicher Kirchen zustande. Kant hielt Religion und Emotionen für gefährlich, zog nur die Moralgebote daraus für den Humanismus.

    Kant erklärte nicht, warum „Vernunft“ oft zu „Unvernunft“ wird, sprach auch von „empirischer Vernunft“. Den Zusatz ignoriert Benedikt und verwechselt daher „Vernunft“ mit emotionslosem Rationalismus.

    • Die Aufklärung zeichnete sich zuallererst durch Massenmord aus, ein Massenmord der bis Heute gerne verschwiegen wird.
      Zu Kant und dem was Papst Benedikt sagt: Ich denke Kant hat etwa anderes gemeint und Papst Benedikt ist zuzustimmen.

  29. Aber, aber! Das, was christliches Verhalten sein soll, hat es keine 30 Jahre lang gegeben. Bevor der Hahn 3 mal krähte, war es damit, von ein paar löblichen Ausnahmen abgesehen, schon wieder vorbei.
    Abschaffung der Todesstrafe? 2000 Jahre zu spät. Augustinus: „Was hat man den gegen den Krieg?“
    Das, was Jesus wollte, konnte die Kirche nie leisten. Schon garnicht wollte er eine Kirche gründen.

    • (1)Bevor Sie hier, mit dem sicheren Bauchgefühl, das sonst eigentlich den Grasgrün-Linken eigen ist, Ihre Meinung von sich geben, sollten Sie bedenken, dass diese weitestgehend aus der Desinformation der 68er Bildung stammt. Tip: lesen Sie mal Chesterton (1874-1936), der sich zu seiner Zeit mit ähnlichem beschäftigen musste, z.B. seine „Orthodoxie – Eine Handreichung für die Ungläubigen“. >2

  30. „Moralische Sonnenfinsternis“ ist eine höchst treffende Formulierung, zu der sich moralinsaures Dummgeschwätz gesellt, das gekrönt wird durch die Unfähig- und Unwilligkeit zum Erbringen von „Dienstleistungen“ wie z.B. Versehgang und kirchliches Begräbnis durch den hauptamtlichen KirchenBEAMTEN, das Wort Beamter sollte man als Schimpfwort in den Bußgeldkatalog aufnehmen.

  31. Was ein reputierlicher Artikel nicht erwähnen darf: Der Schaden, den Millionen gewaltaffine Migranten hier anrichten ist vielleicht gar nicht kollateral. Dominante Positionen, wie sie in Politik und Kirchen geboten werden, ziehen Narzissten und Psychos an wie Motten das Licht. Oft will wer Schaden anrichtet, einfach nur Schaden anrichten. Gelegenheit ist da für Psychos aus Kirchen und Altparteien.

  32. Dass der Barmherizige Samariter das Räuberopfer aus dem Graben gezogen hat – man könnte dies mit der „Seenotrettung“ der Flüchtlinge vergleichen – war nur die eine Hälfte der Lehre, die Jesus mit der Geschichte geben wollte. Er holte „zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, WERDE ICH ES DIR BEZAHLEN, wenn ich wiederkomme.“

    • Nach heutiger kirchlicher Auffassung hätte der gute Samariter den hilflosem Menschen bei sich aufnehmen müssen, anstatt die Verantwortung für dessen Wohlergehen gegen Bezahlung dem Wirt zu überlassen.

    • Richtig. Und überdies ist der barmherzige Samariter AUF SEINEM WEG DIREKT am Halbtotgeschlagenen vorbeigekommen. Soll heissen: Mein Nächster ist der, dem ich persönlich DIREKT begegne. Sprich: Nachbar, Arbeitskollege, Obdachloser am Strassenrand, Reisegefährte, usw. Die Heuchler haben weggeschaut. Und lieber vor aller Menschen Augen gespendet/’Gutes‘ getan..

  33. Schöner Artikel.
    Wäre ich nicht schon vor Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten, wäre jetzt der Zeitpunkt da! Diese Doppelzüngigkeit einiger Vertreter ist echt beschämend…
    Was noch schlimmer ist: Die Ausbeutung der Steuerzahler wird befürwortet und das eigene Vermögen gehortet! Verlogener gehts nicht, deshalb raus aus dem Verein, keine Unterstützung mehr!

    • es ist ja schon ein perfides raffinierts jahrhundertealtes Spiel der “ Vatikanis “ damals wie heute geht es nur um die GIER des noch mehr… Ablass wäre nur ein Beispiel der Bereicherung aus der Vergangenheit…- es kommt noch viel schlimmer in der Neuzeit… jeder frisch geborene ! Katholik ! wird zur sicheren Einnahmequelle sein Leben lang !… Austritt aus dem Verein… ist die Lösung !!!

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