(David Berger) Der Geschäftsführer des sozialen Netzwerks Jack Dorsey tritt nach eigenen Angaben von alle Aufgaben zurück. Der Mann, der weltweit den ersten Tweet abgesetzt hat, gibt auf. Jason Miller, ist Chef des Social-Media-Konkurrenten GETTR und kann den Schritt von Dorsey irgendwie verstehen. Es sei enorm anstrengend die Meinungsfreiheit permanent mit Füßen zu treten.

(c) Screenshot YT

Als CEO eines Social-Media-Startups wisse Miller nur zu gut, wie anstrengend es im Tagesgeschäft werden kann. Es müsse noch viel schlimmer sein, wenn man ständig darum bemüht sei, die Meinungsfreiheit mit Füßen zu treten.

Aber Jack Dorsey sei seit vielen Jahren in dieser Beziehung ein Multitalent:

Zensieren, sperren, Konten löschen

„Er zensiert ungeliebte Meinungen, sperrt unbequeme Nutzer, zensiert 2 Wochen vor der Wahl die älteste Tageszeitung der USA, die New York Post, weil diese über die Skandale der Biden-Familie berichtet hat, und nahm damit einseitig Einfluss auf die Wahl in USA.“

Zugleich ist Miller Dorsey dankbar: „Denn Dorsey hat mit seinem Kampf gegen die Meinungsfreiheit erst die Voraussetzung geschaffen, dass GETTR den erfolgreichsten Start einer Social-Media-Plattform aller Zeiten hingelegt hat. Ohne die erdrückende Zensur der Internet-Riesen würden nicht Millionen Menschen auf der ganzen Welt nach einer Alternative suchen.“

Im Gegensatz zu Dorsey wolle GETTR nicht zurücktreten, und werden immer für „das Recht aller Menschen kämpfen, im Rahmen des Gesetzes ihre Meinung kundzutun.“

Strenge Zensur im US-Wahlkampf und gegen Corona-Kritiker

Dorsey hatte Twitter 2006 gemeinsam mit einigen Mitstreitern gegründet. Seinen „Abschiedsbrief“ twitterte er. Darin: „Ich will, dass ihr wisst, es war meine Entscheidung und ich stehe dazu. … Ich bin wirklich traurig, und doch wirklich glücklich“. Glücklich, weil er es geschafft habe, das Unternehmen über seinen eigenen Egoismus zu stellen. Investoren hatten schon länger kritisiert, dass Dorsey parallel zu Twitter als CEO des Unternehmens Mobile-Payment-Unternehmen Square fungierte. Am Ende seines Tweets kann man fast en Eindruck gewinnen, er werde ironisch: „Ich twittere diese E-Mail. Mein einziger Wunsch ist, dass Twitter das transparenteste Unternehmen der Welt ist. Hi Mom!“

Nicht nur in den US-Wahlkämpfen. zuletzt auch in der Corona-Krise war Twitter unter Dorseys Führung mit harter Hand und einseitiger Parteinahme gegen Sympathisanten Trumps bzw. gegen Impfkritiker und User vorgegangen, die den Sinn der Lockdown-Maßnahmen kritisierten. Nach dem Rücktritt Dorseys legten die Twitter-Aktien um 10 Prozent zu.

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