(David Berger) Mit einem investigativen Artikel konnte PP zeigen, dass „Mission Lifeline“ durch einen Tweet den Eindruck erweckte, dass „Faschisten“ ein Feuer in dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos gelegt hätten. Daraufhin ging der offensichtlich finanzstarke Verein gegen das ehrenamtlich arbeitende PP wegen einer Nebensächlichkeit juristisch vor. Ein Publizist, der auf der Insel seinen Urlaub verbringt, hat sich nun bei uns gemeldet und bestätigt unsere Berichte.

Durch unseren Artikel  „Mission Lifeline“: Von „Faschisten“ im Flüchtlingslager Moria gelegter Großbrand frei erfunden?“, wurde ein Publizist, der sich derzeit im Urlaub auf Lesbos aufhält, auf die Sache mit der Brandstiftung aufmerksam und hat dort recherchiert.

Nach unserem Artikel „Wird Mission Lifeline „Philosophia-Perennis“ zum Schweigen bringen?“ hat er sich bei mir gemeldet – Gestern Abend habe ich lange mit ihm gemailt und telefoniert.

Lifeline: „Unbestätigten Meldungen zufolge sollen Faschisten das Feuer gelegt haben.“

Und er kann nun genau das bestätigen, was wir gegen einen Tweet der „Mission Lifeline“ bereits vor etwa zwei Wochen anführten. Am 22. Juli twitterte der Verein:

„Großbrand in Moria. Hubschrauber im Einsatz. Unbestätigten Meldungen zufolge sollen Faschisten das Feuer gelegt haben.“

Um dann später mit Posten eines völlig nichtssagenden Videos (man sieht über einem Berg Rauch aufsteigen) einräumen zu müssen: „Das Camp und der „Dschungel“ sind nicht betroffen.“

Aber die mindestens missverständliche Nachricht war da eben schon draußen, viele lasen gar nicht mehr, was danach noch kam. Der Eindruck, der dadurch bei vielen Twitter-Usern entstand: „Faschisten“ haben das Flüchtlingslager von Moria angezündet, wo jetzt ein Großbrand tobt und tausende kleiner Kinder verbrennen.

Es waren Afghanen, die das Feuer legten

Nun wissen wir durch unseren Informanten: es gab tatsächlich in diesen Tagen mehrere Feuer auf der um diese Jahreszeit sehr trockenen und heißen Insel. Unserem Informanten wurden sowohl von Bewohnern des Flüchtlingslagers wie von Einwohnern Videos gezeigt. Sowohl von dem Feuer im “Dschungel “ (Olivenhaine), wo illegale Lager errichtet wurden als auch vom Feuer nahe Moria an dem genannten Tag.

Alle Augenzeugen – sowohl Flüchtlinge wie auch Dorfbewohner – beteuern, dass es mehrere Afghanen waren, die beide Feuer – sowohl im Dschungel wie nahe Moria – gelegt haben. Immer wieder kommt es innerhalb der Lager zu regelrechten Gefechten zwischen Afghanen und Arabern, in denen dann auch Bereiche der jeweiligen Gegner in Brand gesteckt werden.

Durch kostenintensive Unterlassungsaufforderungen von der Hauptsache ablenken

Der Verdacht, dass „Mission Lifeline“ mit einem juristischen Vorgehen wegen einer Nebensächlichkeit in unserem Bericht, vom eigentlichen Skandal seines Tweets ablenken wollte, bekommt durch diese Nachrichten neue Nahrung.

Dank der Großzügigkeit unserer Leser, die uns hier unterstützen, können wir also weiter „Mission Lifeline“ & genau auf die Finger schauen.

Wird Mission Lifeline „Philosophia-Perennis“ zum Schweigen bringen?