Erzbistum Berlin auf 2G-Trip: Weihnachtsgottesdienste nur für Geimpfte

... und Genesene

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Symbolfoto (c) Screenshot YT

Und Jesus nahm das Brot, verteilte es unter den Geimpften und sprach: „Die Weitergabe an Personen, die weder geimpft oder genesen sind, ist nicht erlaubt.“ (Gerd Buurmann)

(David Berger) Kaum beachtet von der Öffentlichkeit hat das Erzbistum Berlin am Freitag mitgeteilt, dass nur Geimpfte und Genesene – soweit sie 18 Jahre oder älter sind – in Zukunft an der heiligen Messe teilnehmen dürfen. Und das obwohl der Berliner Senat die Kirchen ausdrücklich von der 2G-Regel ausgenommen hat. Theologisch gesehen, kommt dieser Beschluss einer Art Gottesleugnung gleich, setzt er doch die natürliche Gesundheit über das Übernatürliche Heil der Seelen.

„Salus animarum suprema lex“ – das Heil der Seelen ist das oberste Gesetz. So ein Axiom der katholischen Glaubenswelt. Diese Grundaussage ergibt sich zwingend aus der fundamentaltheologischen Überordnung des Übernatürlichen über das Natürliche, der Gnade über die Natur.

Das katholische Koordinatensystem komplett verloren

Der große Kirchenlehrer Thomas von Aquin hat das wunderbar ausgedrückt, wo er sagt, dass der Wert einer in der heiligmachenden Gnade befindlichen Seele alle natürlichen Güter der Welt um ein Unendliches überragt. Zutiefst gründet dieses Denken wieder im Theismus: wer an Gott glaubt, für den steht der Schöpfer weit über seiner Schöpfung.

Wer dieses Koordinatensystem verloren hat, leugnet damit indirekt die Existenz Gottes, jedes Gefühl für die „Herrlichkeiten der göttlichen Gnade“ (M.J.Scheeben) ist bei ihm verschüttet gegangen. Ist er Geistlicher wird er sich mehr als Staatsdiener und Untertan (notfalls auch eines Staates, der eine Ersatzreligion zur Staatsdoktrin erhoben hat) denn als freier Diener der Kirche und ihres Herrn verstehen.

Wer 2G-Regeln für die Gottesdienste übernimmt, dem ist auch zuzutrauen, dass er – wenn der politische Wind sich gedreht hat – ein Schild an seine Kirchentüre hängt: „Zutritt nur für Weiße“ oder “ … Mitglieder DER Partei“.

Offensichtlich ist dies auch bei einigen deutschen Bischöfen inzwischen der Fall. Bei Kardinal Marx hatten wir diese bereits schockiert feststellen müssen. Nun scheint auch sein Berliner Mitbruder von dieser Form der Apostasie im Rahmen der Gleichschaltung mit der neuen Corona-Staatsreligion befallen.

Anders ist sein Beschluss, für die Gottesdienste die auch ethisch gesehen untragbare 2G-Regelung zu übernehmen, nicht zu erklären. Wer 2G-Regeln für die Gottesdienste übernimmt, dem ist auch zuzutrauen, dass er – wenn der politische Wind sich gedreht hat – ein Schild an seine Kirchentüre hängt: „Zutritt nur für Weiße“ oder “ … Deutsche“.

Religionsfreiheit vom Impfstatus abhängig machen

Zurecht wurde nun eine Petition ins Leben gerufen, die von dem Berliner Erzbischof fordert, diese unerträgliche Neuregelung zurückzunehmen. In dem Text heißt es:

„Das Erzbistum Berlin hat entschieden Gottesdienste unter 2G Bedingungen zu feiern, obwohl der Berliner Senat die Kirchen von dieser Pflicht ausgenommen hat.

Alle Hygiene, sowie Abstandsregeln werden immer sehr sorgfältig eingehalten.

Gotteshäuser waren nie Pandemietreiber.

Unsere Kirchen sollten Ihre Türen jedem einzelnen Menschen offen halten und niemanden ausschließen. Gerade in dieser besonderen Zeit ist die heilige Messe für viele Menschen von existentieller Bedeutung. Religionsfreiheit heißt auch, seinen Glauben leben zu dürfen unabhängig vom Impfstatus. Gläubigen die Messe durch 2G zu verweigern ist ein großer Eingriff in die Freiheit, an dem sich die Kirche nicht beteiligen darf.

Eine Ausgrenzung von einzelnen Personen durch 2G ist nicht im Sinne unserer Christlichen Erziehung.

Insbesondere in der Weihnachtszeit müssen alle Menschen die Möglichkeit haben, an Gottesdiensten teilzunehmen.“

Hier geht es zu der Petition: https://www.change.org/p/erzbistum-berlin-gegen-2g-und-3g-in-kirchen?

Exkurs: Der hl. Karl Borromäus

Der heilige Karl Borromäus gilt als Schutzpatron und Vorbild aller katholischen Seelsorger, vom Diakon bis zum Papst.

Sein Wirken steht im krassen Gegensatz zum kompletten Versagen zahlloser Seelsorger in der Corona-Krise, dass einen Höhepunkt in der jüngsten G2-Regelung für die hl. Messen erreichte.

Ganz anders der heilige Karl Borromäus, Schutzpatron der Bischöfe. Angesichts der schrecklichen, hochansteckenden Pest in Mailand von 1576-77, der innerhalb kürzester Zeit tausende Menschen zum Opfer fielen, wurde er zum absolut vorbildlichen Seelsorger, dem das Heil der Seelen wichtiger war als seine eigene Gesundheit.

Er warf den Zivilbehörden (sie hatten alle öffentlichen Messfeiern, Prozessionen etc. verboten) vor, dass sie keine göttliche Hilfe suchten, besuchte Kranke, rief Priester aus der Stadt zur Sakramentenspendung, organisierte öffentliche Prozessionen, Messen im Freien. Damit setzte er ein unvergessliches Zeichen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, das körperliche Erleichterung brachte und das Seelenheil an die erste Stelle setzte.

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