Am Karfreitag forderte der Münchner Kardinal Marx und besondere Günstling von Papst Franziskus die Gläubigen in seiner Predigt auf, mehr auf Muslime zuzugehen und sie in ihre Häuser einzuladen.

Dazu erreichte uns folgender Erlebnisbericht einer Leserin, die aus verständlichen Gründen gerne anonym bleiben möchte (PP sind Name, Anschrift und Beruf der Autorin bekannt. Sie weiß, wovon sie spricht):

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Stellen Sie sich vor, ich wäre Lehrerin und ich würde Ihnen erzählen, dass ich das, wozu der Herr Kardinal da auffordert, seit Jahren getan habe: Einladen. Und zwar auch im übertragenen Sinn. Also zum Beispiel mit Muslimen über ihre Religion und die christliche Religion zu reden, Gemeinsamkeiten in den Fokus zu stellen und sich gegenseitig zu besuchen, mit christlichen Kindern die Moschee zu besuchen, wie auch mit muslimischen Kindern die Kirche.

Und hier taucht genau das Problem auf. Die eine Richtung funktioniert – die andere nicht.

♦ Wenn also ich als Lehrerin akzeptiere, dass mir ein muslimischer Vater nicht die Hand gibt, weil ich in seinem Empfinden „unrein“ bin, dann funktioniert die Zusammenarbeit.

♦ Wenn ich aber die Tochter mit auf eine Klassenfahrt nehmen will, dann wird das mit der Begründung:“ Sie kann in der Zeit zu Hause von ihrer Mutter bügeln lernen.“ abgelehnt.

♦ Wenn Ramadan ist muss ich akzeptieren, dass die muslimischen Schüler müde und erschöpft kaum am Unterricht teilnehmen und ich am besten die vier Wochen nicht in die Zensurengebung einrechne.

♦ Wenn ein Weihnachtsgottesdienst mit der Schule besucht wird, dann wird sich geweigert in dieses „Gotteshaus“ zu gehen, bei den Gebeten aufzustehen oder sich einfach nur respektvoll zu verhalten.

Wenn in einem literarischen Text im Deutschunterricht das Wort „Gott“ in einer Redewendung enthalten ist, bin ich inzwischen vorbereitet auf die Äußerungen muslimischer Schüler, dass sie nicht bereit sind diesen Text vorzulesen oder im Rahmen einer Textanalyse zu verwenden.

Ich kenne die Schüler, die nicht bereit sind mir beim Tragen von Büchern zu helfen, in denen ihrer Meinung nach „nicht Islam konforme“ Dinge stehen könnten.

Wohin also soll ich sie einladen? Zu mir nach Hause? Sie würden nicht mal über die Türschwelle treten, weil ich einen Hund habe!

Wer von Ihnen jetzt denkt, ich schreibe über die Menschen, die in den letzten Jahren in dieses Land gekommen sind, der irrt. Hier ist die Rede von Menschen, die bereits als „integriert“ gelten, die zu großen Teilen hier geboren sind, die teilweise Eltern haben, die schon 30 oder 40 Jahren hier in diesem Land leben. Das ist das Ergebnis von unseren Integrationsbemühungen der letzten Jahrzehnte.

Würde ich diesen Text erweitern um das, was sich in den letzten Jahren zusätzlich verändert hat, würde ich Massenschlägereien, Eskalationen im Klassenraum wie auf dem Schulhof, Drohungen gegen Lehrer und Lehrerinnen und Allahu Akbar Rufe bei Schulfesten hinzufügen.

Ich würde erzählen von muslimischen Schülern, die ihre muslimischen Mitschülerinnen mobben, beleidigen und unter Druck setzen, die kein Kopftuch tragen.

Ich könnte schreiben von Schülern, die versuchen andere Mitschüler zu bekehren und ihnen mit der Hölle drohen, wenn sie nicht den wahren Glauben annehmen.

Oder ich könnte beschreiben, wie so ein Gespräch mit einem jugendlichen Neuankömmling abläuft, der einen Mitschüler zu Boden geprügelt hat und auf die Androhung von Konsequenzen nichts weiter zu sagen hat als:

„Ihre Regeln stehen niemals über den Regeln meiner Religion.“

Sind Sie fassungslos? Ich auch…

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