Die Organisation „World Hijab Day“ ruft heute, am 1. Februar, zum internationalen Tag der weiblichen Verschleierung auf. Die bekannte muslimische Menschenrechtsaktivistin Seyran Ateş kritisiert, dass damit eine der Ursachen für ihre gewaltvolle Unterdrückung zum Ausdruck weiblicher Emanzipation umgelogen wird. Unser Tweet des Tages:

„Während dem überwiegenden Teil der weltweit lebenden muslimischen Frauen das Recht gar nicht erst zugestanden wird, über das Tragen des Kopftuchs selbstbestimmt zu entscheiden, weil eine Weigerung für sie Gewalt oder den Tod bedeutete, wird es von Organisationen wie „World Hijab Day“ zum Ausdruck weiblicher Emanzipation umgelogen.

Sexualisierung des weiblichen Körpers

Wir können immer noch gegen das Kopftuch sein, während wir gleichzeitig das Recht unterstützen, es tragen zu dürfen. Aber wir müssen es nicht anpreisen oder popularisieren.  (Kacem El Ghazzali)

Dabei ist das Gegenteil der Fall, weil der Hijab den weiblichen Körper sexualisiert, ist er gerade eine der Ursachen für ihre gewaltvolle Unterdrückung. Auch für die internationale Situation scheinen die Datteltäter keinen Blick übrig zu haben. Den von diesen selbsternannten „Feministinnen“ preisgegebenen und vergessen Frauen muss heute und an allen anderen Tagen unsere Solidarität gelten.

Unter dem Hashtag #LetUsTalk und #FreefromHijabhaben die, die sich vom Kopftuch befreien konnten, in den letzten Wochen ihre Geschichte erzählt.

Patriarchale Zwänge abwerfen

Ich bin froh, dass für diese Frauen nun an allen Tagen #NoHijabDay ist und wünsche jeder anderen, egal ob sie in Deutschland lebt oder in der Islamischen Republik Iran, genau diese Möglichkeit: Die patriarchalen Zwänge abwerfen zu können und selbstbestimmt zu leben, ohne dass konservative Sittenwächter/innen ihnen auf den Leib rücken.

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