(David Berger) Papst Leo XIV. hat eine klare Grenze zu Homo-Aktivisten in der Kirche gezogen und die Billigung formalisierter Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich ausgeschlossen. Damit reagiert der Heilige Stuhl direkt auf gefährliche antikatholische Entwicklungen in Deutschland – insbesondere auf eine jüngste Anweisung von Kardinal Marx aus München.
Der Papst stellte auf seinem Rückflug von seiner Pastoralreise durch Afrika klar, dass der Heilige Stuhl „nicht einverstanden“ sei mit ritualisierten Segnungen, die über das hinausgehen, was unter seinem Vorgänger erlaubt worden war:
Der „berühmt- berüchtigte Ausdruck von Franziskus“
„Der Heilige Stuhl hat bereits mit den deutschen Bischöfen gesprochen. Der Heilige Stuhl hat klargestellt, dass wir der formalen Segnung von Paaren nicht zustimmen – in diesem Fall gleichgeschlechtlichen Paaren, wie Sie es angesprochen haben – oder von Paaren in irregulären Situationen, über das hinaus, was Papst Franziskus ausdrücklich erlaubt hat, indem er sagte, dass alle Menschen den Segen empfangen sollen.
Wenn ein Priester am Ende der Messe den Segen spendet, wenn der Papst am Ende einer großen Feier wie der heutigen den Segen erteilt, dann gibt es Segnungen für alle Menschen. Der berühmt- berüchtigte Ausdruck von Franziskus, „tutti, tutti, tutti“, bringt die Überzeugung der Kirche zum Ausdruck, dass alle willkommen sind, alle eingeladen sind, alle eingeladen sind, Jesus zu folgen, und alle eingeladen sind, in ihrem eigenen Leben Umkehr zu suchen.
Heute darüber hinauszugehen, so glaube ich, könnte mehr Spaltung als Einheit verursachen, und wir sollten versuchen, unsere Einheit auf Jesus Christus und auf das, was Jesus Christus lehrt, zu gründen. Das ist meine Antwort auf die Frage.“
Pope Leo responds to Cardinal Marx, clarifying that the Vatican does not approve blessings of same sex couples:
„The Holy See has already spoken with the German bishops. The Holy See has made it clear that we do not agree with the formal blessing of couples—in this case,… pic.twitter.com/QlzlhZJW9B
— CatholicVote (@CatholicVote) April 23, 2026
Unvereinbar mit der unveränderlichen Lehre der Catholica
Zwar hatte ein vatikanisches Dokument 2023 („Fiducia Supplicans“) erstmals private, nicht-liturgische Segnungen für Paare in sogenannten „irregulären Situationen“ zugelassen, doch ausdrücklich ohne den Charakter offizieller kirchlicher Feiern. Damit sendete dieses Dokument von Papst Franziskus dennoch sehr missverständliche Signale aus, sodass die „Zeit“ nun schreibt: „Papst Leo XIV. hat die Segnung homosexueller Paare durch die katholische Kirche missbilligt. Er widerspricht damit der Deutschen Bischofskonferenz und seinem Vorgänger.“ Papst Leo hat sich mit dem Ausdruck „infamous“ nun tatsächlich vorsichtig von „Fiducia Supplicans“ distanziert und betont, dass unbedingt der Eindruck vermieden werden muss, hier werde eine Art Homo-Ehe als 8. Sakrament eingeführt, was ein eklatanter Verstoß gegen die Lehre Jesu und seiner Kirche wäre.
Die nun in einigen deutschen Bistümern geplante Praxis, die nun Kardinal Marx sogar zu einer festen Institution erheben wollte, geht aus Sicht des Vatikans eindeutig zu weit. Leo XIV. warnte zudem vor einem Schisma bzw. einer Kirchenspaltung und betonte, dass Fragen der Sexualmoral nicht zum alleinigen Maßstab kirchlicher Einheit werden dürften. Papst Leo XIV. knüpft damit an frühere Aussagen an, in denen er feierliche Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare als unvereinbar mit der kirchlichen Lehre bezeichnet hatte.
Auslöser der päpstlichen Klarstellung ist eine Initiative aus Deutschland: Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hatte im Anschluss an Forderungen des „Synodalen Wegs“ zuletzt angeordnet, Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare in seinem Erzbistum zu ermöglichen und so entsprechende pastorale Angebote, die als eine Art Homo-Eheschließung in der Kirche aufgenommen werden, flächendeckend zu etablieren. Berichten zufolge sollen Priester, die solche Segnungen nicht selbst vornehmen möchten, die betroffenen Paare an andere Seelsorger verweisen. Damit würde die Praxis faktisch institutionalisiert – ein Schritt, der über die bisherigen vatikanischen Vorgaben hinausgeht. Noch vor der gestrigen Klarstellung des Papstes hatte dagegen Kardinal Woelki aus Köln sich von seinem Mitbruder aus Oberbayern distanziert. Die Kirche könne Partnerschaften, die der Ehe zwischen Mann und Frau widersprechen, nicht liturgisch segnen: „Das ist keine Bosheit gegen Menschen. Das ist Treue zu Christus“
Wer steht Euch näher: Papst Leo oder Friedrich Merz?

Der Konflikt verweist auf einen tieferliegenden Richtungsstreit zwischen der Weltkirche und der weitgehend gleichgeschalteten Amtskirche in Deutschland, deren Führungspersönlichkeiten, allen voran der Münchner Erzbischof Marx, mehr dem zum Nihilismus neigenden, linksgrün-woken Genderwahn der Regierenden in Deutschland als dem Papst und der katholischen Lehre verpflichtet fühlen. Und die so immer schamloser und unverantwortlicher gegenüber den ihnen anvertrauten Gläubigen auch ein Schisma und die Entstehung einer Nationalkirche provozieren. Hätte Marx noch ein wenig Anstand im Leib, würde er nun als Erzbischof von München zurücktreten.
Das Thema der aktuellen Auseinandersetzung könnte so – gleichsam als Lakmustest für das Maß an Loyalität zu katholischen Lehre – zu einer entscheidenden Bewährungsprobe für das Verhältnis zwischen Rom und der Steuerkirche in Deutschland führen. Mit seinem jüngsten Machtwort hat der Papst – gebunden an die unveränderliche Lehre der Catholica – die Grenzen kirchlicher Reformen in diesem sensiblen Bereich deutlich markiert. Es bleibt nun abzuwarten, inwiefern er bereit und fähig ist, auch in Deutschland wieder die Ordnung der Kirche herzustellen. Um so wieder eine authentische Glaubensverkündigung zu ermöglichen. Das wird ihm kaum den Applaus deutscher Politiker und ihrer Medien einbringen, evtl. auch einen wichtigen Schritt in Richtung der dringend nötigen Abschaffung der Kirchensteuer setzen. Dafür könnte gerade solche Intransigenz dazu führen, dass der Katholizismus in Deutschland einen ähnlichen neuen Frühling erlebt wie in vielen anderen Ländern.
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