„Du bist nichts, Dein Volk ist alles!“ Dieser Ansicht aus den dunkelsten Tagen des 20. Jahrhunderts ist auch der Marxist auf dem Stuhl Petri. In einem Brief an die Teilnehmer des 4. Pariser Friedensforums, das vom 11. bis 13. November stattfindet, warnte Papst Franziskus vor einer Rückkehr zur Normalität nach der Covid-Pandemie. Die weltweite Viruserkrankung müsse vielmehr genutzt werden, um einen Systemchange zu vollziehen. Ein Gastbeitrag von Michael van Laack.

Corona sei als Chance zu begreifen, eine neue Weltordnung einzuführen auf dem Strukturfundament, dass die Zusammenarbeit in der Krise gelegt habe. Ein Rückfall in gesellschaftliche Prä-Covid-Denkmuster sei verheerend, erklärte der Mann, der ansonsten nur noch dann gern seine Autorität als „Heiliger Vater“ nutzt, wenn es darum geht, die Traditionen der eigenen Kirche zu bekämpfen oder die Feinde kirchlicher Lehren durch Schweigen und Untätigkeit seines Wohlwollens zu versichern.

Nationalismus und Individualismus müssen beseitigt werden

Beides stünde – so der argentinische Jesuit – einer besseren und gerechteren Welt entgegen. „Selbstgenügsamkeit, Nationalismus, Protektionismus, Individualismus und Abschottung“ würden einen Rückfall in alte soziale Strukturen bedeuten, die zu überwinden nun leichter möglich wäre, nachdem uns die Pandemie und der Klimawandel gelehrt hätten, dass wir nur dann Erfolg haben könnten, wenn wir uns als eine große Menschheitsfamilie zur Problembewältigung zusammentun. Deshalb weg mit Grenzen und Nationalismus. Jeder Staat müsse seine Interessen dem Interesse der ganzen Menschheit unterordnen.

Wer soll diese Interessen vertreten „Heiliger Vater“? Vielleicht eine neu zu schaffende Gerechtigkeitskommission unter Vorsitz einer rotgrünen Weltpartei?  Um den Nationalismus zu besiegen, bedürfe es aber auch der Aufgabe des Individualismus. Der Einzelne müsse seine Interessen dem jeweiligen Staatswesen unterordnen, in dem er lebt; und diese Staatsgebilde wiederum sich der „Menschheitsfamilie“.

Niemand ist Flüchtling oder Asylant

Wir sind eine Menschheitsfamilie. Deshalb muss jeder dort leben können, wo er möchte. Armut lasse sich nur durch Teilhabe am Wohlstand ermöglichen. In einer Familie unterstützen sich die Familienmitglieder bekanntlich auch optimal, oder? Deshalb – so der Pontifex Maximus – müsse auch Schluss sein mit Protektionismus. Jedes Unternehmen müsse überall auf Gottes schöner Erde seine Waren in den Mengen anbieten können, wie es ihm beliebt. Unternehmen und Staaten, die ein Interesse daran haben, zunächst einmal die Arbeitsplätze der eigenen Bürger zu sichern, schütten das soziale Gefälle nicht zu.

„Keiner kann sich allein retten!“, mahnt der Papst und nimmt mir damit die Illusion, dass Deutschlands Klimapolitik die Welt retten könne. Kann ich denn wenigstens durch mein individuelles Verhalten meine Seele allein retten? Oder geht das auch nur in Zusammenarbeit mit der ganzen Menschheitsfamilie?

Ganz wichtig ist dem Papst auch die Botschaft, dass Schwerter endlich zu Pflugscharen werden müssten. Schluss mit der Abschreckung durch Waffen. – Die westliche Welt kann da gewiss mit gutem Beispiel vorangehen, mein Papst. Wenn wir alle Waffen verschrotten, werden die Chinesen, Afrikaner und Russland es uns gewiss umgehend nachtun. Machen bei der Klimapolitik schließlich auch alle…

Energiekrise? Nicht in Franziskus‘ Welt!

Wir müssten halt nur alle unseren Lebensstil überdenken. Wenn wir unseren Wohlstand mit denen teilen, die ihn noch nicht haben, verbrauchen wir ja auch weniger. Die weltweiten Abhängigkeiten, die in der Pandemie sichtbar geworden sind, müssen nach der Vorstellung des Papstes jetzt genutzt werden, um sie in alle Lebensbereiche zu spiegeln und so immer enger miteinander zusammenzuwachsen.

Die Erkenntnis dieser Abhängigkeiten schaffe Hoffnung. Diese Hoffnung setze Energie frei (großartig, dann brauchen wir vielleicht doch keine neuen Windräder). Es sei an der Zeit, alle Strukturen zu hinterfragen, die bisher das Zusammenleben regelten. Klingt nach „Kein Stein darf mehr auf dem anderen bleiben!“.

Was mir im Schreiben des Papstes noch fehlte: Der Aufruf zu einem von der UNO einzuleitenden „Synodalen Weg der Menschheitsfamilie“ und am Schluss des Briefs „Mit sozialistischem Gruß!“ Ansonsten alles richtig gemacht! Marx und Lenin wären stolz auf Sie, „Heiligkeit“!

Der Beitrag erschien zuerst bei „Wissen bloggt“

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