(Ifis / David Berger) Bei manchen Artikeln in den Mainstreammedien – zumal solchen, die früher für ihre solide Berichterstattung bekannt waren – fragt man sich als Leser nicht mehr, warum die Auflagen schwinden.

„Heftiger Streit über einen Papp-Weihnachtsbaum“, so betitelt Claudia Becker einen Artikel, in dem sie investigativ ein Gerücht als falsch enttarnt. „Protokoll einer Empörung“ nennt sie den Artikel. In der Schule hätte man eher „Thema verfehlt“ darunter geschrieben (bekommen).

Worum geht es?

Der „politisch eher rechts orientierte Blog Philosophia Perennis“, das sind also scheinbar wir, hat den Artikel einer regionalen Zeitung und später der Kronenzeitung über das angeordnete Wegräumen eines Weihnachtsbaums aus einem öffentlichen Veranstaltungsraum, zum Anlass genommen darüber zu berichten. Der tatsächliche Sachverhalt ist nicht kompliziert.

Die Bozener Sport-Veteranen (bei uns würde man sagen: die Senioren) hatten ihre alljährliche Feier und hatten den Saal weihnachtlich dekoriert. Wie in den Vorjahren hatten sie die Dekoration, für nachfolgende Veranstaltungen, in der Weihnachtszeit im Saal gelassen. Der Saal selbst wurde wohl pflichtgemäß aufgeräumt.

Am nächsten Morgen erhielt der Präsident der Veteranen einen – für ihn wohl sehr überraschenden – Anruf der Gemeindeverwaltung, er habe bis Mittag den Christbaum wegzuräumen, um die Gefühle der Muslime, die den Saal gemietet hatten nicht zu verletzen.

Der Herr Präsident kam dem nach, machte die Angelegenheit aber öffentlich und löste im katholischen Italien einen Shitstorm aus, über den mittlerweile Medien aus der ganzen westliche Welt berichten. In deutscher Sprache berichtete zuerst Philosophia Perennis (was natürlich bei den Mainstreammedien sofort einen dicken Hals auslöste), dann die Kronenzeitung.

Nun ist „Alto Adige“, auf den sich der PP-Artikel zunächst u.a. stützte, kein Revolverblatt, sondern die 1945 gegründete, führende italienischsprachige Tageszeitung in Südtirol.

Und wenn man unseren Bericht und die offensichtlich recherchefreie Arbeit der „Welt“-Autorin betrachtet, dann ist in der Sache auch wenig Platz für Aufgeregtheit. Es stört sie aber wohl, dass es Menschen gibt, die diese Aktion nicht gut finden.

Das ist dann „die politische Rechte in Deutschland“ und als Beleg zitiert sie Alessandro Urzi von „Alto Adige nel cuore“, der die Entfernung als „Barbarisierung des allgemeinen kulturellen Klimas“ bezeichnet hat. Nun ist Südtirol nicht Deutschland (was man selbst wenn man für die „Welt schreibt“, wissen sollte) und Herr Urzi, Vertreter einer italienisch-orientierten Partei, und schreibt im Moment gerade massiv gegen die FPÖ an. Was auch gewisse Aversionen von der FPÖ nahe stehenden Journalisten aus Österreich gegen den PP-Artikel erklärt. Qualitätsjournalismus ist sein Geld wert.

Herr Urzi hat jedoch noch viel mehr gesagt, nämlich, dass die Muslime gar nicht danach verlangt hätten, was wiederum den Schluss nahelegt, dass die Gemeindeverwaltung in vorauseilendem Gehorsam dafür sorgte.

Damit stimmt dann wenigstens die Rubrik der „Welt“ wieder: Kulturkampf.

Hätte sie Herrn Urzi vollständig zitiert, dann hätten die Leser der Welt wohl auch erfahren, dass er deshalb so erzürnt war, weil in den vergangenen Jahren die Weihnachtsdekoration immer im Saal gelassen worden sei.

Alessandro Urzi schreibt:

„Der Weihnachtsbaum wurde von den Sportveteranen in den vergangenen Jahren, unter allgemeiner Zufriedenheit, in einem öffentlichen Raum der Stadt während der Feiertage über gelassen …“

An diesem Punkt fragt man sich, warum Frau Becker den Artikel überhaupt geschrieben hat, sie hätte einfach auch nur auf die korrekte und mehrfach akualisierte Berichterstattung von Philosophia Pernennis verlinken brauchen.

Und wir verraten Frau Becker an dieser Stelle auch, dass unsere Recherchen noch laufen und wir hoffen weitere Details nachliefern zu können.

Scheinbar ist die einzige Fakenews Frau Beckers Einleitung (eine Nachricht, die von italienischen und amerikanischen Medien anfangs verbreitet wurde, die wir zunächst, aber – noch bevor die etwas ratlose Welt-Journalistin überhaupt von den Vorgängen Kenntnis hatte- korrigiert haben):

„Im italienischen Bozen wurde angeblich der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus aus Rücksicht auf Muslime entfernt. Auch wenn sich das Gerücht als falsch erwies – das Netz kocht.“

Dass Frau Becker dabei auch noch gegen die Behauptung kämpft, die Muslime hätten sich über die Weihnachts-Deko aufgeregt, zeigt ihre eigentliche Motivation:

Wie ein Feuerwehrmann, der endlich mal wieder als heldenhafter Retter auftreten und löschen will und daher selbst Feuer legt, hat sie eine Fakenews erfunden, die keiner verbeitet hat – und die sie nun im Namen eines Kampfes gegen rechten Journalismus bekämpft… 

Gäbe es einen Kahane-Preis für die Heldin im Kampf gegen Fake-News würde PP jetzt Frau Becker vorschlagen…

***

Sie wollen lieber Philosophia Perennis als „Welt“ & Co unterstützen?

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

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BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP

16 Kommentare

  1. .
    Es wird wohl Zeit, das Philosophia-Perensis einen Preis stiftet,
    der durchaus virtuell sein und öffentlichkeitswirksam verliehen
    werden kann.
                          Die GOLDENE PERENSINE oder so…
    .
    – mlskbh –

    (Ein Grafiker da, der Überzeugendes gestaltet?)
    .

  2. Wenn das alles ist worüber sich stark Hirngeschrumpfte einen Schrumpfkopf machen, dann ist zumindest für dieses Klientel die Welt noch eine Scheibe und in Ordnung. Nur aufpassen, wenn die Scheibe Schlagseite bekommt rutschen alle politisch korrekten Deppen in den Abgrund. Ansonsten wünsche ich all diesen unterwürfigen und sich widerlich anbiedernden Musel-Kackenschmatzern trotzdem ein frohes Fest, auch wenn sie an dessen Abschaffung unermüdlich werkeln.

  3. Gratulation H. Berger,
    wenn schon widerlegt wird was man nie behauptet hat liegen die Nerven der „großen“ Informationskanäle blank.
    Neid muss man sich erarbeiten!
    In diesem Sinne immer weiter so!

    • Genauso sehe ich das auch,bei solchen “ Journalisten“ gehen die Verkaufszahlen dieser verlogenen Mainstream Lücken Medien hoffentlich noch weiter runter.

  4. Ich habe auf der Seite der „Welt“ unter dem Artikel folgenden Kommentar geschrieben. Mal schaun, ob er freu geschaltet wird 😉

    Verehrte Frau Becker, zum einen ist erstaunlich, dass Sie offensichtlich nicht ordentlich recherchiert haben – sonst hätten Sie mich als Autor des Artikels und Blogmacher kontaktiert und um Stellungnahme angefragt! Zum anderen widerlegen sie Fakemeldungen, die keiner vorher in die Welt gesetzt hat … und erinnern so an einen Feuerwehrmann, der Feuer legt, um dann als großer Löschheld auftreten zu können. Ausführlich habe ich Ihnen hier mit einer Mitarbeiterin zusammen geantwortet: https://philosophia-perennis.com/2017/12/20/gedenken-wider-willen/

    • Achso, die „Welt“ hat den Kommentar erwartungsgemäß nicht frei geschaltet. Was soll man von Leuten erwarten, die Ideologie als Journalismus (mehr schlecht als recht) verkaufen?

    • in der heutigen Zeit sind die gekoppelten Begriffe Qualität und Journalisten in 98 % aller vorkommenden Fälle Oxymorone. Es sei den der 2. Begriff würde Journaillisten geschrieben.

  5. Die kommen eben nicht aus ihrer Haut. Lügenpresse eben.
    (Hinweis an verwirrte „Nazijäger“- Lügenpresse ist ein verbürgter Begriff seit 1916, also nichts mit NS. Schöner Mist, was?)

    • Vielleicht ist diese Konifere Frau Becker auch mit Boris verwandt ?
      Könnte doch sein oder ?! Der IQ scheint ähnlich.

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