(David Berger) In Ungarn formiert sich nach den jüngsten Parlamentswahlen erstmals ein parteiübergreifender Schulterschluss konservativer und rechter Kräfte – gegen die Erwartungen von der Leyens und ohne Beteiligung linker Parteien. Begleitet wird diese Annäherung von einer symbolträchtigen Debatte um nationale Identität: Der geplante Eid auf die Heilige Krone, eng verbunden mit Stephan I. von Ungarn, steht exemplarisch für eine Rückbesinnung auf historische Traditionen und könnte die Spannungen zwischen Budapest und der Europäischen Union weiter verschärfen.
Gegen die Erwartungen der EU und deutscher Medien zeichnet sich in Ungarn nach der jüngsten Parlamentskonstellation eine ungewöhnliche Zusammenarbeit mehrerer politischer Kräfte ab. Erstmals haben Vertreter der Parteien Fidesz-KDNP unter Führung von Viktor Orbán, die Oppositionsbewegung Tisza sowie die rechtsnational ausgerichtete Mi Hazánk Gespräche über gemeinsame politische Positionen geführt. Es besteht die Hoffnung, dass es zu einer parteiübergreifenden Regierungsbildung kommt, ganz ohne Beteiligung klassischer linker oder grüner Kräfte auskommt.
Direkt vom Papst erhalten
Geradezu zeichenhaft für diese hoffnungsvolle Entwicklung ist eine geplante Änderung des Amtseids für Abgeordnete. Demnach sollen Parlamentarier künftig nicht mehr ausschließlich auf die Verfassung schwören, sondern zusätzlich auf die sogenannte „Heilige Krone Ungarns“ (Szent Korona).
Dieses historische Symbol gilt seit über tausend Jahren als zentrales Element der ungarischen, stark mit dem Katholizismus verbundenen Staatstradition und wurde bei der Krönung zahlreicher Könige verwendet. Die sogenannte „Stephanskrone“ (ungarisch: Szent Korona) ist eng mit Stephan I. von Ungarn verbunden. Stephan I. von Ungarn wurde um das Jahr 1000 zum ersten König Ungarns gekrönt und gilt als Gründer des christlichen ungarischen Staates. Der Überlieferung nach erhielt er eine Krone direkt vom Papst (oft wird Silvester II. genannt), was seine Herrschaft religiös legitimierte.
Eine ultra-traditionalistische und nationalistische Geste
Der französische Journalist Silvano Trotta dazu: „Eine echte Bombe aus Ungarn, und ein neuer Schlag für die EU von von der Leyen und alle europäischen Führer, die sich über die Niederlage Orbáns gefreut haben! Im neuen Parlament haben sich erstmals drei patriotische Parteien zu einer Beratung zusammengeschlossen: Tisza (Ungarisch) + Mi Hazánk (Unser Vaterland, die nationalistische Partei von László Toroczkai) + Fidesz-KDNP (Orbán). Null Sozialisten, null Kommunisten, null Öko (wenn man mal die Linken gekostet hat, kommt man nie wieder davon los).
Sie haben einen Konsens auf mehreren Punkten gefunden, und der stärkste ist dieser: „Erstmals in der ungarischen Geschichte werden alle Vertreter (Abgeordneten) auf die Heilige Krone Ungarns schwören müssen.“
Warum das enorm ist? Die Heilige Krone Ungarns (Szent Korona) ist nicht nur eine königliche Krone. Sie ist das ultimative Symbol der ungarischen Nation seit mehr als 1000 Jahren: Sie wurde verwendet, um alle Könige Ungarns zu krönen. Sie steht für die historische Kontinuität, die Souveränität und die ungarische Identität (nicht nur die der aktuellen Republik). In der ungarischen Tradition ist die Krone fast „heilig“: Sie verkörpert Ungarn selbst. Bisher leisteten die Abgeordneten ihren Eid auf die Verfassung. Nun müssen sie der Krone Treue schwören! Das ist eine ultra-traditionalistische und nationalistische Geste.
Diese Geste sendet eine klare Botschaft: „Wir kehren zu den historischen Wurzeln Ungarns zurück, wir lassen uns nicht von der EU oder dem Progressivismus verwässern.“
Und für alle, die wenig mit der ungarischen Geschichte am Hut haben, aber sich noch an die „Sissi“-Filme erinnern können:
***
Weg mit der EU, her mit Europa! Wenn Sie PP gut finden, freuen wir uns über Ihre Unterstützung. Hier mit einem Klick:
Oder per Überweisung auf
David Berger, IBAN: DE44 1001 0178 9608 9210 41 – BIC REVODEB2 – Stichwort: Schenkung
ÜBERWEISUNG (Stichwort: Schenkung)
Entdecke mehr von Philosophia Perennis
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.








