(David Berger) Die Kanarischen Inseln erleben derzeit, kaum beachtet von dem Rest Europas, eine regelrechte Migrationskatastrophe: Mehr als 2.000 Afrikaner reisten illegal alleine seit letzten Samstag auf die Kanaren ein. Zusammen mit den Ausfällen durch Corona könnten sie den Tourismus auf den Inseln über Jahre zerstören.

Ein Tweet von Radio Televisión Canaria zeigt es sehr anschaulich: Der Ansturm von Migranten auf den Kanarischen Inseln hält nicht nur an, sondern erreichte in den letzten drei Tagen einen extremen Höhepunkt:

Fast 14.000 afrikanische Einwanderer seit Beginn des Jahres

Seit Beginn der Coronakrise erleben die Kanaren einen bisher nicht gekannten Ansturm illegaler afrikanischer Immigranten. Dieser erreichte am vergangenen Wochenende mit der Ankunft von 2.206 Asylbewerber mit Holzbooten einen erneuten Höhepunkt. 54 der Immigranten wurden positiv auf Corona getestet. Familien mit kleinen Kindern und Frauen sind absolute Ausnahmen bei den Immigranten, wie folgendes Video anschaulich zeigt:

Seit Beginn dieses Jahres sollen mehr als 13.700 Asylbewerber von der 100 Kilometern weit entfernten Küste Westafrikas auf die Kanarischen Inseln eingereist sein. Das ist eine Versechsfachung im Vergleich zum Vorjahr. Breits im Februar dieses Jahres hatten viele Eigentümer von Häusern die Zäune und Mauern deutlich sicherer machen lassen.

Dabei ist auch für die sich abzeichnende Katastrophe die EU mitschuldig: „Die Kanarischen Inseln werden immer häufiger Ziel von Flüchtenden, insbesondere seit 2019, seit dem Marokko Finanzmittel von der Europäischen Union für die Migrationskontrolle im Mittelmeer Richtung Spanien erhält.“ (Quelle) Was die Frage provoziert: „Bezahlt die EU Marokko dafür, dass sie Migranten nach Europa bringen?“

Illegale in Hotels untergebracht

Bereits im September berichteten wir auf PP: „Darüber hinaus werden viele Illegale nun auf Kosten der spanischen Steuerzahler in leer stehenden Privatwohnungen, Hotels und Ferienanlagen untergebracht – für die Eigentümer eine willkommene Gelegenheit, Einnahmeverluste durch die Corona-Krise zu kompensieren.

Das wiederum sorgt für Proteste bei den Anwohnern, welche um das touristische Image ihrer Ortschaften fürchten. So gingen die Bürger von Hoya de Tunte in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana im Süden von Gran Canaria auf die Straße, um die Verlegung von 400 afrikanischen Wirtschaftsflüchtlingen in ein Bungalow-Dorf am Rande der Kommune zu verhindern. Zu diesem Zweck errichteten die Demonstranten Zugangssperren, wurden dann aber von der Polizei vertrieben, woraufhin die Immigranten ihr neues Quartier beziehen konnten.“ (Mehr dazu hier: Kanaren: Afrikaner statt Touristen, Asylheime statt Hotels)

Proteste der Bevölkerung: Steigende Kriminalität

In einigen Orten auf Gran Canaria, wie in Arguineguín, zeigt die Bevölkerung bereits ihren Unmut über die Überbevölkerung mit Immigranten.

Denn mit den Migranten steigt die Kriminalität enorm. Und auch die gesamte Atmosphäre hat sich verändert: Nicht nur weil wegen Corona zahlreiche Restaurants und Erlebniscenter geschlossen haben und viele Touristen aus den bekannten Touristenorten Gran Canarias wegbleiben, viele Bereiche sind auch abgesperrt, da diese nur für Immigranten gedacht sind.

Zugleich sind die Bewohner der Insel verärgert, dass die Immigranten ganze Hotel- und Bungalowanlagen so schnell ableben, dass sie praktisch nur noch abgerissen werden können. Zur illegalen Besetzung eines Einkaufszentrum soll es auch bereits gekommen sein. Bei der Essensausgabe wird das Essen von den Migranten häufig demonstrativ abgewiesen und weggeworfen.

An den Stränden tummeln sich Horden vom Afrikanern

An die Strände traut sich die einheimische Bevölkerung nicht mehr, Horden von Immigranten, die aus den Unterkünften ausgebrochen sind, bevölkern die Strände. Über der Insel kreisen Polizeihubschrauber, die die entkommenen Flüchtlinge wieder einsammeln wollen. Wie auch im übrigen Europa handelt es sich bei Einwanderern zum überwiegenden teil um junge Männer.

Regierungspräsident Sánchez kündigt Besuch an

Auch der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, schlägt Alarm und fordert die Staatsverwaltung in Madrid auf, endlich auf den immer weiter anschwellenden Zustrom afrikanischer Einwanderer auf die Kanarischzen Inseln zu reagieren. Er verwies dabei auch auf den historischen Rekord, der an diesem Wochenende auf den Kanarischen Inseln erreicht wurde, nach dem 2.188 Einwanderer aus 58 Booten oder Kanus über Rettungsschiffe weiter transportiert auf Gran Canaria angekommen sind, davon alleine am Samstag 1.461 Afrikaner. Man werde der Lage schlicht nicht mehr Herr.

Inzwischen hat der spanische Regierungspräsident Pedro Sánchez einen Besuch auf den Kanarischen Inseln angekündigt.

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Wir stehen zur Zeit im engen Kontakt mit einigen Bewohnern von Gran Canaria, die uns täglich von der immer größer werdenden Katastrophe berichten und befürchten, dass die Haupteinnahmequelle wichtiger Orte der Insel, der Tourismus, über Jahrzehnte entfallen könnte.

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