
(David Berger) „Viktor Orbán setzt seinen „vertrauenswürdigen Verräter“ ein, und die EU tappt in die perfekte Falle: der Schachmatt-Zug, der Brüssel, Soros und Obama gedemütigt hat.“ Wenn diese Geschichte stimmt, dann hat Viktor Orbán seinen Gegnern gerade eine Lektion erteilt, die in Brüssel noch lange nachhallen dürfte. Und sie ist so dreist, dass sie fast schon wieder genial wirkt.
Seit Jahren liegt Orbán im Dauerclinch mit der Europäischen Union, mit Netzwerken rund um George Soros und mit ehemaligen US-Politikern wie Barack Obama. Der Vorwurf aus Budapest: Man wolle seine Regierung politisch zu Fall bringen. Das Problem für seine Kritiker: Eine schlagkräftige Opposition war lange nicht in Sicht. Doch dann tauchte plötzlich ein neuer Hoffnungsträger auf: Péter Magyar. Ein Mann aus dem inneren Zirkel, der sich öffentlich lossagte, das System attackierte und sich als Stimme der Erneuerung inszenierte. In Brüssel rieb man sich die Hände. Endlich jemand, der Orbán gefährlich werden könnte. Und den man entsprechend unterstützte.
Der perfekte Hoffnungsträger?
Magyar lieferte genau das, was viele hören wollten: Kritik an Machtstrukturen, scharfe Töne gegen die Regierung, das Versprechen eines politischen Neustarts. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Unterstützung, Aufmerksamkeit, Rückenwind – alles schien möglich.
Doch dann kam die Ernüchterung. Denn je genauer man hinsieht, desto mehr verschwimmt das Bild. In zentralen Fragen bleibt Magyar auffallend nah an Positionen, die man bislang mit Orbán verbindet: harte Linie in der Migrationspolitik, Betonung nationaler Interessen, Skepsis gegenüber Brüssel.
„The Other Side Media“ notiert:
- Budapest wird weiterhin russisches Öl kaufen
- Wird nicht am EU-Kredit für die Ukraine teilnehmen
- Lehnt beschleunigte EU-Beitritt der Ukraine ab
- Hofft, dass die EU nach dem Krieg die Sanktionen gegen Russland aufhebt
- Fordert, dass Kiew das Sprachgesetz-Problem löst und der ungarischen Minderheit die rechtliche Nutzung der ungarischen Sprache erlaubt
Auch das Magyar die Direktorin der Zisterzienserschule, die für ihr konservativ-katholisches Bildungsprogramm bekannte Rita Rubovszky, gebeten hat, Ministerin für Bildung zu werden, wird den Linken und der EU kaum gefallen. Magyar dazu: „Das ist unsere enorme Verantwortung, dieses Verlangen nach Gott bei jungen Menschen zu erkennen und darauf zu antworten.“ Auch die Einstellung des Staatsfunks in Ungarn dürfte ein klares Signal sein, das der Propagandamaschine von der Leyens kaum gefallen dürfte.
🇭🇺 Magyar Péter honours the Holy Crown in the Parliament of Hungary.
„It was placed here under the first Orbán government in this wonderful parliament building.“ pic.twitter.com/sZhJkVxRLz
— Based Hungary 🇭🇺 (@HungaryBased) April 17, 2026
Und genau hier beginnt die provokante These, die derzeit die Runde macht: Was, wenn das alles kein Zufall ist? Was, wenn der vermeintliche Gegenspieler nie wirklich einer war? Ein genialer Bluff? Die Idee klingt wie aus einem politischen Thriller: Während seine Gegner verzweifelt nach einer Alternative suchen, liefert Orbán ihnen genau das – nur anders, als sie denken. Eine Figur, die als Opposition gefeiert wird, aber in entscheidenden Fragen auf derselben Linie bleibt.
EU, Soros & Co geschickt reingelegt?
Und nun müssen die Gegner Orbáns erkennen: „Die Europäische Union, Soros, Obama und Konsorten sind auf den Leim gegangen, haben das Geld lockergemacht und starren nun fassungslos darauf, wie der „Wandel“, den sie so gefeiert haben, exakt dem alten Orbán gleicht – nur mit anderem Namen. Meisterzug. Fünf-dimensionales Schach in Reinform. Und das Beste: Alles legal, alles sauber und alles direkt vor ihrer Nase.“ (Quelle)
Beweise für ein solches Szenario gibt es nicht, aber vieles deutet inzwischen darauf hin, dass es tatsächlich so gelaufen sein könnte. Auch der Kommentar von Gerhard Papke zu dem Themenkomplex, frei von aller Verschwörungstheorie: „Die Ungarn wollten nach 16 Jahren Orbán einen demokratischen Regierungswechsel, aber sie wollen mit Sicherheit keinen Bruch mit den Grundüberzeugungen des ungarischen Volkes! Der künftige Regierungschef Magyar wird das beherzigen. Denn wenn er zulässt, dass wie in Deutschland islamische Parallelgesellschaften entstehen und in den ungarischen Städten arabische und afrikanische Migrantengruppen Einzug halten, wenn er zulässt, dass auf öffentlichen Gebäuden künftig Regenbogenflaggen statt der ungarischen Nationalfarben wehen, wenn er zulässt, dass sich Ungarn dem anmaßenden Machtanspruch der EU unterwirft, dann ist seine Mehrheit schneller weg, als er sie bekommen hat. Es wird spannend zu sehen, was Magyar macht. Aber von der Leyen und die Linken in Westeuropa sollten nicht zu früh jubeln.“
Fest steht: Die Episode zeigt, wie groß die Unsicherheit im Umgang mit Ungarn geworden ist, wie naiv scheinbar Orban-Gegner wie -Freunde, von Vance bis von der Leyen an die Sache herangegangen sind. Wer ist Gegner, wer Verbündeter? Wer steht für riskanten Wandel – und wer für eine neue Verpackung bewährter Politik?
Wenn sich die Dinge so entwickeln, wie es manche Beobachter vermuten, dann wäre das für Orbán ein politischer Triumph: Seine Kritiker würden genau das unterstützen, was sie eigentlich bekämpfen wollten. Ein Schachzug, der zeigen würde, dass Orban tatsächlich auch hier das Wohl seines Volkes vor eigenes Machtstreben gesetzt hat und setzt. Oder eben nur eine Geschichte, die zu gut klingt, um wahr zu sein.
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